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Sylvia

35, Weiblich

FSK 18 Mensch gut pansexuell panromantisch Geübter erfunden Apokalypse

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Re: Mia & Sylvia ~ Wenn der Zweck die Mittel heiligt [Triggerwarnung]

von Sylvia am 14.11.2023 12:13

Sylvia konnte es immer noch nicht glauben. Sie war sprachlos, doch sie genoss es. Sie genoss die Vorstellung, sie genoss Mia an ihrer Seite, sie genoss einfach diese Auszeit, einfach... einfach einen kurzen Moment des Glücks, bevor die harte Realität wieder zuschlagen würde. Sie erwiderte den Kuss. "Ti amo", erwiderte sie leise, und dann nochmal auf Englisch. "Ich liebe dich."
Doch grade als sie sich erneut eng an Mia kuscheln wollte, wurde die Tür aufgeschlagen. Der Wärter. Ihre Besuchszeit war um. Der Gefängnis-Alltag kam wie versprochen zurück. Sylvias Herz wurde schwer, als sie sich aufrichtete, jedoch von Mia fast schon festgeklammert wurde. Die Panik in der Stimme der Rothaarigen brach Sylvia das Herz. "Das genaue Datum weiß ich auch noch nicht. Aber wahrscheinlich nächsten Monat. Vielleicht auch schon die nächsten Wochen." Rasch umfasste sie mit ihren Händen noch einmal Mias Gesicht und küsste ihre Lippen. "Ich liebe dich. Vergiss das nicht, ja? Wir werden uns in Italien etwas aufbauen. Gemeinsam." Wieder küsste sie Mia, doch da war der Wärter bei ihr, riss ihr bereits die Arme nach hinen und ließ das kalte Metal der Handschellenk um ihre Hangelenke zuschnappen. "Wir sehen uns in Rom!", rief sie noch, nd dann hatte der Kerl sie bereits hinausgezerrt und die Tür hinter ihr zugeschlagen.
Sylvia war wieder allein.

~~~~~~~~~~~~~ 1 Monat später ~~~~~~~~~~~~~

Die Luft war wärmer und trockener als in London, obwohl auch hier das Meer nah war und die Luft nach Salz schmecken ließ. vor einem Tag war Sylvia verlegt worden. Da war sie mit einem Laster zum Flughafen gekarrt worden, inklusive von drei bewaffneten Wärtern, die sie begleiteten. Es ging in ein Flugzeug, wo sie festgeschnallt wurde. Auf jedem Weg zum Klo wurde sie begleitet, keine Sekunde lang war sie je aus den Augen gelassen worden. Sie waren in Rom gelandet, wieder war ein Laster gekommen, wieder war sie dort zum nächsten Gefängnis transportiert worden.
Und dieser eine Tag... allein dieser eine Tag war heftig gewesen. Sylvia hatte gedacht das Gefängnis in London wäre schlimm. Aber sie hatte nicht mit dem Rassismus im italienischen Knast gerechnet. Sie war eine der wenigen, wenn nicht sogar einzige blonde hellhäutige Frau in diesem Trakt. Und sie konnte die Blicke der Wärter auf sich spüren. diese geifernden Blicke. Die Sprüche hörten nicht auf, auch wenn sie scih dran gewöhnt hatte. Sie hatte ein paar heftige Widerworte gegeben als einer sie angemacht hatte - in perfekt fließendem Italienisch natürlich, aber das hatte ihr nur einen heftigen Schlag gegen den Kiefer eingebracht, sodass dieser nun (wieder einmal) geschwollen schmerzte. Sie musste die Klappe halten. Aber auch ihre Klappe zu halten würde sie nicht davor bewahren, dass einer dieser Wichser sie sich früher oder später nehmen würde. Dessen war sie sich bewusst. Mehr als nur bewusst. Ihre Beine wippten schnell auf und ab. Wenn das geschah, dann würde sie es für sich behalten. Sie könnte Mia nichts davon erzählen. Auf gar keinen Fall. Sie machte sich bereits genug Sorgen.
Wie so oft fuhr sich Sylvia auf die mittlerweile völlig verheilte Narbe auf ihrer rechten Wange. Spürte die wulstieg Erhebung, schloss die Augen und atmete tief durch. Bald würde sie Mia sehen... sehr bald...
