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Sylvia

35, Weiblich

FSK 18 Mensch gut pansexuell panromantisch Geübter erfunden Apokalypse

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Re: Mia & Sylvia ~ Wenn der Zweck die Mittel heiligt [Triggerwarnung]

von Sylvia am 12.05.2023 18:08

Im ersten Augenblick wusste Sylvia gnaz einfach nicht, was sie sagen sollte. Sie hielt Mia auf Abstand - weit genug, um ihr ins Gesicht und in die Augen blicken zu können. Sie hatten sich getrennt? Svea und sie hatten sich...
"Oh Mia...", flüsterte Sylvia und drückte sie erneut fest an sich. "Das tut mir so leid..." Sie wagte nicht nachzufragen, ob es wegen ihr war. Denn im Innersten... glaubte sie die Antwort darauf schon zu wissen. Das hatte sie nie gewollt. Von Anfang an hatte sie sich doch nie in Mias Beziehung einmischen und irgendetwas kaputt machen wollen. Und doch hatte sie genau das getan. Schon wieder.
Sie schluckte, ignorierte den Tisch und die Stühle die hier standen, sondern zog Mia mit sich an die Wand zu Boden, sodass sie sich direkt nebeneinander hocken konnten und sie Mia ganz nah bei sich in den Armen halten konnte. Leicht streichelte sie ihr seitlich am Hals entlang, über die Schulter, dann zurück, etwas durch die Haare, der Nacken. "Möchtest du darüber reden?", fragte Sylvia dann endlich und gab ihr einen sanften Kuss auf die Schläfe. Ihr Herz schlug so unendlich sehr für die Frau neben sic, dass es sogar wehtat. Wie gerne würde sie hire Lippen wieder auf die Mias drücken, sie küssen, so lange bis die Besuchtszeit um war und noch länger. Sie einfach immer ganz nah und gnaz eng bei sich behalten. Doch das war nicht möglich. Zu viel gab es, was sie besprechen, was sie bereden, was sie klären mussten.
Sylvia wusste, dass sie die Strafe verdient hatte. Diese Gefängnisstrafe. Doch Mia war tatsächlich der Grund, weswegen sie es a meisten bedauerte, gefasst worden zu sein...

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Re: Mia & Sylvia ~ Pictures & Music, Universal Languages [Juni 2021]

von Sylvia am 12.05.2023 17:57

Syvlia lächelte leicht. DIe Frau vor ihr war wirklich ein kleines Wunder. Allein schon wenn man bedachte, wie schnell und erfolgreich sie die in Sylvia angestauchte Wut grade einfach hatte verpuffen lassen. "Ja. Natürlich kann ich mich darauf einlassen.", meinte sie und musste unwillkürlich grade noch ein wenig breiter lächeln. "Bisher hatte ich kaum vernünftige Beziehungen, wenn überhaupt. Also warum nicht. Ich war mir... eben nur unsicher, ob ein Kuss bei euch nicht auch schon als Betrug zählt." Sylvia lächelte leicht, noch immer Mias Strähnen hinter ein Ohr streichend, gleichzeitig mit dem Daumen über ihre Wange fahrend. Sex und Küssen waren zwei unterschiedliche Dinge. Sylvia wusste nicht, wo die Grenze war und... sie musste da eben sichergehen. Sie wollte niemandem wehtun.
Sylvia zuckte mit den Schultern. Es war für die Krankenschwester ungewohnt, so unsicher zu sein. Zumindest für ihre Verhältnisse. "Es hätte ja sein können, dass du es nur gesagt hast, um diesen Typen loszuwerden.", meinte sie milde, gab Mia einen Kuss auf die Schläfe und verschränkte dann ihre Finger mit denen der anderen, während sie sich auf den Weg machten. Dabei spürte sie auch noch immer Mias Kuss auf ihrer Wange. Vielleicht ließ sich dieser Abend wirklich doch noch ein bisschen retten. Trotz der Sache mit Markus.
Nach der ersten Straße sah die Blonde zu ihrer rothaarigen Begleitung. "Wenn du übrigens etwas anderes trinken möchtest als Rosé ist das völlig in Ordnung! Ich bin offen." Ihr war nach etwas leichtem, leckeren - aber sie wollte Mia ganz sicher nichts aufdrängen.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.07.2023 10:58.

