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Sylvia

35, Weiblich

FSK 18 Mensch gut pansexuell panromantisch Geübter erfunden Apokalypse

Beiträge: 362

Re: Biloxi

von Sylvia am 06.01.2023 17:50

Sylvia nickte. Jetzt, wo sie hier wirklich rasteten und eine Pause machten, spürte sie ihre Erschöpfung mit aller Macht. Ihre Augen brannten, sie war müde, hatte Hunger. Aber dieser Hunger, der eher einem dumpfen Schmerz in der Bauchregion glich, war mittlerweile ein alltäglicher Begleiter geworden, sodass sie ihn kaum noch bemerkte. In der Regel musste mittlerweile eine Mahlzeit am Tag ausreichen. Wenn man sehr viel Glück hatte, schaffte man vielleicht zwei am Tag. Manchmal auch nichts. Ezra hatte Recht. Es war jetzt wirklich ein hartes Leben. Und erst jetzt wusste man, wie gut man es tatsächlich früher gehabt hatte. Es war natürlich nie perfekt gewesen - für Perfektion waren die Menschen nicht ausgelegt - aber es war um weltenlängen besser gewesen. Menschen brauchten Organisation. Etwas was jetzt überall fehlte.
"Ja.", bestätigte sie jetzt auch verbal nochmal. "Du hast Recht. Gerade in diesen Zeiten sollte man wenigstens seinen Prinzipien und Moralvorstellungen noch treu bleiben. Seh ich genauso." Mit ihren trockenen, eingerissenen Lippen lächelte sie ihn leicht an. "Wenn das nur alle so sehen würden, wären diese Zeiten wenigstens ein klein wenig erträglicher, oder?" Aber leider sahen es nicht alle so. Grade jetzt, wo mane igentlich zusammenhalten sollte, schienen viele genau das verlernt zu haben und ihre schlimmsten versteckten Seiten nah außen zu kehren. Die Gesellschaft hielt es eben nicht mehr auf.
Der Arzt Ezra und sie hatten sich nun also verbündet - womit das weitere Vorgehen zu klären werde. Auf seinen Vorschlag hin nickte sie. Sie muste sich wohl oder übel eingestehen, dass sie es nicht schaffen würde sich selbst ein boot zu bauen. Er hatte Recht. Weitersuchen wäre wahrscheinlich effektiver. "Ja, du hast Recht. Am Besten die Küste entlang, oder? Die Häuser zu durchsuchen finde ich aber gut. Ich weiß echt nicht wann wir auf die nächste Stadt treffen oder man das nächste Mal die Möglichkeit hat irgendetwas zu finden."
Sie seufzte, schloss die Augen und lehnte ihren Kopf gegen die Wand. "Gib mir nur noch eben zwei Minuten. Ja?"