'
TRIGGERWARNUNG

Tatsächlich kam Mia sie besuchen. Sie tauschten sich aus, über ihre gemeinsame Wohnung, über Mias Umzug, die Fotografie. Ein normales und heilsames Treffen. Und bislang war nichts geschehen gewesen. Sylvia versuchte gute Miene zum bösen Spiel zu machen und das italienische Gefängnis gut zu verkaufen. Mia so gut es ging die sorgen zu nehmen (auch wenn ihr klar war, dass das vermutlich weniger passend war).
Sylvias Vorhersage, was mit ihr noch geschehen wurde, bewahrheitete sich zwei Wochen später. Es wunderte sie. Sie hätte gedacht es passiere früher.
Sie war draußen auf dem Hof, als einer der wärter es auf sie abgesehen hatte. Er kam zu ihr, packte sie fest am Oberarm und zerrte sie hoch. "Vieni!", schnarrte er und Sylvia stolperte hoch. Sie konnte nicht anders. "Che cosa ho fatto?", fragte sie heftig und versuchte sich aus dem eisernen Griff zu lösen, der dadurch nur noch fester wurde. Er zog sie nur wieter über den Hof. Einige Blicke folgten ihr. "È il momento dell'igiene.", sagte der Wärter nur grimmig. Und in diesem Augenblick fiel Sylvias Blick auf dessen Schritt zwischen seinen Waffen. Und sie konnte die Beule sehen. Ihr wurde übel.
Er brachte sie in die Duschräume. Grade war keiner da. Natürlich, war es nicht die Zeit für die Hygiene. Aber offensichtlich die Zeit für anderes. Keiner hielt sie auf, als der Wärter sie dort hineinstieß. Hinein in eine der Ecken, über ihr die silbernen Hähne. "Andatevene!", befahl er. Sylvia stand in der Ecke. Sie war jetzt bereits seit über einem Jahr im Gefängnis. Und sie hatte dazu gelernt. Es half nichts, sich zu wehren. Nicht das Geringste. Dennoch zitterten ihre Finger, als sie sich langsam ihre orangene Sträflinkgsleidung auszog. Erst das Hemd. Den grauen BH. Die Hose. Ihr war kalt. Sie zitterte. Und zog sich auhc noch die Unterhose aus. Nackt und hilflos stand sie nun vor dem Wärter. Er näherte sich. Jeder seiner Schritte hallte in dem gefliesten Raum wieder. Es war warm. Es roch nach Salz. "In ginocchio.", raunte er. Gehorsam ließ sie sich auf die Knie runter. Er legte ihr die Handschellen an. Dann schob er seine Hose nach unten. Sein Glied streckte sich ihr entgegen. Sie konnte die Venen darauf erkennen. Der noch salzigere Geruch nach Sperma drang ihr in die Nase. Und ehe sie noch irgendetwas sagen, tun oder überlegen kontne, hatte die Hand ihre Haare gepackt und er zwang seinen Schwanz tief in ihren Mund...
Er nahm sie noch von hinten und sogar normal. Sylvia hatte Schmerzen, sie würgte, ein paar stumme Tränen kamen, die der Kerl eifnach wegwischte. Aber sie beschwerte sich nicht. Sie sagte nichts. Sie wehrte sich nicht. Ihr Kopf war auf eine Art Stumm-Modus gestellt. Oder ein Aus-Knopf war betätigt worden. Sie wusste es nicht. Genauso wenig wusste sie, wie lange es dauere. Vermutlich ging alles vil schneller, doch es fühlte sich an wie Ewigkeiten, bis er endlich von ihr abließ. Es zuließ dass sie sich wieder anzog. Ihren schmerzenden wunden Unterleib mit Kleidung bedeckte, wo der Stoff nun unangenehm rieb. Sie zog sich den BH an über die Brustnippel, die noch wund vom Ziehen und von Zähnen waren. Als sie dem Wärter wieder nach draußen folgte, fühlte sie sich, als würde sie auf Eiern gehen. und fragte sich, ob man ihr den Geschlechtsverkehr ansehen würde. Sie wurde nicht wieder in den Hof gebracht, sondern einfach uzm Abendessen. Dann würde es in ihre Zelle gehen. Sie würde schlafen. Und alles würde sein wie immer. Bis zum nächsten Mal.