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Re: Biloxi

von Sylvia am 06.05.2023 18:42

Auch Sylvia musste erneut lachen. Es tat gut über so etwas simples und einfaches zu lachen, über so etwas belganloses Witze zu machen und herumzublödeln. Erst jetzt merkte sie, wie sehr ihr solche alltägliche Konversation wirklich gefehlt hatte. Der Mensch war wirklich ein Rudeltier. Und grade war sie dm Universum einfach nur endlos dankbar dafür, dass sie Ezra getroffen hatte. Es tat einfach nur gut in dieser grauen, gewaltvollen und gefährlichen Zeit.
Sie nickte bestätigend als er die Magie der Musik treffend und passend zusammenfasste. "Ja, ganz genau das. Sie entführt einen einfach. Und das finde ich etwas wundervolles. Vor allem ist Musik auch international. Es ist eine Sprache die jeder versteht, überall auf der Welt. Und das... das gibt es sonst nicht. Das kann nur Musik und das liebe ich so sehr daran." Und das hatte sie auch immer beobachten können, wenn sie als Kind ihren Vater bei Tourneen hatte begleiten durfen. Es war einfach wundersam es zu beobachten und Sylvia liebte die verschiedenen Kulturen. AUch wenn ihre Eirnnerungen daran sehr verschwommen waren. Sie war ein kleines Mädchen gewesen und es war lange, sehr lange her.
"Nein... mit dme ihr hat wohl niemand gerechnet."; murmelte sie zustimmend und sah sich um. DIe Apokalypse selbst. es gab Filme darüber, Verschwörungstheorien oder sonst was. Doch niemand hatte wohl je ernsthaft daran geglaubt, dass es wirklich so über die kommen würde. Es war einfach nur erschreckend.
Sie beobachtete, wie Ezra sich fertig machte. "Bis gleich.", lächelte sie leicht, sah noch wie er nach oben verschwand und hörte seine Schritte, bis er aus dem Fenster kletterte. Sie gähnte, schnappte sich eine Decke und rollte sich auf dem Sofa im Wohnzimmer zusammen. Sie nahm extra nicht das Bett. Richtig schlafen würde sie erst, wenn Ezra wieder da war. Bis dahin würde sie etwas dösen und vor allem auf ihre Umgebung lauschen, ob sie irgendetwas ungewöhnliches hören würde...

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Re: Biloxi

von Sylvia am 02.05.2023 19:54

Unwillkürlich musste Sylvia laut lachen, als Kiran meinte, dass seine Dusche zumindest sich nie über seinen Gesang beschwert habe. "Also keine zerbrochenen Scheiben, die deinem Gesang entkommen wollten?", fasste sie die Aussage noch immer etwas ehrlich lachend zusammen und grinste ihn breit an. So etwas hatte ihr echt gefehlt, fie lihr plötzlich auf. Einfache Konversation, mit einfacher Gesellschaft. Etwas gemiensam erzählen, etwas herumblödeön. Einfach so etwas... normales. Grade merkte sie so stark wie seit ihrer Jugend nicht mehr, dass der Mensch wirklich ein soziales Tier war. Und auch warum. Noch länger in der EInsamkeit, und vielleicht wäre sie ja wirklich noch verrückt geworden. Ausschließen würde sie es zumindest nicht.
Sie lächelte leicht und zuckte mit den Schultern, als Ezra sie für ihre Instrumente lobte. "Wenn man in einem Musiker-Haushalt groß wird geht es fast schon nicht anders. Ich liebe es. Als ich in die Schule kam und die meisten meiner Mitschüler kein Instruent spielen konnten, war ich echt geschockt, weil ich mir das so gar nicht vorstellen konnte." Sie lachte leicht und schüttelte den Kopf. Wehmut überkam sie. "Es war wirklich eine andere Zeit." Und es würde nie wieder so werden. Zumindest konnte sie es sich nich vorstellen, wie je wieder normales Leben möglich sein sollte. Sollte die Menschheit überleben, dann vielleicht irgendwann in einigen Jahrhunderten wieder. Aber sie würde es ganz gewiss nicht mehr erleben. Und die Generation nach ihr bestimmt auch nicht. Es war... einfach nur tragisch.
Auch Sylvia legte endlich ihren Löffel beiseite. Die Dose war noch halb voll, aber das war nicht schlimm. Sie hob sich den Rest für später auf. Für den Moment war sie satt. Bei seinem Vorschlag nickte sie. "In Ordnung. Pass auf dich auf. Und wenn du wiederkommst, kannst du mir dann von deiner Kindheit erzählen, ehe wir schlafen gehen." Sie hatte lange nicht mehr mehrere Sunden am Stück durchgeschlafen -einfach weil ihr der sihcere Platz fehlte. Doch hier schien es so sicher wie möglich zu sein und vielleicht würde sie dann wirklich ja mal etwas mehr als nur 2-3 Stunden Schlaf finden. Ihr Körper könnte es zumindest definitiv gebrauchen.

