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Re: London [England]
von Sylvia am 03.08.2023 13:51Sylvia dachte nichts dabei. Sie hörte nichts als das Rauschen der Blätter und irgendwo das Knacken eines Astes, was aber grade bei starken Wind durchaus mal passieren konnte. Die Krankenschwester war noch nie ein sonderlich schreckhafter Mensch gewesen. Dann jedoch glaubte sie aus den Augenwinkeln eine Art Schemen oder Schatten zu sehen. Etwas was wie ein durch die Luft sausendes Schwert klang, was aber natürlich albern war. Einen Moment starrte Sylvia hoch in die Bäume, von wo aus sie glaubte die Geräusche gehört zu haben. Dann schüttelte sie leicht den Kopf und wandte sich nach vorne, wo sie jetzt eine Frau auf dem Boden knien sah.
Sofort sprang ihr Helfer-Instinkt an und sie trat auf die Fremde zu. Dicke runenähnliche Tätowierungen bedeckten ihren Körper. Sie sahen gut aus und instinktiv fragte Sylvia sich, ob die Fremde wohl eine Archäologin war.
"Entschuldigung?", sprach Sylvia sie vorsichtig an und lächelte leicht. Ob die Fremde sich wohl denken konnte, dass sie ein grade entlassender Häftling war? So viele Leute liefen hier gewöhnlich bestimmt nicht rum. Vor allem nicht allein. "Ist alles in Ordnung bei Ihnen?" Automatisch scannten ihre Augen die Frau schon ab, ob sie womöglich irgendwo Verletzungen sah, doch das einzige war etwas Staub an der Hose und den Handflächen vom Weg - wirklich nichts allzu tragisches.
Werd ja nicht paranoid, Sylvia, warnte sie sich selbst und schüttelte minimal den Kopf, um wieder zu sich zu kommen. Es würde ohnehin seltsam werden. Sie hatte noch keine Ahnung, was sie jetzt eigentlich mich sich anfangen wollte...


Long I have wandered, weary and waiting, for something to shake me and laugh to begin.
~aus Sylvias Song "This Angel"
Re: Biloxi
von Sylvia am 01.08.2023 11:46Der Schlaf tat wirklich gut. Sie hatte Angst Alpträume zu haben. Alpträume von den Zombies, von der apokalyptischen Welt, vom Tod ihres Vaters. Doch stattdessen träumte sie von der Welt, die noch heil gewesen war. Sie träumte von gemeinemsan Frühstück, zusammen mit ihren Eltern und ihren Schwestern. Sie lachten über dumme Witze, waren iN Freizeitparks, wo plötzlich eine Bühne war und sie alle gemeinsam einen Gig spielten, für den ihre Mutter sie ansagte, mit einem stolzen Läächeln. Es war ein schöner Traum, ein warmer Traum, ein behaglicher Traum. Ein Traum, der sich wie ehimat anfühlte, der halb auf englisch, halb auf italienisch ablief.
Und dann weckte sie ein leises Klappern auf. Sie schreckte aus dem Schlaf hoch, die Decke rutschte von ihren Schultern, und ihr Herz raste wie wild. Hektisch sah sie sich um und brauchte einige Augenblicke um zu begreifen und sich daran zu erinnern, wo sie waren. Sie konnte Ezra in der Küche stehen sehen, holte teif Luft ums ich zu beruhigen und fuhr sich mit den Händen über das Gesicht. Mühselig hievte sies cih auf die Beine und trat zu ihm hinüber. "Was würde man nicht für einen Kaffee geben, hm?", meinte sie mit einen schwachen lächeln und fügte hinzu: "Guten Morgen." Sie unterdrückte ein Gähnen und fuhr sich mtie ienr Hand durch ihre blonden Locken.
"Ich würde als Alternative ja einen Tee anbieten, aber dann müssten wir das Feuer schüren und das würde die Zombies nur wieder anlocken. Unpraktisch wenn wir ja nachher los wollen und diese sichere Basis verlassen. Hast du gut geschlafen?" Noch immer mit recht müden Augen, aber langsam wacher werdens setzte sie sich auf einen Hocker. Gleich etwas von den Resten von gestern essen, um ihre Energie weiter aufzutanken. Sie fragte scih wie lange sei wohl geschlafen haben mochte. Definitiv am längsten, seit dem Vulkanausbruch. Und es hatte höllisch gut getan - aber sie zugleich irgendwie auch erschöpft. Bewegung und die frische Luft nachher würden sie schon endgültig wach machen.