In dieser Nacht schlief Sylvia schlecht. Sie wachte noch öfter auf als ohnehin. Alles schmerzte in ihr und teilweise fragte sie sich, ob es schlimmer gewesen war, als sie in erinnerung hatte. Ob sich ihr Kopf Mias Trick bedient und einfach Ausschnitte verdrängt hatte? Es würde wieder passieren, das war ihr klar. Sie stellte sich vor, wie der Wärter in der Zentrale vor den anderen damit angab. damit angab wie leicht und geil es gewesen war. Ihr wurde schlecht. Sie übergab sich in den Eimer der in der Zelle stand, aber natürlich itneressierte sich da keiner vor. Sie fragte sich, ob sie wohl schwanger wrden würde. Doch eigentlich machte sies ich darum keine sorgen. Hier drin würde ein Kind ohnehin nicht überleben. Wenn überhaupt würde es eine Fehlschwangerschaft werden. Andere würden kommen. Oder der gleiche?
Ihre Gedanken fuhren Karrussel, und als die sonne aufging, hatte sie noch nicht einmal zwei Stunden am Stück geschlafen. Wie sollte sie diesen Tag nur überstehen?

Aber sie überstand ihn. Und auch alle folgende. Ein Besuch von Mia stand wieder an. Sylvia war entschlossen sich nichts anmerken zu lassen. Sie freute sich auf Mia. Sehr sogar. Es würde ein wundervoller kleiner Teil Außenwelt sein. Außenwelt. Italienische Außenwelt, die Heimat war, keine Hölle. die sie geliebt und nicht gehasst, die sie sich ersehnt und nicht gefürchtet hatte. Mia war grade alles was sie noch hatte. ihr ganzer Bezug, ihre ganze Hoffnung, ihr ganzer Rettungsring. Die letzten Telefonate mit ihren Eltern hatte sie nicht geführt. Angst, dass sie etwas merkten. das sollte sie vielleicht auch wieder aufnehmen. Nicht, dass sie etwas dummes bauten.
Mit Gedanken die so wirr waren wie stets in letzter Zeit stand sie auf, als ihre Tür geöffnet wurde und der Wärter sie zum Besucher-Raum brachte. Und - ebenso wie oft in letzter Zeit - fühlte sich Sylvia eher wie ein Zuschaer in ihrem eigenen Körper. Völlig nebenstehend. Als würde jemand anders gehen, sich umsehen und jetzt gleich Mia treffen. Langsam hatte sie das Gefühl, dass sie nie mehr wieder in die Freiheit kommen würde. Einfach für immer hier drin leben würde.
der Knast-Alltag war tatsächlich ihr Leben geworden.

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Re: Mia & Sylvia ~ Pictures & Music, Universal Languages [Juni 2021]

von Sylvia am 05.11.2023 12:57

"Hübsch. Gefällt mir. Hast du wirklich sehr gut eingerichtet!", scherzte Sylvia lachend, während sie Mia beobachtete, wie sie ihre Sachen ablegte und sie selbst auch Mias Kamera ganz vorsichtig auf einem sicheren Platz deponierte. Erst danach folgte die Gemütlichkeit auf dem Bett und vor allem das Ausziehen ihrer hochhackigen Schuhe.
Bei Mias Kommentar musste sie leicht schmunzeln. "Ach, die hier haben ja noch etwas breitere Absätze. Bei diesen dünnen Dingen trau ich mich auch nicht mehr ran, seitdem ich da mal richtig fies umgeknickt bin. Aber generell hab ich flache Schuhe eigentlich auhc lieber. Sind bequemer, praksciher. Aber für diesen Abend..." Sie spürte, wie ihre Wangen leicht rosa wurden. "Naja. Ich hatte ja mein wundervolles 'Date' beeindrucken wollen." Und stattdessen hatte sie natürlich wieder ein Arschloch bekommen, das nicht lesen konnte. Es hätte sie wirklich nicht wundern durfen (und sie sollte besser aufhörne, sich immer solche Hoffnungen zu machen!)