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Re: Mia & Sylvia ~ Pictures & Music, Universal Languages [Juni 2021]

von Sylvia am 02.05.2023 19:30

Sylvias Gedanken fuhren Achterbahn. Tausende Gefühle und Gedanken kämpften in ihr. Vorherrschend Wut, Trauer und Angst. Und sie musste es rauslassen. Irgendwie musste sie ihre Gedanken rauslassen, doch noch ehe sie den Mund hatte öffnen können, um Mia irgendetwas von ihren Gedanken mitteilen zu lassen, da lagen Mias Lippen einen Moment später schon auf den ihren, und alle negativen Emotionen verpufften irgendwo ins nirgendwo. Ihr Herz begann der Sängerin und Krankenschwester irgendwo im Hals zu schlagen. Sie hob eine Hand, legte diese in Mias Nacken und erwiderte den Kuss. Sie konnte kaum glauben, dass dies grade tatsächlich passierte. dDass dies grade tatsächlich der Wahrheit entsprechen sollte. Doch dann besann sie sich wieder und entzog sich bestimmt, aber sanft, Mias Griff. Mit dem Daumen strich sie ihr über die WAnge und anschließend eine rote Strähne hinter das Ohr. "Du hast eine Beziehung."; erinnerte sie sowohlMia, als auch sich selbst. "Ist das... wirklich in Ordnung?" Sie kannte sich mit offenen Beziehungen (und Beziehungen im Allgemeinen) wirklich nicht aus, und das letzte was sie wollte war auch noch für Drama in Mias Leben zu sorgen.
Sie verschränkte ihre Hand mit der der Rothaarigen. "Den Vorschlag zu dir ins Hotelzimmer fand ich übrigens gut, wenn du das immer noch willst. Wollen wir uns unterwegs dann noch einen Rosé dazuholen? In die Bar werde ich nach der Aktion wohl erstmal nicht wieder auftauchen können." Es war ihr mehr als nur unangenehm, was für eine Szene sie dort gemacht hatte. "Und-" doch sie brach ab. Sie brachte es nicht über sich Mia von der der Drohung zu erzählen, die Marcus ihr am Ende noch ins Ohr geflüstert hatte. In nächster Zeit würde sie wohl vorsichtshalber nur noch mit Pfefferspray und der Polizeinummer auf der Schnellwähl-Taste durch die nächtlichen Straßen laufen.

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Re: Mia & Sylvia ~ Wenn der Zweck die Mittel heiligt [Triggerwarnung]

