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Sylvia

35, Weiblich

FSK 18 Mensch gut pansexuell panromantisch Geübter erfunden Apokalypse

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Re: Mia & Sylvia ~ Wenn der Zweck die Mittel heiligt [Triggerwarnung]

von Sylvia am 06.04.2023 11:15

TRIGGERWARNUNG - Gewalt!

Sylvia hielt ihr Versprechen. Sie schrieb Briefe an Mia, wann immer es iher erlaubt war. Und ihren Anruf, den sie einmal die Woche tätigen durfte, verwendete sie hauptsächlich für Mia - die Besuche wurden stattdessen von ihren Eltern übernommen. Immerhin hatte Mia zurück nach Schweden und auch ihrer Arbeit gemusst. Sylvia verstand es und nahm ihr das auch nicht böse. Im Gegenteil. Sie sollte ihr Leben und leben. Und das Wichtigste war für die Musikproduzentin ohnehin die Gewissheit, dass Mia sie nicht hasste, sie nicht verabscheudete, sie nicht als das mörderische Monster sah, wie so viele es nun tun würden. Zurecht.
Sylvia erlebte den Mord jede Nacht wieder und wieder. Immer wieder durchflutete sie dieser Hass, dieser Zorn. Immer wieder drückte sie ab. Manchmal ging sie soar noch weiter, trat auf dessen Leiche ein, trampelte auf dem Körepr herum bis nur noch Blutfetzen und Knochensplitter übrig waren, bis ihr Tränen über die Wangen liefen. Manchmal brachte sie ihn in ihren Träumen auch auf andere Weise um. Manchmal sahen ihre Schwestern zu. Oder die Leichen ihrer Schwestern. Manchmal nicht. Aber Jeremy Ellis war immer da. es war nicht fair. Sie hatte ihn umgebracht. Es war vorbei. Warum verfolgte er sie jetzt in ihren Träumen, wo er das all dei Jahe niemals getan hatte. Warum musste er sie jetzt immer wieder aufsuchen, warum ließ er sie nicht einfach los??!
Die Tage im Knast zogen sich zäh dahin. Irgendwelche Schläge von den Wärtern und manchmal auch den Insassen bekam man immer ab. Beleidigungen und Morddrohungen bekam man fast stündlich. Sylvia hatte gelernt, es zu überhören, nicht mider Wimper zu zucken und sich einfach nur um ihren eigenen Kram zu kümmern. Bei diesen Gedanken umklammerte sie das Plastikmesser, dass sie aus der Mensa hatte mitgehen lassen, fester. Sie verbarg es in ihrer Faust, derweil sie gemeinsam mit anderen Häftlingen von der Mensa aus in den Waschsaal geführt wurde. Danach würde es auf den Hof gehen, dann wieder in die Mensa, dann in die Zelle zur Nachtruhe. Immer der gleiche beschissene Ablauf. Aber heute...
Sie wurde abgetastet - streckte dafür die Arme aus - ehe sie dann in den riesigen raum der fast einer Lagerhalle glich, hineingelassen wurde, mit den riesigen Wäschetrommeln und den fahrbaren Wäschekörben. Unauffällig ließ Sylvia das Messer von ihrer HAnd in ihren Hosenbund gleiten und begann, wie alle anderen Häftlinge, unter den Augen der Wärter zu arbeiten. Sie brauchte nur einen passenden Zeitpunkt. Nur einen passenden...
Dann war es soweit. Die Wärter waren ins Gespräch vertieft, warfen maximal flüchtige Blicke zu den arbeitenden Häftlingen. Sylvia schmiss ihren Wäschehaufen in die Trommel und tauchte dann zwischen zwei der Trommel ab, kniete sich hin und zog sich das Messer aus dem hosenbund. Sie konnte nicht länger warten. Mit den kleinen lächerlichen Plastikzacken fuhr sies ich so stark sie konnte über den Unterarm. Kein Blut - natürlich nicht. Sie wiederholte es. Wieder und wieder und wieder, in einer Mischung aus Wut und Verzweiflung. Und dann war da das erste Blut. Sie hielt nicht inne, fuhr wieder drüber und jetzt schoss ein stechender Schmerz durch ihren Arm. Und nochmal und...
Und plötzlich wurde sie an dem blonden Haarschopf nach hinten gezerrt. Einige Strähnen rissen aus, sie schrie, das Plastikmesser zerbrach in ihrer Hand und fiel zu Boden. "Gegenstände aus der Mensa zu entfernen ist verboten! Weißt du das nicht, Hure?", grinste der Wärter sie brutal und perfers an, sein Faust noch immer um ihre Haare geschlossen, sie unbequem am Boden kniend und zu ihm aufsah. "Du willst wohl wirklich unbedingt Schmerzen haben, hm? Sehnst dich danach." Seine andere Hand packte an ihren Unterarm, der Daumen drückte tief in ihre frische Wunde. Sylvia keuchte auf, hielt mühsam das Wimmern zurück. Der Blick des Wärters war nun kalt und berechnend. "Nun. Du sollst jetzt bekommen was du verdienst." Er nickte zwei anderen zu,d ie angelaufen kamen, Sylvias Arme heftig auf den Rücken verdrehten und sie so plötzlich hochzerrten, dass sie praktisch keine Zeit hatte einen eigenen Stand zu finden und ihr Fuß umknickte. Diesmal schrie sie wirklich kurz auf, als ihre Knie einknickten und die Wärter sie mit einem Tritt zwischen ihre Beine wieder nach oben beförderten. Der erste Wärter wandte sich um: "UND WARUM ARBEITET IHR NICHT WEITER?!", brüllte er die anderen Isnassen an, während Sylvia nun humpelnd weggeführt wurde. Sie hatte keine Ahnung wohin. Ihren pochenden Arm spürte sie gar nicht. Doch sie wusste, diesmal... diesmal würde es ehftig werden.