Als die Weingläser gefüllt waren, hob Sylvia ihr Glas (und zwar nicht am Stiel - sie war ja jetzt echt nicht im Restaurant) und prostete Mia zu. "Auf einen schönen Abend und eine wunderschöne Fotografin.", erwiderte Sylvia mit einem Lächeln und nahm den ersten Schluck. Er war süßglich, leicht fruchtig. Er schmeckte ihr, sogar sehr gut. "Ja, ich glaube, wir haben ne gute Wahl getroffen, grinste sie leicht und zog ihre Beine aufs Bett. "Sollte ich nachher zu betrunken sein um noch nach Hause zu laufen, darf ich hier übernachten?", fragte sie und nahm gleich noch einen zweiten kleinen Schluck.

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Re: Mia & Sylvia ~ Wenn der Zweck die Mittel heiligt [Triggerwarnung]

von Sylvia am 25.10.2023 16:58

Und damit ließ Mia Sylvias kühnste Träume platzen. Den Kuss hatte sie erwidert dort, bei den Worten die nun kamen - die von Umzug, von Zusammenziehen sprachen, öffneten sich ihre Lippen leicht. Sie sah in Mias Augen und versuchte dort irgendeine Form der Lüge oder des Schalks zu entdecken. Irgendein Anzeichen, dass es nur dahergesagt gewesen war, gar nicht ernst ge eint. Aber nein, was sie vorfand war tatsächlich Ehrlichkeit. Mia sprach weiter, führte es aus, und Sylvia konnte nicht anders als ihre Freundin verblüfft anzustarrten. Konnte es das wirklich sein? Eine solche Chance auf ein neues Leben nach dem Gefängnis? Wo einen normalerweise gar keine Chancen erwarteten?
Ihr Herz krampfte sich fest zusammen, Tränen traten ihr unaufhaltsam aus den Augen und liefen ihr über die Wangen. Und dann schloss sie die dünne knochige Gestalt der Fotografin in die Arme, drückte sich fest an sie oder sie fest an sich, hielt sie so eng und stark, wie es nur möglich wäre. Sie schmeckte die salzigen Tränen neben dem Kloß in ihrer Kehle.
"Ja.", flüsterte sie dann endlich gebrochen, Mia noch immer ganz fest an sich drückend. Blonde Haarsträhnen verfingen sich ind en Tränenspuren und verdeckten so teilweise die große Narbe. "Ja, ja. Ja, gerne.", sagte sie jetzt nochmal etwas deutlicher verständlich, löste sich vorsichtig und wischte sich mit dem Handrücken die Tränen von den Wangen. Mit leicht geröteten Augen sah sie Mia mit einem fast schon hoffnungsvollen Lächeln an. "Ja, das.. das ist eine wundervolle Idee." Leicht, fast schon schalkhaft stieß sie Mia mit der Schulter an. "Hey, ich werde dir dann Italienisch beibringen!"
Sie hörte die schweren Schritte vor der Tür, die den Rückkehr des Gefängnis-Alltags ankündigten. Aber hiermit... hiermit hatte Mia ihr nochmal wirklich ein Geschenk gemacht. Ein unglaubliches Geschenk: nämlich Hoffnung.

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Re: Mia & Sylvia ~ Pictures & Music, Universal Languages [Juni 2021]

von Sylvia am 24.10.2023 14:10

Die Kamera fühlte sich ungewohnt um ihren Hals an und das Band schnitt ihr in die Haut am Hals. Doch sie beschwerte sich nicht. "Die Assistentin im langen Abendkleid?", erwiderte sie mit einem leichten Kichern auf die neuen Verhältnisse, zögerte jedoch nicht, Mia ins Hotel zu folgen. Selbstverständlich wurden sie nicht aufgehalten. Hinter der Rezeption saß irgendjemand, der grade irgendwelche Dokumente für irgendwelche Leute abstempelte und durchlaß und niemans achtete darauf, dass Mia in Begleitung in den Aufzug stieg. Auch auf den Überwachungskameras würde es später keine Rolle spielen. Wurden in Filmen nicht normalerweise sogar immer Hotelzimmer genommen, wenn man Affären geheim halten wurde? Ein Knoten zog in Sylvias Magen, als sie daran dachte, wie sie selbst einmal die Affäre gewesen war... und dass sie grade im Begriff war einen solchen Fehler wieder zu begehen. Nein. Nein, sie machte den Fehler nicht nochmal. Immerhin wusste sie von Mias Beziehung und ihr Verhältnisse hätte so oder so keine Zukunft. Das hier... war nur eine Liebelei.