von Sylvia am 25.04.2023 14:44

In ihren Armen spürte sie Sylvia zittern. Am ganzen Körper schien die Rothaarige sogar zu zittern, so sehr dass Sylvia glaubte, Mia müsste Probleme damit haben, noch auf eigenen Füßen zu stehen. Und so löste sie die Umarmung nicht, im Gegenteil, hielt sie einfach noch fester, vergrub ihr Gesicht in Mias Halsbeuge und war einfach nur froh, so unendlich froh, dass die Schwedin tatsächlich zum zweiten Mal da war. Zum zweiten Mal extra nur wegen ihr nach England angereist war. Es gab so viel zu erzählen, so viel zu besprechen, aber Sylvia war außer Stande Mia jetzt loszulassen. Hielt sie einfach immer weiter und weiter an sich gedrückt.
Ihr Herz hüpfte, als sie Mias Worte vernahm, ihr Atem stockte kurz. Und ohne großartig darüber nachzudenken, nahm sie Mias Kopf in ihre Hände und legte ihre Lippen auf die der Anderen. Erst nur ein oberflächlicher Kuss, dann jedoch öffnete sie die Lippen leicht, um ihre Zunge kurz mit der Mias tanzen zu lassen. Sie schmeckte nach Kaugummi. Und dann erst löste sie sich endlich wieder, sah der Rothaarigen in die Augen, strich lächelnd eine Träne weg, die sich die Wange hinunter verirrt zu haben schien. "Und ich liebe dich.", whisperte sie und glaubte nicht, dass sie diese Worte grade tatsächlich aussprach. "Vielleicht habe ich das sogar schon immer getan. Von Anfang an. Ich... fuck.", sie lächelte leicht und zog Mia erneut in eine feste - diesmal aber bedeutend kürzere - Umarmung. "Ich hab hier echt jeden Tag an dich gedacht."

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.05.2023 18:00.

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Re: Mia & Sylvia ~ Pictures & Music, Universal Languages [Juni 2021]

von Sylvia am 25.04.2023 12:31

Die Situation war ihre infach nur von oben bis unten unangenehm. Ein Teil von ihr hasste die Tatsache, dass er doch tatsächlich gekommen war und er einfach nur die Zeiten vertauscht hatte. Dieser Teil stellte sich vor, was gewesen wäre, wenn er püntklich gekommen wäre. Wie das Date mit ihm wohl dann verlaufen wäre. Doch der andere Teil von ihr erkannte seinen Blick. Erkannte worauf er aus war. Und das machte sie wütend. Sie hatte solche Scheiße einfach nur schon zu oft durch. Viel zu oft. War es für die Kerle denn wirklich so schwer zu begreifen, dass sie eben nicht nur das eine wollte, sondern mehr??
Die Finger Mias aus ihren bernnenden Wangen taten gut, auch wenn sie leider nichts gegen die Tränen helfen konnten, die sie (noch) erfolgreich unterdrückte. Warum musste das Leben so kompliziert sein? Warum musste der Kerl, mit dem sie sich auf einen schönen Abend gefreut haben, jetzt kommen um ihren schön gewordenen Abend zu ruinieren?
Sie hörte Mias Worte, wünschte sich nichts mehr als Ja zu sagen und hatte den Mund bereits geöffnet, doch da kam Marcus ihr zuvor. "Beh, sembra che ti serva un uomo forte con un grande amico, eh?*" Seine Stimme war flirtend, sein Blick funkelte. Und als er es tatsächlich wagte zu sagen: "Lasciatemi venire con voi.**" und sich ungefragt bei ihr einhakte, brannten endgültig alle Sicherungen bei ihr durch und ihre Hand landete mit einem lauten Klatschen auf seiner Wange. Jäh waren alle im Café mucksmäuschen still. Ein roter Handabdruck begann sich von seiner gebräunten Haut abzuheben.
"Non volevi altro che fare sesso con me fin dall'inizio, vero?!***", schrie sie ihn an. Mit großen Schritten war sie bei ihrer Tasche, hatte ihren Geldbeutel aus der Tasche gezogen, knallte genug Geld für sich und Mia auf die Theke. Sie sah zu Marcus. "Stronzo!****"
Sie fasste Mia an der Hand um sie nach draußen zu ziehen, doch sie war noch keinen Schritt weit gekommen, da packte Marcus fest ihren Oberarm - so sehr dass es wehtat - zog sie zu sich und flüsterte ihr ins Ohr. "Ve ne pentirete. Ti prenderò, tesoro.*****"
Sie riss sich endgültig von ihm los, packte Mias Hand noch fester und zog sie mit den Worten "Komm, wir gehen.", aus der Bar. Draußen war sie fast im Laufschritt und erst zwei Straßenecken weiter blieb sie stehen um tief durchzuatmen. Sie sah zu Mia. "Entschuldige. Ehrlich.", sagte sie dann endlich und seufzte. "Er hatte eigentlich mein Date für heute Abend sein sollen, aber er war nicht aufgetaucht. Bis eben. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass es kein Date wurde. Er war eh nur aufs Eine aus." Sie versuchte sich an einem Lächeln (unwahrschenilich dass man es ihr abkaufte) und zuckte mit den Schultern. Sie und Beziehungen würden eben immer ein beschissenes Thema sein. Sie fragte sich, warum sie überhaupt etwas anderes erwartet hatte.