Irgendeine Zellentür wurde geöffnet, wo sie hineingestoßen wurde. Es war pechschwarz, kein Licht. Einen AUgenblick lang dachte sylvia, sie wäre alleine hier reingeworfen worden, für eine Isolationshaft oder dergleichen. Doch dann hörte sie das Klatschen eines Schlagstocks auf eine geöffnete Hand. Langsam. Und Schritte auf sie zu. Die Wärter waren mit reingekommen. Einer holte Luft - Sylvia glaubte, er würde jetzt was sagen, doch in diesem Augenblick traf sie ein Armeestiefel mitten in den Bauch. Sie bekam keine Luft mehr. Den Mund zu einem stummen Schrei geöffnet, den niemand sehen, niemand hören konnte, krümmte sie sich zusammen, als ein Pfeifen ertönte und der Schlagstock seitlich gegen ihresn Schädel schlug. Es war kein fester Schlag. Aber genug dass die Haut aufplatzte, ihr ganzer Kiefer zu explodieren schien und sie Blut schmeckte. Sie schaffe einen kurzen, panischen Atemzug, da traf sie schon ein weiterer Stiefel in die Seite. Instinktiv rollte sie sich zusammen, zog die Knie vor den Bauch, die Arme über den Kopf in der Hoffnung alles weitere bestmöglich irgendwie abfedern zu können. "Man stiehlt keine Sachen aus den Räumen. Man hält sich an die Regeln.", dröhnte eine Stimme durch dei Dunkelheit, während ein weiterer Tritt den ihre Unterarme irgendwie abfangen konnten ihren ganzen Schädel dröhnen ließ - ihre eine Gesichtshälfts fühlte sich auf die doppelte Große angeschwollen an. Dann ein Lachen. "Was denn? Du wolltest doch Schmerzen, oder nicht? Du bekommst nur was du wolltest!" Erst da viel Sylvia auf wie laut sie schluchzte, wie sie bebte, während ihr ganzer Körper nur noch ums schiere Überleben kämpfte, die Prügel und Tritte die auf sie niederregneten abzufangen. Sie spürte wie eine Rippe brach, dann eine zweite. Jeder Atemzug tat stechend weh - und dann...
... dann endete es. Sie lag da in der Dunkelheit, hörte das Keuchen von Männern, ihr eigenes gebrochenes Wimmern. Dann ein Schnäuzen, wie jemand der sich die Nase nach getaner Arbeit rieb. Der Atem kam näher zu ihr. Er hatte sich hingehockt. "Also, Süße..." Finger berührten ihre Wunde am Kopf und ihr Schädel schien zu bersteh. Sie schrie, brüllte, ohne es überhaupt zu merken. Eine Hand drückte sich auf ihren Mund, schnürte ihr die Luft ab. In Panik zog sich ihr Bauchfell zusammen, sodass der Schmerz durch ihre Rippen fuhr. "...hast du deine Lektion gelernt? Wirst du nochmal etwas mitgehen lassen, das dir nicht gehört?"
Tränen liefen Sylvia über die Schläfen hinein in ihre Haare. Die Hand wurde von ihrem Mund genommen. "Nein.", schaffte sie es irgendwie zu flüstern.
"Und warum?"
"Weil es verboten ist."
Der Schlag der Ohrfeige schien den ganzen Raum auszufüllen, ihren ganzen Schädel zu spalten, wieder schrie sie, trampelte, wand sich - er hatte auf die verletzte Seite geschlagen. Sie hielt es nicht aus. Sie krümmte sich zusammen. Sie wollte einfach nur sterben. Der Wärter wartete, bis ihre Schreie leiser geworden waren, ehe er antwortete.
"Weil du jetzt weißt, dass wenn du wirklich Schmerzen willst, wir die bessere Variante sind als dein albernes Plastikmesserchen. Wir haben dir nur gegeben, was du doch so unbedingt wolltest, Süsse." Eine große Hand, dir ihr durch die blonden Haare strich. Dann Schritte nachdem er sich erhoben hatte. "Ihr übernehmt. Falls ihr noch was vorhabt, tut das. Sonst ab in die Zelle mit ihr. Oder Krankenstation, wenns gar nicht geht."
Ein kurzer Lichtstrahl als die Tür aufging - sie konnte nur einen großen Rücken in der Wärteruniform erkennen - dann schlug sie wieder zu. Der laute Klang verstummte abrupt. Der Beweis wie gut schallisoliert der Raum war. Niemand würde die ehemalige Krankenschwester gehört haben.
Stille. Dann kamen Schritte auf sie zu. Und ihre Angst stieg ins unermessliche.