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~aus Sylvias Song "This Angel"
Re: London [England]
von Sylvia am 12.07.2023 09:35Anfang Kadira & Sylvia || Triggerwarnung SVV
Tief sog Sylvia die frische Luft ein, während sie hinter sich hörte, wie sich die lauten metallischen Schiebetüren des Gefängnisses schlossen. Die Augen hatte sie geschlossen, atmete tief und ruhig. Ein und aus. Ein und aus.
Acht Monate. Die letzten acht Monate hatte sie hinter diesen Gittern verbracht, hinter diesen Mauern. Verbrechen: Mord aus Notwehr. Sie konnte es immer noch nicht glauben, dass ihr Anwalt das tatsächlich so durchgebracht hatte und in ihr war auch eine unerstickbare Stimme des schlechten Gewissens, die ihr einflüsterte, dass das nicht richtig war, dass es nicht die Wahrheit sei. Dass sie bei der Wahrheit hätte bleiben sollen. Aber... sie konnte ihrem Anwalt nicht vorwerfen dass er seinen Job sehr gut gemacht hatte. Und wer wollte bitte schon länger als nötig ins Gefängnis? Abgesehen davon war es ja nicht so, als würde sie den Mord bereuen. Oh nein. Nein, nicht im mindesten. Es war gut, dass der Wixer tot war.
Ihre Fäuste ballten und öffneten sich, ballten und öffneten sich. Immer wieder und wieder. Ihre Arme pochten leicht bei manchen der offenen Verletzungen. Sie hatte mit der Selbstverletzung wieder angefangen, sodass zwischen all den feinen, sehr alten weißen Narben wieder etliche neue rote zu sehen waren. Im Gefängnis war es oft schwer das umzusetzen. Statt der Schnittwunden hatte man eher diverse Blessuren, Prellungen und hier und da vllt Knochenbrüche. Auch Sylvias Körper war noch grün und blau an manchen Stellen, aber das würde alles verheilen. Und die Selbstverletzung würde jetzt auch wieder einfacher gehen. Sie wusste, so sollte sie nicht denken. Aber hatte sie es nicht verdient, wo sie doch für eine Notwehr bestraft worden war, die gar keine Notwehr gewesen war?
Sie schüttelte leicht den Kopf, öffnete die Augen und setzte sich in Bewegung. Es war Herbst, der Wind wehte angenehm durch ihre blonden Locken. Erstmal weg hier. Am Besten zu ihren Eltern. Ihr Bewährungshelfer würde klären, wann und unter welchen Auflagen sie wieder zurück nach Italien könnte - immerhin hatte sie noch ein Jahr Bewährung vor sich.
Aber es würde schon alles werden. Irgendwie würde alles werden.
Und so, völlig in Gedanken versunken, schritt die ehemalige Krankenschwester und Bandsängerin, die vor etwa einem Jahr einen berüchtigten Serienkiller der aus dem Gefängnis ausgebrochen war umgebracht hatte, an der leise rauschenden Baum-Allee entlang, ohne wirklich etwas von ihrer Umgebung aufzunehmen...


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~aus Sylvias Song "This Angel"
London [England]
von Sylvia am 12.07.2023 09:13
Quelle: GuideLondon


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Re: Death & Sylvia ~ You're Not Ready Yet {2007} | Triggerwarnung [FSK18]
von Sylvia am 07.07.2023 15:15*** Zeitsprung: September 2008 ***
Viele Monate waren vergangen.