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Re: Biloxi

von Sylvia am 05.11.2022 14:08

"Ja... vielleicht..", stimmte Sylvia nicht sonderlich überzeugt zu, musste alelrdings dennoch leicht grinsen. Ein Kanu war natürlich gut möglich, dass man so etwas fand. Sie fragte sich, wie wohl ihre chancen standen mit einem kleinen Kanu den Pazifik zu überqueren - andererseits warne ihre Chacnen mit einem selsbtgebauten Boot wahrscheinlich kaum besser. Sie seufzte und schüttelte den Kopf. "Es tut mir leid, wirklich. Du hast recht. Man sollte nicht aufgeben. Diese Apokalypse hat mich nur... echt pessimistisch werden lassen." Und der Tod ihres Vaters, welcher sieso oft verfolgte... und an welchem sie sich so dermaßen schuldig fühlte. gott, wie sie es hasste auf welche Art und Weise er hatte gehen müssen. Dass... sie ihm die Gnade hatte geben müssen... dass sie ihm trotz ihres früheren Jobs nicht hatte helfen können...
Wegen des Flugzeugs schüttelte Sylvia den Kopf. "An Flugzeug hab ich auch gedacht, aber die dichten rauchwolken von der Eruption würden nur die Motoren zum Explodieren bringen. Ich glaube, niemand der versucht irgendwie zu fliegen wird damit momentan wirklich weit kommen. Der Rauch und die Asche und so ist einfach zu heftig." Und ahtte sich selbst nach all den Monaten seit der Supereruption immer noch nicht endgültuig gelegt. Manchmal bezweifelte Sylvia, dass sich die Welt jemals würde wieder erholen können von dieser Katastrophe. Auch wenn ihr klar war, dass die Erde schon viele Katastrophen erlebt und überstanden hatte. Doch... es fiel wirklich schwer zu glauben, wenn man es selbst einmal miterlebte...
"Viele würden wohl sagen, dass Eide jetzt nichts mehr wert sind." In ihrer mittlerweile ebenfalls sitzenden Position, ihre Arme auf ihren Knien abgelehnt, die Flashe Kiwiwasser zwischen den Fingern, schenkte sie Ezra ein leichtes Lächeln. "Ich bin froh, dass du nicht zu diesen Menschen gehörst." Sie selbst tatsdas auch nicht. Auch wenn es letten Endes nicht anders gegangen war als das ein oder andere Gesetz zu brechen, doch... Gesetze gab es hier nun wohl wirklich nicht mehr. Aber zumindest seinen Moralvorstellungen sollte man versuchen treu zu bleiben - oder nicht?
Dann kamen sie zu irher Idee. einer Art... Bündnis. Unwillkürlich musste Sylvia an Tribute von Panem denken. Damals hatte sie die Filme geliebt. sie hätte nie gedacht mal in einer annähernd ähnlichen Situations tecken zu können. "Okay gut. Abgemacht." Sie beugte sich vor um Ezra die Hand drauf zu geben. Dann trank sie das abgestandene Kiwiwasser leer. "Aber bevor es losgeht brauche ich auf jeden Fall noch etwas Verpflegung. Die letzte Zeit habe ich mich nur von selbst gefangenem Fisch und diesem Kiosk hier ernährt."