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Re: Biloxi

von Sylvia am 03.04.2023 15:18

Offensichtlich hatte er dort schon länger gestanden. Andererseits hatte man ihre Stimme nachher wahrscheinlich eh im ganzen Haus gehört. Sie spürte, wie ihr eine leichte rosa Hitze in die Wangen aufstieg bei seinem Kompliment, doch ihr lecihtes, fast schüchternes Lächeln war ehrlich. Unter ihrem Verband spürte sie irgendwo ihre neue Wunde jucken, doch sie ignorierte es. "Danke.", sagte sie ehrlich zu ihm und setzte sich auf einen Hocker direkt an der Küchentheke, gemeinsam mit den Dosen aufgewärmter Raviolo. "Es ist lange her, dass ich das letzte Mal gesungen habe. Ich habe fast vergessen wie schön es ist. Und wie es... einem doch Hoffnung geben kann,d a wo keine mehr ist." Tatsächlich fühlte sies ich noch immer fast ein wenig im Rausch. ihre eigene Stimme sang in ihrem Kopf die Worte noch weiter, die sie eben immer und immer wiederholt hatte. I say its love.
"Oh, Gabeln." Kurz rutschte sie nochmal vom Hocker hinunter, holte aus einer Schublade zwei Gabeln und setzte sich dann wieder, wobei sie die eine Ezra reichte. "Lass es dir schmecken.", lächelte sie und nahm nun selbst den ersten Bissen heißer Raviolo - so heiß, dass sie erstmal hecheln musste, um sich nicht die Zunge zu verbrennen. Ihr Magen knurrte hörbar. Oh ja, shit. Sie hatte echt ewig mehr keine ganze richtige Mahlzeit gehabt. Das würde jetzt so richtig gut tun. Und jetzt merkte sie (abgesehen vom leisen Stöhnen der Zombies irgendwo draußen) wie unglaublich still es war. Die Musik fehlte ihr.
"Hast du in deinem früheren Leben eigentlich Musik gemacht? Oder irgendein Instrument gespielt?", fragte sie und sah zu ihrem Begleiter, während sie die Raviolo anpustete, ehe sie den zweiten Bissen in ihren Mund beförderte.