*Na, das klingt doch, als könntet ihr dort einen starken Mann mit großem Freund gut gebrauchen, hm?
**Lasst mich mitkommen.
***Du wolltest von Anfang nichts anderes als Sex mit mir, oder?
****Arschloch!
*****Das wirst du bereuen. Ich krieg dich noch, Süße.

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Re: Mia & Sylvia ~ Wenn der Zweck die Mittel heiligt [Triggerwarnung]

von Sylvia am 11.04.2023 12:46

Die Zeit im Knast kroch dahin, ohne dass man bemerkte, wie sie verging. Sylvia stumpfte ab. Sie erledigte ihre Aufgaben, den immer gleichen Trott. Ging den schlimmen aus dem Weg, erduldete was auch immer von den anderen und veruschte sich ansonsten einfach um nichts und niemanden zu kümmern. Sie fühlte sich ausgebrannt. Es war anstrengend und das Leben draußen - hinter den Mauern - rückte langsam aber siche rin Vergessenheit. Noch immer hatte sie fast jede Nacht Alpträume vom Mord an Jeremy Ellis. Manchmal tötete sie auch andere, nich ihn. Manchmal träumte sie auch von dem Vorfall in der Isolationszelle. Einmal hatte Sylvia gewagt bei einer anderen Wache den Mund aufzumachen. Sich darüber zu beschweren. Es war keine gute Idee gewesen.
Immerhin waren die Schläge und Verletzungen die sie abbekam, weniger geworden - hauptsächlich weils ie gelernt hatte, sich anzupassen. Nicht aufzufallen. Das schien der Trick im Gefängnis zu sein. einfach so wenig auffallen wie möglich. Einfach in der Masse der Häftlinge untergehen. Da bekam man zwar immer noch genügend Probleme an den Hals, aber nichts, was man nicht bewältigen könnte.
Regelmäßig kamen ihre eltern noch immer zu Besuch. Ihre stütze aus der realen Welt. Es schien ihnen besser zu gehen. Und sie telefonierte auch regelmäßig mit Mia. Diese beiden Dinge... ihr einziger Kontakt zur Außenwelt. Sie informierten sie grob über das Geschehen aber im Grunde genommen... war sie abgeschnitten.
Aber heute war ein anderer Tag. Sylvia saß auf der Pritschte in ihrer Zelle und betrachtete ihre Hände. Hier und da etwas aufgeschlagen, rau und vernarbt, aber noch ihre Hände, als sich die Tür öffnete. Heute beuschten nich ihre eltern sie. Heute käme Mia wieder. Sie hatten es abgesprochen bei ihrem Telefonat. Und Sylvia hatte sich so sehr nach ihr gesehnt. So unendlich sehr. Es gab keinen Tag, an welchem sie nicht an Mia dachte - und einfach nur hoffte und betete, dass es ihr gut ging. Sie stand auf und tastete nach der großen rosa Narbe in ihrem Gesicht. Sie war noch immer überempfindlich und zog sich von ihrem rechten Ohr über den Wangenknochen. Da es eine Platzwunde gewesen war und man sie doch erst nach 2 Tagen als es sich infizierte in die Krankenstation gebracht hatte, war es nicht sonderlich schön oder sauber verheilt - obwohl Sylvia ihr möglichstes getan hatte, sie sauber zu halten. Die anderen Brüche in ihrem Körper - Rippe, Nase, Hand- waren geheilt, ebenso die etlichen Verstauchungen (sie hatte wochen nur Brei essen und das Brot nur lutschen können bei dem Erguss in ihrem Kiefer und war eine ganze Weile wegen verstauchtem Knöchels gehumpelt). Aber zumindest hatte es tatsächlich dazu geführt, dass sie mit der Selbstverletzung aufgehört hatte und die Narben an ihren Handgelenken und Armen waren wieder vollständig verheilt. Nur eben um noch ein paar kleine weiße Narben reicher.
Ihr wurden die Handschellen umgelegt und sie wurde in den Raum geführt. Sie hatte Mia nichts von dem Vorfall berichtet. Sie hatte es einfach nicht über sich gebracht. Dei fotografin machte sich ohnehin schon viel zu viele Gedanken, viel zu viele Sorgen. Da hatte sie sie nicht noch zufällig beunruhigen wollen.
"Da sind wir." Er öffnete die Tür zum Besuchsraum, nahm ihr die Handschellen ab und ließ sie hinein.
Und da stand sie. Mia. Schmal, rote Haare, die großen Augen. "Mia...", stieß Sylvia in einem fast sehnsüchtigen Flüstern aus, hatte im Laufschritt die letzten Meter durchquert, schloss sie fest in die Arme und sog tief ihren Duft ein. Sie wollte sie nie mehr loslassen, einfach nie mehr loslassen...