Nach ihrem ersten Versuch hatte es nicht aufgehört. Nachdem Sylvia im Krankenhaus mit ausgepmpten Magen neben ihren verweinten Eltern und ihrer wie eine Leiche aussehenden schwester erwacht war, hatet sie sich tatsächlich an ihre Begegnung mit dem Tod erinnert. So glasklar als wäre es wirklich gewesen. Und eine Weile lang ging sie das Gespräch, welches sie mit der dunklen Frau gesprochen hatte, auch immer und immer wiede rim Kopf durch. Doch schon bald wurde dies durch den Alltag, die Schuld, das Entsetzen und die Alpträume an den Tod ihrer Schwester Julia ersetzt - und die Ungerechtigkeit, mit welcher diese aus der Welt gerissen worden war. Es wurde nicht besser, nein, es wurde wieder schlimmer. So viel schlimmer. Und nachdem etliche neue Wunden den Platz auf ihrem Körper gefundne und sich zu den bereits gebildeten Narben gesellt hatten, war es soweit. Sie konnte, sie wollte nicht mehr. Das Weihnachtsfest das kommen sollte - insbesondere der Gedanke, dass ihre Schwester, würde sie noch leben, jetzt mit Baby bei ihnen säße - war zu viel. Im Dezember 2007 kaufte sich Sylvia ein Seil. Sie kletterte in ihrem Zimmer auf ein Stuhl, schlang das Seil um den stabilen Vosprung von ihrem Schrank und trat den stuhl unter sich weg. Doch bevor sie endgültig das Bewusstsein verlieren konnte, schaffte Nici es - die das Rumpeln gehört hatte - ihre Tür aufzubrechen und sie herunter zu holen. Dieses Mal war ihr der Tod nicht erschienen. Vielleicht war es zu schnell gegangen. Vielleicht war ihre Atemnot und der Sausertoffmangel und die vor ihr tanzenden dunklen Punkte auch noch nicht genug gewesen. Vielleicht war sie selbst dem Tod einfach noch nicht nah genug gewesen...
Es spiele auch keine Rolle. Familienrat wurde gehalten und einstimmig beschlossen, Sylvia auf geschlossene Station in eine psychatrische Anstalt zu schicken. Mehrere Suizidversuche folgten. Manchmal erschien ihr der Tod. Manchmal nicht. Jedenfalls konnte immer rechtzeitig eingegriffen werden. Nach einem weiteren halben Jahr wurde Sylvia als stabil genug empfunden, Besuch empfangen zu durfen. Stationär war sie noch immer, aber jeden einzelnen Tag kam Nici zu Besuch. Sylvia hatte seitdem keine Suizidversuche mehr unternommen. Sie machte Fortschritte.
Bis zu jenem Tag am 17. September 2008, als das Auto Nici erfasste, weil diese nicht auf die Straße sondern zu Sylvia geblickt und ihr zugewunken hatte. Als Sylvia nach draußen rannte, ihre Schwester in Armen hielt, bis diese genau dort verstarb. Die Rettungskräfte kamen zu spät. Die Rettungskräfte konnten nichts mehr tun.
Dieser Tag war der gestrige gewesen. Jetzt stand Sylvia hier, vor dem Schwimmbecken, in dem sonst einige Wasserübungen mit ihnen gemacht wurden - oder wo unter Aussicht auch mal so geplanscht werden durfte an heißen Sommertagen. Es war wie Vorsehung, dass die Tür nicht abgeschlossen gewesen war. Vielleicht putzte hier noch jemand, vielleicht nicht. Es spielte auch keine Rolle. Eigentlich war Abendessen. Eigentlich sollte Sylvia beim Abendessen sein. Sie war auch auf dem Weg dahin gewesen. Aber...
Sie blickte hinunter, blickte auf das stille Wasser, mit Tränen in den Augen, die fäuste geballt. Dachte an Nici, an all das Blut, die gebrochenen Knochen. Wie das Licht aus ihren Augen erloschen war. Ein dicker Kloß setzte sich in iherer Kehle fest. Nein, die Welt war kein gerechter Ort. Nicht im Mindesten. Wer würde denn bitte in einer solchen Welt leben wollen? Erst Julia.. dann Nici... Nein. Nein es war zu viel.
Und sie wusste was sie tun wollte. Sie wirbelte herum, lief flink behände und leise (vielleicht war derjenige der die Tür offen gelassen hatte ja noch in der Nähe) in das Büro des 'Bademeisters', das aufgrund einfacher Unnötigkeit meistens nie besetzt war. Auch diesmal nicht. Schnell durchsuchte Sylvia alles, zog sich ihr T-Shirt aus, schnitt es in der Hälfte durch. Sie schnappte sich die schwere Geldkassette die sie fand (entweder war die voll nur mit Münzen oder er lagerte irgendwas anderes darin) und eine kleine aber durchaus schwere Musikbox und trug alles zum Pool. Noch immer niemand zu sehen. Ihr Herz raste. Sie durfte keine Zeit verlieren. Sie setzte sich an den Poolrand, band sich mit der einen T-Shirt Hälfte die Kassette, mit der anderen die Musikbox fest an die Knöchel, verzichtete darauf sich nochmal umzuschauen, verzichtete auch darauf nochmal Luft zu holen und ließ sich einfach in das angenehm temperierte Wasser herab, die Augen geschlossen. Blasen stiegen aus ihrem Mund und Nase raus, als sie absichtlich ausatmete, versuchte alle Luft so schnell wie möglich aus ihren Lungen zu lassen. Sie wollte, dass der Tod endlich kam.