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Re: Mia & Sylvia ~ Pictures & Music, Universal Languages [Juni 2021]

von Sylvia am 29.03.2023 19:50

"Alles klar, dann mach ich das.", lächelte Sylvia beruhigend. Es war für sie wirklich kein Problem, eben beim Bootsverleih anzurufen und Tickets für eine Rundfahrt zu besorgen. Alleine schon, weil italienisch ebenfalls eine Muttersprache von ihr war. Und wenn sies ich ohnehin nach ihren eigenen Terminen richten sollte, machte die ganze Sache natürlich nur umso einfacher.
Kurz darauf kamen auch schon die Getränke und nach dem kleinen Schock, bemühte sich die Krankenschwester, ihre neue Bekanntschaft bestmöglich wieder zu beruhigen. Sie betrachtete, wie mias Finger über ihren Handrücken Kreise zog, ihr Herzschlag beschleunigte sich ein wenig. Sie schluckte. Jeden Augenblick rechnete sei damit, dass Mias Finger weiter hoch wandern würden, um ebenfalls über die feinen unzählbaren weißen Narben zu fahren, doch das geschah nicht. Sie blieb beim Handgelenk.
Als die Rothaarige dann begann zus prechen, sah Sylvia auf - auch wenn Mia das nicht tat, sondern stattdessen weiter auf ihre Hände sah, die sanft miteinander auf dem Tisch agierten. Irgendwie hoffte die Hobby-Sängerin, dass ihr Date tatsächlich nicht mehr auftauchen würde. Lieber verbrachte sie den Abend mit dieser Frau, als mit irgendeinem Internet-Dude, der sie beim ersten Date sitzen gelassen hatte (warum genau hatte sie siche igentlich nochmal so Hoffnungen gemacht?)
Bei Mias Worten begann Sylvia leicht zu lächeln. Sanft umfasste sie die Hand der anderen ohen dass ihr Lächeln abnahm. "Hey... danke für deine Ehrlichkeit. Aber seien wir ehrlich, wir sehen udn grade den ersten Abend und etwas Festes würde es so oder so nicht werden. Immerhin wohnst du in Schweden und ich in Italien. Das ist vielleicht doch etwas viel für eine Fernbeziehung." Ihr Lächeln wurde etwas breiter, sie nahm Mias Hand hoch, wie die einer Prinzessin und gab ihr einen Kuss auf den Handrücken. "Ganz davon abgesehen habe ich ohnehin kein sonderlich gutes Händchen was Beziehungen angeht, alsoo...." Sie zuckte mit den Schultern und trank einen weiteren Schluck ihres Cocktails. Eine Sache würde sie gleich aber nochmal nachfragen müssen - nur um ganz sicher zu sein und kein schlechtes Gewissen zu haben. Und das Sex rausfiel war natürlich auch schade, aber... tja. Sylvia war es gewohnt, sich anders zu behelfen..

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Re: Mia & Sylvia ~ Wenn der Zweck die Mittel heiligt [Triggerwarnung]