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Re: Mia & Sylvia ~ Pictures & Music, Universal Languages [Juni 2021]

von Sylvia am 11.04.2023 10:23

Sylvia entging es nicht, dass sich Mias Wangen rot verfärbten und ihr offenbar die Hitze ins Gescht gekrochen war. Es sah irgendwie süß aus und Sylvia war tatsächlich überrascht, dass sie eine solche Wirkung anscheinend auf andere haben konnte. Damit hatte sie echt nicht gerechnet bei ihrem Glück was das Liebesleben anging.
Wieder lächelte sie ehrlich und freute sich mit kleinem hüpfenden Herzen sehr über Mias Kompliment. "Ganz sicher nichts so süß wie du.", grinste sie und musste sogleich leicht Lachen, weil das vielleicht etwas übers Ziel hinausgeschissen war. Erst Recht bei einem ersten spontanen ungeplanten Abend-Treff, der eigentlich nicht als Date beabsichtigt gewesen war. Zumindest mit ihr. Wobei Sylvia sich da jetzt absolut nicht beschweren wollte.
Neue Musik begann zu spielen, Sylvia trank ebenfalls von ihrem Glas. Sie liebte diesen Cocktail einfach. Mit der Einladung zum Tanzen hatte sie nicht im mindesten gerechnet. Aber noch ehe sie darüber nachdenken konnte, nickte sie und nahm Mias Hand. "Sehr gerne doch. Erst Recht mit einer so guten Tanzpartnerin." Sie grinste, zog Mia mit sich auf die Tanzfläche und begann sich zu drehen. Sie versank in der Musik, legte die Arme um sie und ließ sich einfach von den Tönen leiten und ziehen - von ihnen, ebenso wie der Frau vor ihr. Die roten Haare, das Licht welches mit ihrer Haut spielte, der dünne Körper der sich so elegant bewegte. Fuck, sie war wirklich großartig und Sylvia musste sich eingstehen, dass sie Mia nur zu gerne mit zu sich genommen hätte - doch sie hatte die Asexualität Mias im Kopf, ebenso wie die offene Beziehung. Sie wusste nicht wie 'offen' es war und so wäre sie definitiv nicht, die erste Schritte unternehmen würde. Sie wollte Mia zu nichts drängen, was nachher als Betruf aufgefasst würde. Nein, definitiv nicht. So sehr sie es auch vielleicht wollte.
Und plötzlich schloss sich eine Hand um Sylvias Oberarm und zog sie beiseite. "Sylvia?!" Sie blinzelte und sah zu dem Typen hoch. Sie hatte ihn bisher nicht in echt gesehen - doch er sah aus wie auf seinem Profilbild. Trommelwirbel: es war ihr 'Date'. Sein Blick ging zwischen Mia und Sylvia hin und her. "Cosa sta succedendo qui?!*"
"Sei in ritardo. La mia esibizione è avvenuta molto tempo fa.**", erwiderte Sylvia mit kalter Schulter und wandte ihm den Rücken zu. Sie hatte sich damit abgefunden, dass er nicht aufgetaucht war und jetzt brauchte er auch nicht mehr ankommen.
"Cosa? C'era scritto alle dieci!***"
"No. No, c'era scritto alle otto.****" Sie sah ihn dabei noch nichtmal richtig an. Sie spürte wie die Blicke aller Umstehenden auf sie gerichtet waren und spürte wie sie rot anlief. Großartig. Wirklich, das lief ja wieder großartig.
Ihr 'Date' - sein Name war übrigens Marcus - schien nachzudenken. Dann zuckte er mit den Schultern. "Beh... Mi dispiace di aver confuso gli orari. Maaa-" Er legte einen Arm um sie. "-potete ancora salvare la serata." Nun sah er zu Mia. "Naturalmente anche a tre, se è questo il vostro desiderio.*****" Sein Lächeln, dass ihr online freundlich und verständnisvoll vorgekommen war, wirkte jetzt einfach nur noch schmierig. Sylvias Gesicht brannte. Sie trat zurück, entzog sich so seinem Arm. Loch tue dich auf., dachte sie. Wollte einfach nur noch fliehen aus dieser Situation.