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Re: Biloxi

von Sylvia am 01.11.2022 13:36

Sylvia seufzte, nickte jedoch zustimmend. "Ich hab keine Ahnung vom Bootbauen und das mit den Zombies kommt noch erschwerdend hinzu, da hast du vollkommen Recht." Ihr Grinsen war schwach und bitter. "Nicht grade die beste Ausgangslage um nach Europa zu kommen mit einem selbstgebrauten Boot, was?" Sie wünschte sie könnte das dumpfe Pochen in ihrem Schädel einfach herausreißen. Diese Zeiten waren so unglaublich anstrengend. Sie hätte niemals geglaubt so einen gesamten Scheiß - eine tatsächliche Apokalypse - auch nur ansatzweise auszuhalten. Doch der Mensch vermochte merha uszuhalten als man dachte. Hatte sie die Lektion nicht vor langer Zeit schon gelernt? Gott, es kam ihr vor wie ein anderes Leben. Und zum ersten mal war Sylvia froh, dass ihre Schwestern damals gestorben waren - dass sie das, was jetzt los war, nicht mehr miterleben mussten. Sie hatten ein vielleicht kurzes aber so doch... zumindest größtenteils schönes Leben gehabt. Zumindest hoffte die ehemalige Krankenschwester das inständig.
"Ich glaube zumindest daran.", meinte Sylvia nickend. "Wie gesagt, überall wird es Probleme geben, aber... je weiter der Ort vom Ursprung der Supereruption weg, desto sicherer müsste es sein, oder?" Zumindest in ihrer Logik. Vielleicht war es auch einfach eine naive Hoffnung an die sie sich klammerte, wer wusste das schon. Vielleicht redete sie es sich auch nur ein um ihre Reise nach London zusätzlich noch zu begründen. Falls ihre Mutter wirklich auch schon tot sein sollte... dann hatte sie wenigstens vielleicht noch anderen Gründe dorthin zur eisen, oder? Gott, hoffentlich lebte ihre Mutter noch... Sylvia wusste nicht was sie sonst tun sollte.. vor allem in Gedenken an ihren Vater...
Nachdem Sylvia etwas zu trinken gefunden hatte sah sie, dass Ezra sich auf den Boden niedergelesen hatte, gegen den Thresen liegend. Gott ja - eine Pause konnte sie auch brauchen, definitiv. Kurzerhand setzte sie sich. hir Magen schmerzte. Scheiße, wann hatte sie das letzte Mal was zu Essen gefunden? Mit einer Hand fuhr sie sich durch die blonden Haare. Fuck, ihre Pause hier würde wohl nciht allzu lange dauern. Außer sie fand wie durch ein Wunder etwas in diesem Kiosk das noch nicht verschimmelt war. Und selbst wenn... ein Müsliriegel würde sie nicht lange satt machen.
"Ich finds toll, dass du den Leuten versuchst u helfen, wirklich. Das gibt es in den Zeiten momentan viel zu selten", meinte Sylvia ehrlich und trank noch einen großen Schluck von ihrem abgestanden Wasser mit Kiwi-Geschmack. Eine Weile saß Sylvia da, kaute leicht an ihrer Lippe und drehte die Flasche zwischen ihren Fingern. Sie dachte nach. Über das Boot. Über ihr Ziel. Shit, am liebsten wollte sie schreien. Doch sei konnte nicht noch länger allein sein. Nicht wo sie... seit ihreM Vater jetzt zum ersten mal wieder einen Überlebenden getroffen hatte. Sie hatta gar nicht gemerkt wie einsam sie geworden war... "Wenn... ich dir helfe diesen Bunker zu finden... würdest du mir dann helfen ein funktionstüchtiges Boot zu finden?", fragte sie ernst und sah ihm in die Augen.

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Re: Biloxi

von Sylvia am 25.10.2022 17:51

Sylvia lächelte bitter. Sie fühlte sich dreckig, schmutzig, ausgelaugt und einfach nru fertig. Aber das war ein Zutand der mittlerweile bereits seit Monaten anhielt, von daher war sie es gewohnt. Sie strich sich einige schmuzigblonde Strähnen aus dem Gesicht und seufzte. "Ja. Allmählich glaube ich, dass du da Recht hast." Wem wollte sie eigentlich etwas vormachen? Die lächerliche versuchte Konstruktion eines Bootes da am Hafen würde niemals in der Lage sein auf dem Wasser zu schwimmen, geschweige sie denn über den gesamten Pazifik zu befördern. Mal wieder hämmerte ihr Kopf im Inneren dumpf. Das tat er mittlerweile oft. Sie schob es auf Dehydrierung und den Stress. Sie trank viel weniger als früher in ihrem alten Leben. Hauptsächlich weil es schwerer war, gutes Wasser zu finden - erst recht wenn du die meiste Zeit am Meer beim Salzwasser verbrachtest.
Sie schüttelte den Kopf und begann sich ein wenig provisorisch den Nacken zu massieren. "Nein, hab ich nicht. Aber London und Europa generell war viel weiter von der Supereruption entfernt als wie. Ich bin mir sicher dass dort zwar auch alles drunter und drüber gehen wird, aber ganz bestimmt nicht in den Ausmaßen wie hier."
Sie seufzte erneut und schritt langsam durch die Regale des kleinen Kiosks, ob sie nicht vielleicht noch irgendwo eine Dose abgelaufenen Energies oder sonst was finden könnte. Sie hatte Durst. Währendessen lauschte sie den Plänen, welche Ezra ihr offenbarte. Sie fand eine Flasche Wasser mit Geschmack im Staub bei Spinnen unter einem Regal und zog sie hervor. Deckel auf und mehrere Schlucke trinken. Wahrscheinlich hatte es mal Kiwi darstellen sollen oder sowas.
"Okay... krass. Also der gute Samariter in solch beschissenen Zeiten quasi.", lächelte sie schwach und kehrte hinter dem Regal wieder hervor. Jetzt wo sie in Ruhe war begann ihr ganzer Körper von den Anstrengungen ihres versuchten Bootbauens zu schmerzen. "Und hast du schon so Siedlungen mit Überlebenden gefunden?", fragte sie ihn. Selbst wenn - sie würde nicht dorthin kehren. Ihr Ziel war klar und daran würde sie festhalten.