Eine Liebelei auf die Sylvia sich grade ganz und gar einlassen wollte und damit verbannte sie alles andere aus ihren Gedanken.
Im Hotelzimmer angekommen, nahm Sylvia die Kamera von ihrem Hals und legte sie übervorsichtig auf einem kleinen Tisch ab - sie wollte das wertvolle Gut keinesfalls beschädigen. "Also ich finde, wir sollten im nächsten Leben Schmuggler werden.", scherzte sie und wandte sich mit einem Lächeln zu Mia um. Die Rothaarige sah wirklich einfach umwerfend aus. Sylvias Herz klopfte ihr in der Kehle. Sie strich sich kurz durch ihre blonden Haare, die sie leicht im Nacken kitzelten, ehe sie begann nach einem Korkenzieher zu suchen und tatsächlich einen auf dem kleinen Winz-Kühlschrank fand. "Schau mal. Unsere Rettung!", lächelte sie, reichte Mia den Öffner und ließ sich auf das Bett nieder, wo sie als allererstes ihre hochhackigen Schuhe auszog. Erst jetzt wurde ihr bewusst wie sehr ihre Füße schmerzten. Was man nicht alles tat um bei anderen Eindruck zu schinden...

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Re: London [England]

von Sylvia am 12.10.2023 14:24

Sylvia nickte leicht. Auch die Gedanken konnte sie irgendwie nachvollziehen. Frische Luft war belebend und wohltuend für die Seele. Sie selbst könnte eigentlich auch öfter mal raus. Und so wie sie sich grade fühlte, würde sie das auch. Es würde ihr gut tun, vor allem nach der langen Zeit hinter Gittern. Einfach mal durch den Wald streifen... ja, das würde ihr wirklich gut tun. Es wäre genau das Richtige. Und vielleicht konnte sie sich sogar ein Beispiel an der Fremden nehmen und einfach so regelmäßig joggen gehen? Das Training könnte sie immerhin beibehalten, auch das wäre gut für ihren Körper.
"Kann ich verstehen. Ich glaube, du inspirierst mich grade dazu, das ebenfalls anzufangen.", sprach Sylvia ihre Gedanken somit aus und lächelte leicht, ehe dann auch schon eine Frage der Fremden kam, mit der Sylvia nicht gerechnet hatte - auch wenn sie in diesem Bereich vermutlich mit einer solchen Frage hätte rechnen sollen.
"Ähm...", begann sie zögernd. Es war das erste Mal außerhalb der Gefängnismauern. Das erste Mal dass sie jemand Fremden traf. Das erste Mal, dass dieser Fremde erfahren würde, dass sie eine Verbrecherin war. Ihr Herz klopfte nervös, sie spürte, wie ihre Handinnenflächen leicht schwitzig wurden und ihr Mund trocken. Verdammt. Ja, sie hatte etwas Angst vor der Reaktion. Denn so würde jetzt wohl ihr Leben verlaufen. Zumindest in nächster Zeit. Den nächsten Monaten. Und vielleicht sogar noch länger... "...ich bin... also ich war im Gefängnis." Sie nickte mit dem Kopf in die Richtung des großen grauen Gebäudes, das hinter hohen Mauern und Stacheldrahtzaun geschützt stand. "Ich war Insassin und wurde heute entlassen. Also habe meine Strafe abgesessen. Ich bin jetzt auf den Weg zu meinen Eltern und ich.. schätze dann werde ich meine Freundin anrufen."
Mia. Es war ungewohnt Mia als ihre Freundin, zu bezeichnen. Es fühlte sich gut an, und zugleich hatte sie auch ein schlechtes Gewissen. Das einfach alles immer so schrecklich kompliziert sein musste...

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.01.2024 11:50.