von Sylvia am 29.03.2023 10:15

Ich will doch nur, dass dir hier drin nichts passiert. Die Worte trafen. Sylvia hielt ihre Freundin ganz fest, ganz fest bei sich und versuchte die Tränen zurückzudrängen, die sich ihr aufzwingen wollten. Sie gab Mia einen sanften Kuss auf den Scheitel. Sie würde es ihr gerne erfüllen. Sie würde ihr den Wunsch so gerne erfüllen, so gerne das Versprechen geben, dass ihr heir drinnen nichts passieren würde. Doch es war eben ein Gefängnis. Sie saß hier wegen Mordes ein und ein Gefängnis war kein sicheres Pflaster. Also wie sollte, wir könnte sie Mia diese Sorgen nehmen? Die wahrheit war, dass es nicht ging - und genau das zerbrach Sylvias Herz gerade.
"Ich werde hier wieder rauskommen.", sagte sie also stattdessen leise. Es war fast nur ein Flüstern. "Ich verspreche es. Ich verspreche es dir." Sie legte ihren Kopf auf dem Ihrer Freundin ab, sie noch immer eng an sich haltend. Die Versprechen kamen bei ihr an. Sylvia konne nicht dagegen protestieren. Sie hätte nicht gedacht, dass Mia den Kontakt zu ihr halten wollen würd,e wenn sie die Wahrehit kannte - doch das Gegenteil war geschehen und es war zu wertvoll, als das Sylvia es gerade vons ich wegstoßen könnte. Viel zu wertvoll.
Der Kuss zog sich. Sie versanken in ihm. Sylvia legte eine Hand in Mias Nacken, intensivierte diese Augenblicke noch, bis plötzlich ein lautes Klopfen an der Tür ertönte, welches Sylvia zusammen- & zurückzucken ließ. Kaum eine Sekunde später shlug dei Tür auf und jemand vom Wachpersonal trat ein. "Die Besuchszeit ist um.", sagte er harsch. Sein auffordernder steinharter Blick auf Sylvia sprach Bände. Sylvia drückte nochmal Mias Hand. Ihr Herz schmerzte. "Ich schreib dir.", versprach sie. Und ruf dich an., fügte sie in Gedanken hinzu. Sie standa uf und schon war der Wächter auf sie zugetreten, verdrehte ihr die arme auf den Rücken und sie hörte das Zuschnappen des kalten Metalls, als es um ihre dünnen Handgelenke geschlossen wurde. Sie sah zu Mia. Gefesselt und in Gefängniskluft und konnte es kaum glauben, dass diese wirklich noch immer zu ihr hielt. Ich liebe dich., waren auch ihre Gedanken - doch aussprechen konnte sie es nicht. Die Angst - vor allem um ihre eigene Unfähigkeit - war zu groß. Und dann wurde sie ohnehin schon unsanft rausgezerrt. Zurück hinein in ihre Hölle. In ihren Alltag.

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Re: Biloxi

von Sylvia am 23.03.2023 17:02

"Alles klar. Bis gleich", nickty Sylv ia noch, ehe Ezra bereits den Raum verlassen hate und sie seine Schritte auf der Treppe nach oben hören konnte.
Allein der Geruch der Dosen über dem Feuer, welches sie problemlos im Kamin entzündet hatte, ließ ihr das Wasser im Mund zusammenlaufen. Natürlich würde der Rauch auch Zombies anlocken. Doch zum einen waren diese ohnehin schon da, und zum zweiten hatte die alte Hausbewohnerin ihr Heim gut genug gegen die unerwünschten Eindringlinge abgesichert, sodass sich Sylvia da keine weiteren Sorgen machte. Sobald die Dinger erkannt hatten, dass sie sic hier nichts leckeres würden holen können (und sobald der Duft des Essens wieder verklungen wäre) würden sie sich ohnehin wieder anderen Beschäftigungen widmen. Daran zweifelte die ehemalite Band-Sängerin nicht.
Während die Tortellini langsam warm wurden und die Soße flüssig, begann sie erst nur zu summen und schließlich richtig zu singen.


(Ende bitte ignorieren bzw. männliche Stimme wegdenken xD)

Sie verlor sich in dem Gesang, in ihrer Stimme. So lange keine Musik mehr. Was sie früher immer so beseelt hatte, ihr so viel in ihrem Leben gegeben ahtte. Sie hatte fast vergessen wie viel. Doch jetzt kam es zurück. Jetzt fühlte sie es wieder. Und es tat so gut.
Als sie zum Ende kam und die Tortellini warm waren, nahm sie die Handtücher neben sich um die heißen Dosen vom Feuer zu nehmen und erstmal auf dem Boden zu stellen. Als sie sich umdrehte konnte sie Ezra in der Tür sehen und zuckte zusammen. Wie lange hatte er dort schon gestanden. "Hey.", begrüßte sie ihn udn lächelte leicht. "Unser Essen ist warm." Sie holte Gabeln für sie beide und setzte sich dann im Schneidersitz auf den Boden, um es zu essen.