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Re: Sylvia &' Quentin: The last person I want to see right now...

von Sylvia am 25.10.2022 17:31

Die Stille zwischen ihnen war frostig. Beinahe greifbar und wie eine kalte Wand hatte sie sich um sie und zwischen ihnen aufgebaut, während sie gemeinsam ihren Weg zum Café für das gemeinsame Band-Treffen bestritten. Selbst manche der Leute um sie her schienen die angespannte Stimmung wahrzunehmen (so sie nicht zus ehr in ihren eigenen Problemen und Alltagsproblemen gefangen waren), wurden leiser, umgingen sie sogar ein wenig. Sylvia beachtete nichts. Starrte stur vor sich auf die Gehwegplatten und zählte die Minuten oder Sekunden bis sie endlich angekommen wären. Aber nicht nur das. Ihre Finger kribbelten leise, ihr Herz schlug schnell unde in Teil ihrer Gedanken verweilte wieder bereits Daheim in ihren eigenen vier Wänden. Sie wusste genau was sie tun würde, was sie tun wollte. Und es war verdient. Denn sie hatte versagt. Sie hatte darin versagt, Quentin eine Freundin zu sein und diese Versagen... (sie wollte noch nicht einmal daran denken) ... dieses Versagen könnte ihr diese Freundschaft vielleicht sogar gekostet haben.
Auch die Krankenschwester warf einens chnellen Blick nach oben um zu sehen, wie weit es noch war und konnte Milo und Dawn bereits erkennen, welche draußen gerade noch standen und warteten. Dawn schien eine zu rauchen. Ihre Hand begann leicht zu zittern und sie ballte sie in der tasche ihrer Jeansjacke fester- und in diesem Augenblick sprach Quentin.
Ihr Herz sank ihr in die Hose und sofort warf sie ihm von der Seite her einen Blick zu. Doch er sah sie nicht an. Auch er starrte nur auf den Boden vor sich und so tat sie es ihm gleich. Es war besser. Weniger schmerzhafter.
In den ersten Augenblicken wusste Sylvia nichts zu sagen. Sie waren nur noch etwa eine Minute vom Café entfernt. Als Quentin schließlich geändert hatte, griff sie aus einem Impuls heraus kurz nach seiner Hand um ihm zum Stehen bleiben zu bewegen - und umarmte ihn. Es war eine kurze, aber ehrliche Umarmung. Sie wollte ihn nicht mehr als nötig bedrängen.
"Es ist okay. Du bist immer noch Quentin. So wie du es schon immer warst.", sagte sie dann endlich und sah ihm in die Augen. Sie sprach leise. Sie war sich sciher dass Milo und Dawn sie bereits entdeckt haben würden, aber es war ihr grade egal. "Dein Geheimnis ist sicher bei mir solange wie du es noch verschweigen willst. Aber... wenn ich darf möchte ich auch für dich da sein können. Als Freundin. Weil..." Sie zuckte leicht mit den Schultern. "...Freundschaft heißt sich auch in Zeiten beizustehen, die eben beschissen sind. Weißst du? Egal worum es sich hindelt. Ich würde auch für dich da sein wollen wenn du einfach nur ne Margen-Darm-Grippe hättest oder Liebeskummer hättest oder sonst was."
Sie schenkte ihm ein leichtes Lächeln - und beendete ihr Gespräch dadurch, dass sie weiterging, weiter zu ihren beiden anderen Bandkollegen, wo Dawn ihre Zigarette mittlerweile fertig geraucht hatte und beide schon halb ungeduldig, halb belustigt auf sie warteten. Vielleicht würde der gemeinsame Abend doch ganz gut tun. Bis sie Zuhause war.
Sie hoffte nur dass Quentin auch tatsächlich verstanden hatte, was sie ihm hatte mitteilen wollen...