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Re: London [England]

von Sylvia am 20.09.2023 21:06

Sylvia lächelte die Frau vor sich an, als dieses ich aufrichtete. Sport? Ihre Augen glitten erneut über ihr Gegenüber und musste sich eingestehen, dass die Frau ausgesprochen durchtrainiert wirkte. Vermutlich eine wirkliche Sportlerseele und Sylvia konnte es ihr nicht verdenken, dass sie diesen Ort hier wohl für ihr Training nutzte. Wie bereits zuvor gedacht, trieben sich hier vermutlich nur selten Menschen herum, wenn man nich grade entlassen wurde oder Besucher sich auf den Weg machten einen Verwandten in dem Gefängnis zu besuchen. Das hieß, man war bei seinen sportlichen Aktivitäten (normalerweise) ungestört.
"Wow, sehr fleißig. Sieht man auch.", machte Sylvia ihrem Gegenüber ein ehrliches Kompliment und lächelte sie leicht an. Sie schob ihre Hände in die Taschen ihrer Jeansjacke. Im Gefängnis war sie selbst tatsächlich entgegen ihrer Gewohnheit auch einige Male ins Fitnessstudio gegangen. Eine wunderbare Beschäftigung um die Zeit verstreichen zu lassen, von der man in diesen Mauern wirklich mehr als genug hatte. "Trainieren Sie immer in freier Natur?" Es tat gut, mit einem Menschen außerhalb der Gefängnismauern zu sprechen. Erst jetzt, als sie das Gespräch mit der fremden Frau aufnahm, fiel der ehemaligen Krankenschwester auf, wie sehr ihr solche Konversationen doch gefehlt hatten. So... normal.

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Re: Death & Sylvia ~ You're Not Ready Yet {2007} | Triggerwarnung [FSK18]

von Sylvia am 20.09.2023 11:02

Als Sylvia das nächste Mal die Augen aufschlug, wusste sie nicht wo sie war. Sie starrte an irgendeine weiße Decke (hier starrte man immer an irgendwelche weiße Deck), lag in irgendeinem weißen Bett unter irgendeiner weißen Bettdecke. Ihr Munds chmeckte widerlich, ihre Kehle fühlte sich rau und wund an und bei jedem Atemzug stach es leicht in ihrem Brustkasten. Hatte sie Rippen gebrochen oder...?
Und dann kamen die Erinnerungen zurückgepielt. Fielen über sie her wie ein grausames Untier. Nici. Der Unfall. Die offene Tür beim Schwimmbad. Das Wasser dass ihr in den Mund strömte, dass sie verschluckte. Und...
Sie sah durchs Zimmer und stockte, als sie sie sah. Die dunkle Frau saß auf dem Stuhl in der Ecke, die Beine von sich gestreckt und blickte geradewegs zu ihr. Sylvia war es gleich ob es real oder eine Halluzination war. Nie war sie dankbarer gewesen diese Frau zu sehen. Den Tod. "Du bist da...", flüsterte sie mit rauerer Stimme als sonst und versuchte sich etwas aufzurichten. Doch ihre Muskeln spielten nicht mit und so sank sie wohl oder übel zurück in die Kissen. Vor den halb geschlossenen Jalousinen war draußen alles Dunkel. Es musste Nacht sein. "Ich bin echt beschissen im Sterben, oder?", whisperte Sylvia und schloss jetzt selbst die Augen. Sprach einfach in die Dunkelheit, murmelte sich das von der Seele, was sie loswerden wollte. "Es ist nicht fair. Meine Schwestern wollten nicht sterben, sie wollten beide nicht sterben und trotzdem sind beide tot und ich will sterben und schaffe es nicht? Ist es mir echt nicht erlaubt ihnen zu folgen? Ich meine... ich...?" Die Teenagerin hob eine Hand und ließ sie kraftlos und frustriert zugleich zurück aufs Bett fallen. Sie öffnete die Augen wieder, starrte an die Decke, schwieg lange, bevor sie dann doch wieder zu der dunklen Frau hinsah. Jetzt war ihre Stimme leise und voller Angst. Fast kläglich. Ihre eigene Antwort auf die Frage wusste sie, aber sie mnusste es vom Tod hören. "Bin ich Schuld an Nicis Tod?"
Sylvia hatte ihr vom Fenster aus zugewunken. Nici hatte strahlend zurückgewunken. Deswegen hatte sie nicht auf die Straße geachtet. Deswegen hatte sie das Auto nicht kommen sehen...