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Re: Biloxi

von Sylvia am 21.03.2023 15:31

Sylvias Gedankengänge waren denen Ezras ganz ähnlich,a ls dieser den Mann der alten toten dame ansprach. Sie hoffte, dass der unbekannte Senior kein allzu schreckliches Schicksal vor seinem Ableben gehabt hatte. Dass sie sich noch eine egeminsame Stütze hatten sein können. "Jetzt sind sie auf jeden fall wieder verint.", sagte Sylvia und lächelte leicht. Auch in diesen Gedanken fand man Trost. Wenn sie ihre Mutter in London finden sollte... tot... Sylvia würde sich auch darauf freuen, sie im Jenseits wieder zu sehen. Ihre Eltern. Und ihre Schwestern. Sie wollte nicht allein auf dieser kalten, düsteren dystopischen Welt zurückbleiben, in der es kaum noch Hoffnung gab. Dafür dass sie sich in ihrer Jugend mehrmals versucht hatte umzubringen, und dafür dass sie den Einbruch der Apokalypse selbst miterlebt hatte, hatte sies ich wirklich noch verdammt lange am Leben gehalten. Irgendwann würde auch für sie endlich der Zeitpunkt erreicht sein, an dem sie gehen konnte. Und auf diesen Zeitpunkt freute sich die blonde Sängerin.
Wegen der Tasche nickte Sylvia sofort. "Da habe ich oben mehrere gesehen. Ich kann sie gleich holen." Sie hatte Rucksäcke und auch Reisetaschen in den Kinderzimmern gesehen. Die würden sich am ehesten eignen - zumindest besser als der Koffer im Schlafzimmer.
Sylvia betrachtete die Ravioli, die Ezra ihnen aus den Essensvorräten raussuchte und nickte. "Klingt gut. Ich mach das Wasser warm und uns das Essen. Oben in den Kinderzimmern hab ich jeweils einen Rucksack gesehen, die könnten wir zum Transportieren verwenden."

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Re: Mia & Sylvia ~ Wenn der Zweck die Mittel heiligt [Triggerwarnung]

von Sylvia am 13.03.2023 12:15

Der Kuss zog sich in die Länge. Und er fühlte sich so richtig an, obwohl er doch objektiv betrachtet so falsch sein sollte. Mia hatte eine feste Freundin. Vielleicht eine offene Beziehung, aber dennoch war sie fest vergeben. Und sie war draußen, während Sylvia selbst eine verurteilte Mörderin geworden war. Womit hätte sie das Recht verdient, die Rothaarige bei sich halten und sie lieben zu durfen? Und dennoch konnte sie nicht anders. Sie konnte nicht anders, als ihre Lippen auf den warmen mias zu lassen. Sich in dem Kuss zu verlieren udn für einen Augenblick die Situation, den Ort, einfach alles zu vergessen.
Bis plötzlich harte Hände sie wegdrückten und die kleine schöne Blase mit einem Mal geplatzt wurde. Sylvias Herz schien ihr in der Kehle zu schlagen, und die Erinnerungen udn Eindrücke kamen zurück. Es war ein Fehler gewesen. Mia hatte eine Freundin. Sie war vergeben. Wollte sie wirklich zweimal in ihrem Leben den selben Fehler machen? Und dann auch noch bewusst??
Sylvia blieb sitzen, während Mia nahezu zurücksprang. Die Vorwürfe, die Sylvia auch sich selbst machte durch den Raum fluteten. Sie rollte leicht die Lippen, auf denen sie immer noch Mias zu spüren glaubte. Warum fühlte sich Falsches so gut an? Es tat weh, Mia so leiden zu sehen. Und Sylvia gab sich die Schuld dafür, bis... bis die mittlerweile auf dem Boden hockende Mia etwas sagte, was keinen Sinn ergab. Sylvia zog die Augenbrauen zusammen und versuchte irgendeinen Sinn, irgendeine Verbindung herzustellen. Sie werden dich für lesbisch halten. Nur wegen mir. Was hatte das mit dem Kuss und mit Mias Beziehung zu tun. Damit dass Sylvia sie hier gerade dazu verleitete Svea zu betrügen? was hatte...?
Und dann machte es Klick. "Oh Gott", flüsterte Sylvia, als der Groschen endlich gefallen war, sprang nun selbst rasch auf, ging zu Mia, ließ sich neben ihr auf dem Boden nieder und nahm sie fest in die Arme. "Ich bin pansexuell. Das war ich schon immer.", sagte sie ihr sanft und lächelte jetzt. Sie gab ihr einen Kuss auf die roten Haare, sie dabei immer noch an sich haltend. "Es ist ein Teil von mir, ganz unabhängig von dir, und ich versteckte das auch nicht. Du hast gar nichts gemackt, okay? Es ist alles gut. Es ist alles gut Mia." Sie hielt sie gan z fest - und wünschte sich, sie könnte Mia die Sorgen um sie irgendwie nehmen, irgendwie ihre Last etwas erleichtern...