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Re: Biloxi

von Sylvia am 28.09.2022 13:54

Sylvia seufzte. Sie war abgespannt und ausgelaugt. Es war anstrengend seit Monaten, vielleicht sogar Jahren 24/7 auf Habacht-Stellung zu sein, nie auch nur wenigstens ein paar Minuten der wirklichen Entspannung zu finden. Irgendwann wurde diese permanente Anspannung einfach ein Teil von einem, bis man fast schon selbst nicht mehr wusste, wer man überhaupt war. "Ja... wahrscheinlich hast du Recht.", seufzte sie, als er vorschlug vielleicht ein paar andere Häfen noch abzusuchen. "Ich war nur so erleichtert endlich überhaupt mal das Meer erreicht zu haben und hier wenigstens Materialien zu finden die ich brauchen könnte..." Sie schüttelte den Kopf und brach ab. Sie wusste doch selbst was für ein hoffnungsloses Unterfangen sie eigentlich anstrebte. Doch der Gedanke von Hafenstadt zu Hafenstadt zu wandern, nur um die immer gleiche Zerstörung - und keine Boote - vorzufinden... konnte sie eben auch einfach nicht. Sie wusste nicht ob sie noch die Kraft hätte um die immer und immer neuen Enttäuschungen dann zu ertragen.
Sie verriet ihm ihr Ziel. Sie wusste nicht was es für einen Unterschied machen sollte wenn sie es ihm verschwieg. Letztlich saßen sie doch alle im gleichen zerstörten, untergehenden Boot. Schon wieder Boote. Ihr Leben schien aus nichts anderem  mehr zu bestehen. "Ja..." stimmte sie dann zu mit einem etwas geistesabwesenden Nicken. Ja, es war ein sehr weiter Weg bis nach London. Dann wurde ihre Stimme kräftiger, bestimmter. "Aber irgendwie muss ich es schaffen." Und wenn sie dabei draufging. Dann hatte sie es wenigstens versucht. Versucht, den letzten Wunsch ihres Vaters zu erfüllen, an dessen Tod sie sich so schuldig fühlte.
Nachdem er ihre Wunden versorgt hatte, zog sie sich ihre mittlerweile recht dreckige und zerschlissene Jeansjacke wieder über und verbarg so Verband und Narben bzw. Verletzungen gleichermaßen. Es waren schon verrückte Zeiten. Manchmal träumte Sylvia noch davon, wie es früher gewesen war. Selten - aber es waren die schönsten Träume. Wo einem die Realität nur wie ein Alptraum vorkam, und der Traum wie das echte Leben. "Es ist einfach nur alles absolut surreal.", bestätigte Sylvia und schüttelte leicht den Kopf. "Manchmal kann ich es immer noch kaum glauben was abgeht." Sie rutschte von der Theke herunter und sah Ezra dann nachdenklich an. "Wohin bist du denn unterwegs. Hast du irgendein Ziel?"

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.10.2022 17:44.