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Re: Death & Sylvia ~ You're Not Ready Yet {2007} | Triggerwarnung [FSK18]

von Sylvia am 28.08.2023 16:55

Alles war dumpf, alles war ganz weit weg. Der Druck auf ihrer Brust wurde unerträglich. Instinktiv versuchte ihre Lunge nach Luft zu schnappen und schluckte dabei Wasser. Sie versuchte zu husten dabei drang Wasser in ihre Nase. Noch ein paar Mal. Diesmal würde es endgültig sein. Diesmal würde es vorbei sein. Endlich vorbei sein. Einfach alles vorbei.
Und dann spürte sie wie aus einer anderen Welt die Berührung. Sie öffnete die Augen - ob nur in ihrem Geist oder tatsächlich vermochte sie nciht zu sagen - und da war sie. Da war die dunkle Frau, die den Tod symbolisierte und welche Sylvia nun schon so oft gesehen hatte. Fast fühlte es sich an, als würde sie ihre einzige ihr noch gebliebene Freundin sehen. Der Tod war ihre Freundin. Seltsamerweise fühlte sich dieser Gedanke sogar richtig an. Und plötzlich wollte irgendetwas in ihr nichts sehnlicher als sich in Death's Arme zu flüchten, dort zu weinen und sich dort behaglich zu fühlen. Aber sie konnte sich nicht bewegen. Ihre Arme schwebten nutzlos im Wasser, ihr Körper gehorchte ihr nicht im Mindesten, wenn sie ihm Befehle gab. Würde sie jetzt mitgehen? Würde sie jetzt tatsächlich endlich mitgehen...?

"Scheiße. DA IST JEMAND IM WASSER!!", brüllte Greg - Pfleger in der Psychatrie - den Gang runter, rannte bereits aufs Becken zu, verzichtete darauf irgendetwas von den Klamotten anzuziehen und sprang kopfüber in das Chlor-Becken. Mit kräftigen Zügen schwamm er herunter, verzichtete auch auf den Druckausgleich, um stattdessen zu Sylvias Füßen zu schwimmen, die vollkommen reglos im Wasser schwebte, und den Stoff um ihre Knöchel zu lösen, um sie so von den schweren Gegenständen die sie am Boden hielten zu befreien. Dann packte er sie unter den Achseln, zerrte sie an die Wasseroberläche und auf die Kacheln am Rand. Greg kletterte heraus, zog endlich auch ihren Schützling Sylvia aus dem Wasser und beugte sich zu ihr hinunter um zu sehen, ob sie noch atmete. Doch der Brustkasten war still. "Scheiße.", flüsterte er und hörte, wie den Gang entlang laufende Schritte lauter wurden. "Nein nein nein!!" Sofort begann er mit der Reanimation des Mädchens, das schon viel zu viel erlebt hatte, dass Nachts - wenn es dann mal schlief - schreiend aufwachte, die Panikattacken hatte, sich selbst verletze und eben auch Suizidversuche machte. Wie hatte es hierzu kommen können?? Sie musste unter Beobachtung stehen!!
Er drückte immer weiter auf ihren Brustkorb und betete zu Gott, er möge das Mädchen noch nicht zu sich rufen.

Sylvias ganzer Körper schmerzte, ihr Schädel dröhnte. Sie spuckte und hustete Wasser aus, schmeckte Chlor und Erbrochenes und spuckte wieder. Atmen tat fürchterlich weh und durch einen undurchsichtigen verschwommenen Schleier konnte sie die dunkelhäutige Frau sehen. Tränen trübten ihre Sicht (oder war es nur das Wasser?) "Bitte geh nicht...", würgte sie und krümmte sich erneut zusammen. "Bitte komm wieder..." Sie wollte doch nur ihre Umarmung spüren. Nochmal diese weise ruhige Stimme hören. Nur nochmal mit ihr reden. Über Nici.
"Was sagt sie?", frage irgendeine Stimme aus dem Off, die nicht wichtig war. Nicht im geringsten wichtig.
"Ist nur eine Psychose. Los auf die Krankenstation mit ihr." Sylvia spürte, wie sie hochgehoben wurde. Schwach streckte sie ihren Arm in Richtung Death aus. Eine stumme flehende Sehnsucht...