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Re: Biloxi
von Sylvia am 07.07.2023 12:42 Sylvia nickte gedankenverloren. Ja. Vernünftige Waffen wären sicher hilfreich,a llerdings waren diese nicht leicht zu finden. Vielleicht hatten sie Glück und würden im nächsten Ort einen Waffenladen finden - wobei die meisten Waffenläden natürlich nach dem Ausbruch der Apokalypse mit als erstes geplündert worden waren. Und dort waren in der Regel auch am meisten im Gemenge direkt abgeknallt worden, wodurch sich die Zombies dort tummelten (der Grund, weswegen Sylvia mweistens versuchte, sich eher von dort fernzuhalten). Aber vielleicht war mittlerweile ja genügend Zeit vergangen es noch einmal zu versuchen. Oder was auch immer...
Sie schüttelte leicht den kopf ums ich wieder zu konzentrieren und nickte Kiran bei seinem Plan zu. "Ja. Das klingt hervorragend. Dann los." Sie ließ diesmal Kiran vorlaufen, folgte ihm dann dicht auf zu ihrem gemeinsam besetzten Haus zurück. Sie konnte die Dauer-Erschöpfung und Anspannung in ihrem Knochen spüren. Ein paar Stunden mehr Schlaf würden ihr endlos gut tun und konnte sie definitiv gebrauchen.
Sie klertterten die fassade hoch, hinauf zum ersten Stock, wo sie vorhin aus dem geöffneten Fenster auch herausgekommen waren, und betraten so wieder den oberen Flur. "Ich hol mir eben eine Decke.", meinte Sylvia, betrat das eine Schlafzimmer, nahm sich Decke und Kissen und zog beides mit nach unten ins Wohnzimmer, um die Sachen vor dem Kamin zu platzieren. Die Glut schwelte immerhin noch ein wenig und gab schwache Wärme von sich. Das würde ebenfalls gut tun. Sie hatten früher - im anderen Leben, in ihrer Kindheit - auch einen Kamin gehabt. Verdammt, wie sehr sie die Zeit damals vermisste.. und ihre Heimat...


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Re: Mia & Sylvia ~ Wenn der Zweck die Mittel heiligt [Triggerwarnung]
von Sylvia am 07.07.2023 12:33"Ich wünschte trotzdem, ch hätte es dir irgendwie ersparten können.", flüsterte Sylvia und meinte ihre Worte auch so sehr. Sie wusste doch, wie sehr Mia Svea geliebt und wie sehr sie auch an der gemeinsamen Beziehung gehangen hatten. Selbst für das Sexualität-Problem hatten die Beiden eine Lösung gefunden, eine Lösung die funktionierte und... Sylvia schloss die Augen, lehnte sich an Mia, hielt sie anz fest und wünschte, ihr so ein wenig des Schmerzes den sie verspüren musste, nehmen zu können. "Lüg mich nicht an.", bat sie sehr leise, als Mia behauptete, es ginge ihr gut. "Du kannst immer ehrlich zu mir sein. Sie küsste Mia auf beide Augenlider. Ja. Sie wünschte wirklich den Schmerz in sich aufsaugen zu können. Diesen Schmerz hatte Mia einfach nicht verdient.