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Re: Biloxi

von Sylvia am 21.09.2022 11:22

"Wenn es noch welche gäbe - klar!", stieß Sylvia verbittert und ziemlich grob hervor. Ein Augenblick in welchem sie mehr als sonst merkte, wie sehr die letzten Monate an ihr gezerrt hatten. Sie schloss die Augen und atmete tief durch, um sich selbst zu beruhigen. "Tschuldigung.", murmelte sie dann und warf einen Blick aus dem Fenster um sicherzugehen, dass ihr Rufen die Zombies nicht auf den Plan gerufen hatte. Dann wandte sie sich wieder dem Arzt zu. "Ich habe nach Booten gesucht. Aber alle sind entweder komplett zerstört oder nicht mehr vorhanden. Der Ausdbruck vom Vulkan hat sie erwischt und zerschmettert oder irgendwo weit abgetrieben wo sie mittlerweile wahrscheinlich auch untergegangen sind und verroten." Sie lächelte bitter. "Und ob es irgendwo noch einen funktionierenden Hubschrauber oder so gibt, geschweige denn ob man durch diese riesige Aschewolke damit fliegen könnte... ich bezweifle es. Also bleibt nur ein Boot selbst bauen, wenn man irgendwie nach Europa will." Und genau das war ihr Ziel. Sie starrte gegen eines der Regale, ohne es wirklich zu sehen. "Ich habe einfach keine Hoffnung, irgendwo wirklich noch ein halbwegs intaktes Boot zu finden, das man verwenden könnte..", murmelte sie dann leise. Das war die traurige Wahrheit.
Auf die Frage wohin es gehen sollte, schluckte sie. "Zu meiner Mutter. Nach London." Sie sagte es so gefühllos und distanziert wie sie konnte. Einfach damit die Erinnerungen nicht kamen, einfach um es ganz ganz weit weg von ihren Gefühlen zu halten. Sie wollte sich nicht schon wieder daran erinnern, wollte nicht schon wieder in den Schuldgefühlen und der Angst ertrinken gehen. Nein. Nein auf keinen Fall!
"Freut mich auch, Ezra.", erwiderte Sylvia - ihr Lächeln war genauso müde wie seines. Vermutlich würde es allen Überlebenden so gehen, die noch irgendwo in dieser zerstörten und toten neuen Welt verteilt waren. Niemandme würde es mehrw irklich gut gehen. Ein... trauriger Gedanke. Sie hätte echt nie gedacht, dass es mal so weit kommen würde.
Da Ezra sich als Arzt vorstelle und Sylvias Wunden tatsächlich... nicht allzu rein aussahen, setzte sie sich auf die Verkaufstehke und ließ zu, dass er sich die Arme ansah. Ein leichtes Schamgefühl war in ihr. Sie wusste dass er mühelos sehen konnte, dass sowohl die Narben als auch die Wunden von Selbstverletzung herrührten. Doch das Schamgefühl war weit weniger ausgepräft als früher. Vermutlich... weil es heutzutage einfach keine Rolle mehr spielte.
"Nein.", sagte Sylvia und schüttelte den Kopf. "In Rom. Ich war zum Urlaub in Amerika als... diese ganze Scheiße losging." Sie nickte Ezra zu und zuckte nur kaum merklich zusammen als er die Wunden desinfizierte die sofort zu brennen begannen. "Woher kommst du?"
Als er fertig war mit der Verartzung, ließ sie die Arme wieder senken und betrachtete kurz sein Werk. "Danke.", sagte sie ehrlich und blickte auf. Jetzt umspielte ein leises Lächeln ihre Lippen. "Tut mir leid, dass ich vorhin mit einer Waffe auf dich gezielt habe. Ich hab einfach... zu viel negative Erfahrungen mit Plünderern gemacht."