*Was geht denn hier ab?!
**Du bist zu spät. Mein Auftritt war schon lange.
***Was? Es hieß doch zehn Uhr!
****Nein. Nein, es hieß acht Uhr.
*****Tja. Tut mir leid, dass ich die Zeiten vertauscht hab. Aaaber- den Abend kann man ja noch retten. Natürlich auch zu dritt, wenn das dein Wunsch ist

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Re: Biloxi

von Sylvia am 08.04.2023 17:50

Sie lächelte leicht. "Naja. Angefangen ist relativ. Das grade ist das... Erste mal seit langem, dass ich mal wieder gesungen habe.", gestand sie und zuckte mit den Schultern. "Es ist schon seltsam. Früher hätte ich mir niemals ein Leben ohne Musik vorstellen können. Und heute... kämpft man Tag für Tag ums Überleben und es gerät fast schon in Vergessenheit. Dabei war es mal meine anze Leidenschaft gewesen." Sie schüttelte leicht den Kopf und widmete sich nun ebenfalls den heißen Ravioli, dir einfach nur göttlich schmeckten, nachdem sie sich so lange Zeit nur von Fisch und irgendwelchen Knäckebroten oder sonst was ernährt hatte. Genau wie Ezra aß sie ganz langsam, kaute auf jeder Nudel lange und sorgsam, ehe sie die nächste nahm. So wurde man zum einen schneller satt - was wichtig war, damit die Vorräte nicht so schnells chrumpften - und zum anderen kostete man das essen auch mehr aus.
Sie lächelte, als er von seiner Kindheit berichtete und wie er sich ausprobiert hatte. "Wer weiß,v ielleicht hast du ja sogar eine schöne Dusch-Singstimme.", meinte sie mit einem ehrlichen Lächeln und stupste ihn leicht an.
Bei der Gegenfrage kaute sie kurz ihre Nudel zu Ende und schluckte sie herunter, ehe sie antwortete. "Ich bin in einer Musikerfamilie praktisch groß geworden. Mein... mein Dad war ein berühmter Dirigent, der mit seinen Orchestern um die ganze Welt gereist ist. Ich habe von kleinauf also Instrumente gelernt - am liebsten waren mir Gitarre, Klavier, Saxofon und Querflöte. Meine Schwestern haben natürlich ebenfalls Instreuemte gespielt. Wir ahtten oft auch so Familien-Jamm-Sessions und so, es war... toll." Sie spürte dass ihr Tränen in die Augen kamen, wischte sie weg, lächelte und nickte. "Wir hatten eine wirklich schöne Kindheit. Eine glückliche Kindheit."

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