Auch wenn ihre Freundin die Narbe nicht berührte, so bildete sich Sylvia doch ein, die Berührung zu spüren. Sie antwortete nicht sofort, sondern wägte ihre Worte genau ab. Sie wusste nicht, inwiesit sie hier vielleicht belauscht würde. Und abgesehen davon, wollte sie Mia auch nicht zu viele Sorgen bereiten. "Nur eine kleine Auseinandersetzung mit den Wärtern.", sagte sies chließlich und lächelte leicht. "Sie waren nicht so begeistert davon, dass ich mich selbst verletzen wollte. "Sie verdrängte die Erinnerungen an den dunklen Raum. Oft genug machte es ihr schlaflose Nächte und oft genug spürte sie die eiskalten harten Blicke der Wärter auf sich. Und sah dieses befriedigende ekelerregende Grinsen. Zu stark war die Furcht in den Gänsen vor diesen Männern. Unbewusst kratzte sich Sylvia am ARm über die vielen feinen weißen Narben. Als es ihr auffiel, ließ sie die Hand sofort sinken.
"Mia...", begann Sylvia um gleich das Wichtigste anzusprechen, dass besprochen werden mmusste. Ihre Zeit war begrenzt. Leider... "...ich werde nach Italien verlegt werden."


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Re: Mia & Sylvia ~ Pictures & Music, Universal Languages [Juni 2021]
von Sylvia am 07.07.2023 11:05"Wirklich?", musste Sylvia lächeln , ja grinste die Rothaarige sogar fast ein bisschen an. "Nein, dann scheinen wir wirklich einfach einen ähnlichen Geschmack zu haben." Roséwein war aber auch einfach fruchtig leicht und lecker. Und genau das richtige für die oftmals warmen Temperaturen Italiens.
Sie waren kaum losgegangen, da hatten sie bereits einen entsprechenden Weinkeller gefunden. Als sie den Laden betraten, wurde es urplötzulich kälter ums ie herum und auf Sylvias nacker Haut bildete sich eine gut sichtbare Gänsehaut, als die hellen, kaum sichtbaren Haare ihres Körpers sich aufrichteten. Wein musste eben kühl gelagert werden.
Sie lächelte erneut, drückte Mias Hand leicht und gab ihr jetzt selbst einen Kuss auf den Hals. "Keine Sorge, ich suche uns was schönes aus. Aber bezahlen wirst du nicht!" Es war ganz sicher nicht iN sylvias sinn, Mia auszunutzen, nur weil sie jetzt wohl so eine Art Date hatten (war es das denn?) Sie verdrängte den Gedanken, schritt durch die Regale und blieb bei den Roséweinen stehen. Nach etwas suchen hatte sie sich für 'Whispering Angel' entschieden. Eine große Flasche, womit die Nacht womöglich noch feucht-fröhlich werden konnte. Im gleichen Augenblick spürte Sylvia, wie ihre Wangen begannen zu brennen. Hatte sie das grade wirklich gedacht??! Sie wusste ja noch nichtmal ob mehr kommen sollte - ob das in Ordnung war!
Mit der Flasche in der Hand trat sie zur Kasse. "Was denkst du? Sieht sie für dein Farben-Sehendes Auge gut aus?", fragte sie Mia mit einem Grinsen, ehe sie die Flasche dem Kassierer hinstellte.


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Re: Biloxi
von Sylvia am 23.05.2023 17:12War die Frage wirklich ernst gemeint? Kurz starrte sie ihn an, noch imer halb aufgedreht und halb besorgt, ob wirklich alles in Ordnung war und er nicht gebissen worden war. Doch dann antwortete sie. "Ich habe die Schüsse gehört und mir Sorgen gemacht. Das Haus hier habe ich anhand des Schießpulver-Geruchs identifiziert. Also keine Sorge, ich glaub nicht dass diese Viecher so gut riechen können." Sie stieß mit ihrem Fuß gegen die Zombie-Leiche. Es war wirklich seltsam etwas das auch im untoten Zustand noch leben konnte als Leiche zu bezeichnen (streng genommen war es das ja auch vorher schon gewesen), aber ein besserer Begriff wollte ihr einfach nicht in den Kopf kommen. Wer weiß. Vielleicht würde diese Sprachlücke in den kommenden Generationen ja auch noch geschlossen werden. Vorausgesetzt, es würde überhaupt noch zukünftige Generationen geben.