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Re: Biloxi

von Sylvia am 20.09.2022 09:49

Sylvia stieß ein bitteres Lachen aus, als er sich nach ihrem Boot erkundigte und steckte die Waffe wieder zurück in ihren Hosenbund - natürlich wieder gesichert. "Danke", sagte sie erst schnell, als er sie einlud, trat ein und verbarrikadierte die Kiosk-Tür hinter sich, damit sie keinen unerwünschten Besuch bekommen würden. Die Zombies raubten ihr jetzt schon immer sämtlichen Schlaf. Meistens zumindest. "Ich habe so etwas noch nie auch nur ansatzweise gemacht und meine Anleitung stammt aus einem Scheiß-Kinderbuch." Sie lächelte bitter, "Man kann sich also vorstellen wie das 'Boot' gerade in etwa aussieht'." Sie betonte das Boot absolut ironisch. Sie wusste ja selbst dass es noch nichtmal ein paar Meter auf dem Wasser durchhalten gewürde, geschwiege denn wenn die ersten Stürme über sie hinwegrollen würden. Eigentlich war es eine pure Selbstmord-Mission, was sie hier tat, doch sie wusste nicht was sie sonst tun sollte. Sie musste nach Europa. Nach London, um zu ihre Mutter zu finden - sollte sie noch leben - und ihr die letzten Worte ihres Vaters auszurichten. Die Bilder ihres sterbenen fieberkranken Vater wollten sich in ihr Bewusstsein drängen, doch mühsam schob Sylvia sie zurück. Blinzelte sich die Tränen aus den Augen. Ihre Hände zitterten.
Das Verlangen ihren juckenden von Narven und Verletzugen übersäten Armen einen weiteren Schnitt hinzuzufügen war übermächtig. Doch nicht mit Zuschauer. Ein wenig misstrauisch beobachtete sie, wie der angebliche Arzt begann seine Taschen zu durchwühlen. Es kam Sylvia vor wie Jahre, seitdem sie tagtäglich mit Ärzten in der ialienischen Hauptstadt zusammengearbeitet hatte. Als Krankenschwester. Wieder sah sie auf ihre Arme. Infektion... Entzündung... ja, er hatte wahrscheinlich Recht. Es roch nicht gut. Sie hatte es vernachlässigt. Es war einfach nicht wichtig gewesen...
Noch immer hatte sie nicht auf seine Frage geantwortet, ob er sich die Verletzungen anschauen durfte. Doch als er sich schließlich den Schal vom Gesicht zog und sich vorstellte, machte sie doch einen Schritt auf ihn zu. "Sylvia.", stellte sie sich ihrerseits vor, ging durch die kleinen Regale und setzte sich auf die Verkaustheke. "Okay, schau es dir an." Sie starrte auf ihre zerschnittenen Arme. Eine Wunde stamte nicht von ihr selbst. Es war ein tiefer Riss über ihren linken Arm - er stammte aus einem Kampf mit einem Zombie der eine Axt gefuchtelt hatte. Sie hatte immer versucht diese Wunde sauber zu halten, deswegen verheilte sie trotz der Große und Tiefe relativ gut. "Ich war früher Krankenschwester.", erzähle sie aus dem nichts und blickte wieder auf zu Ezra. "Kommt einem Jahre her vor, oder?" Vermutlich hörte man, dass sie britisches Englisch sprach und kein amerikanisches. Aber heutzutage spielte das ja echt keine Rolle mehr...

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Re: Biloxi

von Sylvia am 19.09.2022 15:01

Sylvia umklammerte die Waffe fest. Sie war kein Fan von Waffen. ar Wsie noch nie gewesen. Doch sie hatte auf die harte Tour lernen müssen, dass man hier draußen nicht drum rumkam in dieser beschissenen neuen Welt. Bevor sie die hier gefunden hatte hatte sie die meiste Zeit einen Hammer als Waffe benutzt, der ihr oft das Leben gerettet hatte. Jetzt lag er beim Boot. Aber dafür hatte sie ja jetzt hier diese .45er.
Der Fremde in dem Kiosk auf welchen sie gerade zielte, drehte sich um. Seine untere Gesichtspartie war von einem Schal verdeckt, was ihn wie einen Verbrecher wirken ließ. Doch die Augen zeigten den seltsamen leidvollen Weg, welchen auch sie hatte erleben müssen seit der Riesenvulkan unererwarteterweise ausgebrochen war und die gesamte Nordhalbkugel und wahrscheinlich auch den Rest der Welt ins Chaos gestürzt hatte. Sylvia wusste es. Sie waren komplett abgeschnitten von der restlichen Außenwelt.
Kaum hatte er gesprochen entsicherte sie die Waffe. Ihre Finger und Arme zitterten leicht doch dann... "Shit.", sagte sie leise und ließ die Arme fallen. Hätte er sie umbringen wollen, hätte er sicher die Gelegenheit gehabt. Sie folgte seinem Blick auf ihre zerschnittenen und juckenden Arme und schluckte. Ein bitteres Lächeln legte sich auf ihre Lippen. "Ich versuche ein Boot zu bauen.", sagte sie tonlos, sicherte die Waffe und steckte sie in ihren Hosenbund. Sie blickte sich unsicher um. Die Zombies auf der Straße waren schon wieder etwas näher gekommen. Sie wollte aber auch nicht erschossen werden. Auch Menschen konnten grausam werden wenn es plötzlich um den Kampf des Überlebens ging. Auch das hatte sie auf die harte Tour lernen müssen. "Darf ich reinkommen oder tötest du mich dann?", fragte sie dann offen und blickte wieder zu ihm, wobei sie schluckte und den Impuls unterdrückte an ihren Armen zu jucken.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.09.2022 09:30.