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Re: Mia & Sylvia ~ Wenn der Zweck die Mittel heiligt [Triggerwarnung]

von Sylvia am 22.08.2023 16:24

Bitte tu es nicht. Bitte tu dir nicht weh. Due Worte hallten in Sylvias Kopf nach. Und sie konnte darauf nur leise Lächeln: Es war ein Lächeln. Ein Lächeln dass aussagte, dass sie eben nicht anders konnte. Aber das konnte sie Mia nicht sagen. Wie sollte sie? Sie hatte es damals vor ihrer Familie so lange es irgend möglich war geheim gehalten, und sie würde auch Mia soweit wie möglich fern davon halten, wenn sie konnte. Sie wollte nicht ihnen wehtun, sondern sich selbst. Das war ein Unterschied. Die anderen hatten den Schmerz nicht verdient. Aber sie selbst hatte eine gewisse Strafe verdient.
Sie war eine Mörderin.
Und abgesehen davon... abgesehen davon tat es einfach gut, irgendetwas zu haben, über das man die Kontrolle hatte. Und irgendetwas, womit man seine Gefühle rauslassen, ihnen Luft machen konnte. Es tat... einfach gut. Einfach gut und es fühlte sich richtig an und Sylvia konnte es (noch) nicht wieder aufgeben. Noch nicht. Sie war noch nicht bereit dazu.
Ein guter Zeitpunkt, um das Thema zu wechseln: ihre Verlegung nach Italien. So oft war Sylvia das Gespräch mit Mia im Kopf durchgegangen. Wie sie es ihr beibringen sollte. Was es bedeuten mochte. Und sie hatte sich alle möglichen Reaktionen Mias ausgemalt, sich versucht drauf vorzubereiten: aber auf das hier war sie nicht gewappnet gewesen. Denn es schlug ihr tatsächlich Freude entgegen. Freude und Hoffnung. Unwillkürlich begann auch über Sylvias Lippen immer wieder ein kurzes Lächeln zu zucken. "Du...freust dich darüber?", fragte sie schließlich überrascht und strich Mia eine verirrte Haarsträhne beiseite. Wie gerne würde sie diese Frau einfach so nah wie möglich bei sich behalten. Wie gerne...

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.10.2023 16:53.

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Re: Mia & Sylvia ~ Pictures & Music, Universal Languages [Juni 2021]

von Sylvia am 15.08.2023 16:54

"Abgemacht", stimmte Sylvia zu und versuchte nicht daran zu denken, dass sie mit der rothaarigen Schönheit heute nicht nur Wein im Hotelzimmer tirnken sondern morgen gleich auch noch Essen gehen würde. Anscheinend würde sie die nächsten Tage viel Zeit mit der Fotografin verbringen. Im Endeffekt war das natürlich gar kein Problem. das einzige, was in Sylvias Kopf spukte, war, dass Mia eine Schwedin war und eine Beziehung hatte. Sie war nur vorübergehend hier. Also warum zur Hölle klopfte ihr Herz jetzt schneller? Warum konnte sie es nicht einfach als gute Freundschaft sehen, die hier womöglich bei entstand? Warum hatte sie das Verlangen, diese wundersame Frau in Armen zu halten und zu küssen. War sie wirklich dermaßen liebesbedürftig??
Sie biss sich leicht auf die Zunge, schob die Gedanken entschieden beiseite und kaufte die Flasche Wein. Gemeinsam verließen sie den Laden und machten sich auf den Weg in Richtung Mias Hotel. Sie lachte leicht bei Mias Worten und reichte der Rothaarigen die Flasche. "Ich fürchte, das wird dann wohl dein Job sein. In diesem Kleid hier bin ich im Augenblick eine denkbar schlechte Schmugglerin."
Sie hakte sich bei Mia unter und konnte nicht anders, als dieser eine rote Haarsträhne hinter ein Ohr zu streichen und dabei mit ihren Fingern die Form von Mias Ohrmuschel nachzuzeichnen. Sie mochte sich wirklich nicht vorstellen, wohin dieser Abend wohl noch führen mochte. Wie verrückt. Wie verrückt das alles einfach nur wahr. Die Drohung ihres ursprünglichen Dates hatte sie für den Moment schon fast verdrängt.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.10.2023 14:04.
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