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Re: Biloxi

von Sylvia am 12.03.2023 16:13

Sylvia trat näher, während sie Ezras Erklärung und Geschichte zu der verdeckten Leiche lauschte. Sie sah zurück zu dem weißen Lacken, unter welchem - wie sie nun wusste - das traurige Schicksal einer 70-Jährigen Dame lag. Sie musste bei Ezras letzten Worten unwillkürlich leicht Lächeln. "Ja, da hast du wohl Recht." Den Luxus, als er selbst zu sterben, hatten heutzutage nur noch die Wenigsten, würde sie behaupten. Immerhin dieses Geschenk hatte sie ihrem Vater machen können. Wenn man es denn als Geschenk sehen mochte. Sie spürte wie ihr Herz schwer wurde und verdrängte es. "Für ihr Alter hat sie dann noch echt lang durchgehalten.", merkte die ehemalite Krankenschwester stattdessen an und den Respekt in ihrer Stimme konnte man deutlich heraushören.
Sie sah wieder zu ihrer Begleitung hin und nickte, als dieser ihr von seinen Vorräts-Funden berichtete. "Ich habs gesehen. Hübsche Menge, das wird uns auf jeden Fall eine WEile über Wasser halten." Unterwegs konnten sie immer auch noch selbst was finden oder angeln - aber wenn sie eine größere wortwörtliche Durststrecke hätten, wären sie nun zumindest mit dem Nötigsten versorgt. Und das war echt viel wert.
Wieder nickte sie. "Essen klingt sehr gut.", stimmte sie zu und ging voran die Treppe wieder nach oben. "Oben war nicht viel. Ich habe lediglich Gras gefunden und was zum Rauchen. Und..." Sie zögerte, aber es könnte für mögliche selbstgebastelte Waffen wichtig sein. Daher seufzte sie und sagte (wenn auch etwas widerwillig) "...und Rasierklingen. Scharf." Sie betrat die Küche und besah sich die Eleltronik, was natürlich alles im Eimer war. Aber offenbar hatte die alte Dame umgeschaltet und den Kamin begonnen zum Kochen zu benutzen. Oder um Wasser heiß zu machen. Sie war wohl wirklich eine Überlebenskünstlerin gewesen und hätte es ohne ihr hohes Alter weit gebracht, selbst in dieser Zeit.

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Re: Death & Sylvia ~ You're Not Ready Yet {2007} | Triggerwarnung [FSK18]