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Re: Death & Sylvia ~ You're Not Ready Yet {2007} | Triggerwarnung [FSK18]

von Sylvia am 01.09.2022 16:15

Sylvia hielt nicht inne. Fast wurde es wie ein Mantra, wie eine sich ständig wiederholende, lieb gewonnene Bewegung. Sie dachte nicht einmal mehr darüber nach, was sie tat. Es war einfach die ganz einfache Abfolge der immer gleichen Bewegungen: Tabletten rausdrücken, in den Mund, trinken, schlucken. Tabletten rausdrücken, in den Mund, trinken, schlucken. Wasser nachfüllen. Tabletten rausdrücken, in den Mund, trinken, schlucken.
Es war ganz einfach. Sylvia freute sich darüber, wie einfach es war. Sie hätte gedacht, dieser Schritt wäre schwieriger. Aber nein. Es war als hätten ihre Gliedmaßen, ihr Geist schon immer vorgehabt, diese Abfolge immer und immer wieder auszuführen. Es war so einfacher, dass sie lachen wollte. Auch wenn sie natürlich wusste, dass es irgendwann mies werden würde. DOch dann wäre es zu spät. Ein kurzer Kampf vielleicht noch und dann... dann wäre sie bei ihrer großen Schwester. Endlich wieder vereint.
Sie lächelte bei dem Gedanken, sah kurz auf in den Spiegel - und schrak zusammen, als sie eine Gestalt hinter sich in der offenen Tür sah. Eine fremde Gestalt. Sylvia wirbelte herum. Ihre Hände waren eiskalt und sie zitterte. Sie fragte sich für einen Moment, wie viele Tabletten sie bis jetzt wohl genommen hatte, ob es reichte und vor allem: wann sie beginnen würden zu wirken. Bereits jetzt glaubte sie erste gleiche Magenkrämpfe zu empfinden - oder war das nur ihre Einbildung, weil sie sich danach sehnte, dass es losging, weil sie jetzt eine Zuschauerin hatte, weil sie es nicht alleine und in Ruhe beenden konnte.
"Wo-Woher kennst du meinen Namen?", flüsterte Sylvia. Ihre Stimme zitterte leicht. Sie hatte Angst ihre Mutter oder Schwester auf den Plan zu rufen, dass ihre Stimme durch die offene Tür wehen und sie alamieren könnte. Dabei war sie sich doch sicher gewesen sie abgeschlossen zu haben!! "Wer bist du?", fügte sie hinzu. Ein seltsamer - noch undefinierbarer Druck schien sich in ihrem Unterleib aufzubauen - von dem Sylvia noch keine Ahnung hatte, wofür das ein Vorbote sein sollte. Für den Moment klammerte sich Sylvia nur an das Waschbecken neben ihr und wünschte sich, die Fremde würde verschwinden. Einfach verschwinden und sie es in Ruhe zu Ende bringen lassen... war das wirklich zu viel verlangt?

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