Sie nickte leicht, als Ezra von dem benachbarten Haus und seinen Gefangenen berichtete. "Wahrscheinlich ein Paar oder Verbündete, die sich dort verbarrikadiert hatten, aber von denen einer bereits infiziert war und sich schließlich verwandelt hat. Den anderen hat er dann ebenfalls gebissen und verwandelt. Oder sie wussten beide, dass sie infiziert waren und haben sich deswegen absichtlich eingesperrt, um andere vor sich zu schützen." Sie schüttelte den Kopf. "So oder so denke ich nicht, dass es sich lohnen wird. Wir haben ja in unserem eigentlichen Haus schon viele Vorräte gefunden." Auch Sylvia begann mit ihm die Schränke zu durchsuchen. Keine Vorräte oder Lebensmittel. Aber sie fand ein paar Handschuhe, dicke Socken und einen Schal, welche sie sich kurzerhand einsteckte, bzw. den Schal umwickelte. "Mittlerweile kann es dadurch dass es kein Sonnenlicht mehr gibt dank dieser verfluchen Vulkanasche echt arschkalt sein. Wird mir helfen nicht zu erfrieren, wenn man grade mal kein Feuer machen kann um sich zu wärmen." Was oft gengu der Fall sein würde, sobald sie dieses Dorf einmal verließen.
Sie sah zu Ezras Fund und nicke. "Perfekt! Und wie wir das gebrauchen können! Wir könnten auch unseren Weg markieren, wo wir schon waren oder wo sichere Unterschlüpfe sind. Könnte im Falle der Fälle gut sein. Insbesondere auch für deine Suche nach Überlebenden." Für sie selbst hatte nun einmal das Boot Priorität. Sie wollte den letzten Wunsch ihres Vaters erfüllen, selbst wenn sie bei diesem Versuch umkommen würde - und die Wahrscheinlichkeit dafür war wirklich verdammt hoch.
"Wollen wir dann zurück oder hattest du noch ein anderes Haus im Visier was du erkunden wolltest? Abgesehen vom zombie-infizierten Nachbarhaus."


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Re: Biloxi
von Sylvia am 12.05.2023 18:26Nachdem Ezra weg war, blieb Sylvia alleine in dem stillen Haus zurück. Gemeinsam mit der toten alten Dame im Keller, ihren erkalteten Ravioli und dem ausgegangen Feuer im Kamin. Sie seufzte leise, suchte sich eine Tupperdose und konservierte ihre Nudeln darin. Sie konnte es sich nicht leisten sie schlecht werden zu lassen und sicher würden diese Ravioli schon etwas älter sein. Im Tupper wären sie sicherer als in der offenen Metalldose. Anschließend trank sie etwas Wasser und tigerte ein wenig unruhig herum. Je mehr Minuten und Sekunden verstrichen, desto sicherer wurde Sylvia sich, dass es eine dumme Idee gewesen war dass Ezra allein losgezogen war. Sie sollten zusammenbleiben. Um sich abzusichern, um den Rücken freizuhalten, um füreinander da sein zu können, sollte die Situation aus dem Ruder laufen. Vor allem hatten sie hier gute und so einige Vorräte gefunden. Es war nicht zwingend nötig, die anderen Häuser abzuklappern. Es war ein unnötiges Risiko.
Aber dann erinnerte sie sich daran, dass Ezra und sie sich grade mal einen halben Tag kannten. Und bisher waren sie auch immer alleine klargekommen. Sie selbst war wochenlang allein unterwegs gewesen. Ezra auch. Er konnte safe auf sich aufpassen.
Und in diesem Moment, wo Sylvia sich endlich halbwegs hatte beruhigen können, ertönte der laute Knall einer Pistole. Sofort sprang Sylvia auf, schanppte sich ihre eigenen Waffen und lief die Treppe hinauf, um aus dem gleichen Fenster zu springen, aus dem auch Ezra dem Haus entkommen war. Später würde sie wieder hochklettern, kein Problem. Geduckt rannte sie, horchte auf weitere Geräusche, Schüsse oder ähnliches. "Ezra", zischte sie, so laut sie es wagte. "Ezra!!"
Sie roch Schießpulver. Sofort öffnete sie die Tür des Hauses. Der Geruch wurde stärker. Sie rannte die Treppe hinauf und konnte den Arzt vor der bewegungslosen Leiche eines Zombies sehen, dessen Kopf von dem Aufprall der Kugel halb zerfetzt worden war.
"Gott sei Dank!!", stieß Sylvia aus und legte kurz den Kopf in den Nacken um durchzuatmen. "Geht es dir gut? Hat er dich erwischt?" Sie eilte auf ihn zu, dabei allerdings nicht in ihrer Wachsamkeit nachlassend.


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