von Sylvia am 07.03.2023 13:27

Noch immer sah Sylvia den Tod an und wusste nicht, was sie darauf antworten sollte. Ja, was hatte sie denn erwartet? Wenn sie ehrlich zusich war, dann... eigentlich gar nichts. Eigentlich hatte sie erwartet, dass sie einfach nur die Tabletten nehmen, sich auf dem Boden zusammenkugeln und sterben würde. Sie hatte nicht mit einer Erscheinung des Todes gerechnet, hatte eigentlich nie gänzlich daran geglaubt, trotz ihrer sonntäglichen Kirchenbesuche. Hier war aber der Beweis, oder? Spätestens jetzt würde sie auf alle Fälle glauben, dass da mehr war.
Das Gespräch, die Worte der jungen Frau, welche sich Sylvia als Tod vorgestellt hatte, brachten Zweifel in der Jugendlichen auf. Aber sie wollte nicht zweifeln. Sie wollte doch zu ihrer Schwester. Sie war sich so sicher gewesen!! Sie spürte, wie zusätzlich zu dem enormen Druck in ihrem Unterleib und den heranpreschenden Bauchkrämpfen nun auch noch Tränen in ihre Augen stiegen und ihren Kopf noch zusätzlich dröhnen und klingeln ließen. Sie dachte an die letzten Wochen, an die letzten Monate. An das Leben in diesem Haus seit Julia gestorben war. An ihr eigenes Leben. Die Nächte in denen sie die Leiche ihrer Schwester wieder und wieder fand. Die Tage im Unterricht wo sie sie sah. Wo jeder sie mit Samthandschuhen anfasste, wodurch sie jedes Mal nur noch mehr an Julias Tod erinnert wurde. An die Kerle die Witze darüber meinten reißen zu müssen. Ihr Ausraster. Schulleitern. Die stillen Stunden in ihrem Zimmer. Die Klinge die so süße kurze Erlösung versprach. "Ich kann das nicht mehr.", whisperte sie der Frau zu und sank nun hier und jetzt zu Boden. Ihre Knie gaben nach. Das Jenseits musste schön sein. Friedlich. Und ihre Schwester wäre da, oder? Sie würde dem ganzen hier entfliehen. "Ich kann das einfach nicht mehr..."
In ihrem Magen rumorte es heftig, Sylvia presste einen Arm auf ihren Magen, ihr Kopf dröhnte, heißes schien plötzlich ihre Hose zu füllen, Gestank breitete sich im Badezimmer aus.
"Alles okay?", rief plötzlich die Stimme ihrer Mutter. Panik durchflutete Sylvia. Kraftlos versuchte sie wegzukriechen, weg von der Tür, aber sie hatte keine Kraft mehr und eigentlich auch keinen Kopf mehr, die ganze Welt drehte sich, ihr war kotzübel. Hatte sie Geräusche gemacht als sie gestürzt war (warte... war sie nicht hinabgesunken?) - hatte die Todes-Erscheinung noch etwas gemacht?
Ihre Mutter war an der Tür. Sylvia konnte es nicht sehen - sie kam sich vor als wäre sie blind - aber die Schritte waren so laut, dass es einfach sein musste. Und dann ein Schrei. Und ein Schatten stürzte sich auf Sylvia. Wenn das jetzt der Tod war, endgültig... dann nahm sie ihn an...

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.07.2023 10:53.

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Re: Biloxi

von Sylvia am 05.03.2023 18:23

Nachdem Sylvia jedes Zimmer des Obergeschosses so genau wie es irgendmöglich war durchsucht hatte (jedoch nichts weiter nennenswertes fand), lief sie die Treppe wieder ins Erdgeschoss hinunter. Unter ihrer Jeansjacke spürte sie das Pochen des Schnittes, den sie sich zugefügt hatte. Ein sanfter lieber Freund, der sie daran erinnerte, dass sie noch lebte, dass sie noch kämpfte. Gott, es hatte echt gut getan.
Sie sah sich um auf der Suche nach Ezra. Im Wohnzimmer war er nicht - allerdings standen dort allerhand an Lebensmitteldosen und Wasserflaschen, die zuvor ganz sicher noch nicht so dort drapiert gewesen waren. "Wow, krass. Ezra.", murmelte sie beeindruckt, spähte in die verwüstete Küche wo nichts war und fand schließlich die Treppe, die hinunter in den Keller führte. "Ezra? Bist du da unten?", rief sie leise. Das Gerumpel nahm sie als bejahende Antwort und folgte den Geräuschen hinab in den muffig und staubig riechenden Keller. Am Fuß der Treppe hieß sie eine Decke willkommen die über einer Leiche lag. Sylvia erkannte es ohne Mühe. Sie war in ihrem früheren Leben Krankenschwester gewesen. Oft genug hatte sie die Decken über die Verschiedenen gezogen. Sie wusste wie das aussah. Es roch allerdings nicht nach Verwesung - ein Geruch, den man in dieser neuen Welt sehr schnell gelernt hatte zu erkennen. Sie konnte erst vor kurzem verstorben sein.
Endlich konnte sie in der Düsternis Ezra ausmachen. Sie trat zu ihm. "Hey - du warst ja echt erfolgreich, hab ich gesehen.", begrüßte sie ihn und nickte dann mit dem Kopf in Richtung der zugedeckten Leiche. "Der Bewohner des Hauses?", mutmaßte sie und warf noch einmal einen kurzen Blick dahin. In dieser Welt, in der sie lebten, hatte er oder sie jetzt mit Sicherheit den schönsten Pfad gewehlt. Ohne Kampf und ohne verbleibende Sorgen.

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