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Re: Fletcher & Sylvia ~ Did You Just Teleportate?
von Sylvia am 13.12.2020 17:12"Oh, das tut mir leid", sagte Sylvia ehrlich, mit mitleidigem Blick. Es war nicht schön, wenn ein Freund starb. Und noch weniger, wenn man verraten wurde, konnte sie sich vorstellen. Sie wollet nicht nach den genauen Umständen fragen - es ging sie nichts an - aber Mitleid hatte sie dennoch.
Sylvia lächele leicht, als Fletcher mitteilte, dass ihm Rom zwar gefalle, aber er Australien besser finde. "Du musst nicht wegen mir sagen, dass du nach Rom willst, wirklich nicht. An einigen Ecken ist es wirklich verkommen. Aber es ist dennoch zu meiner Heimat geworden. Ich liebe es da." Und vor allem war sie weit weg von Großbriannien, von all den Erinnerungen, welche sie hier plagen. Wenn sie heir zu Besuch war, war es leichter, anstatt hier zu leben. Viel leichter sogar. Obwohl dieses eher drückende Gefühl natürlich nie ganz weg ging. Zu groß waren der vergangene Schmerz und die Verluste.
Ich finde es trotzdem schade, dass du so über mich denken kannst.
Sylvia presste nur ihre Kiefer zusammen und wandte sich ab. Verdammt, wie sollte sie denn ncht anders denken?? Ihre Schwester war von ihrem eigenen festen Freund ermordet worden. Und deiser Typ war ein Fremder, der wie aus dem nichts vor ihr aus der Dunkelheit getreten war - auf einem verlassenen Feldweg!
Die kurze Einsicht, ihn mit sich gehen zu lassen, war verflogen. "Ja, davon werde ich dich dann nicht abhalten.", sage ie, als er meinte, er käme einfach manchmal her, um seine Ruhe zu haben. "Hab weiter deine Ruhe, ich bin jetzt weiter."
Und damit wandte sie sich ab und ging weiter ihres Weges, den Feldweg entlang, mit beschleunigtem Schritt. Wollte nur noch diesen Feldweg hinter sich bringen und im nächsten warmen beleuchteten Pub - und vor allem: anderen Menschen - ankommen.


Long I have wandered, weary and waiting, for something to shake me and laugh to begin.
~aus Sylvias Song "This Angel"
Re: Salazar & Sylvia ~ Let Me Help You
von Sylvia am 11.12.2020 11:48Gedächtnisverlust.
Sylvia ging zum Klemmbrett und schrieb die Worte nieder. Es war nicht ungewöhnlich mit einer Gehirnerschütterung oder generell nach einem Unfall an Gedächtnisverlust zu leiden. Entweder von dem Geschehen vor dem Unfall, oder von dem Geschehen nach dem Unfall. Manchmal beides. Manchmal - je nachdem welche Kopfregion betroffen war - konnten sogar das Langzeitgedächtnis anstelle des Kurzzeitgedächtnisses betroffen sein. Es war immer schwer, solche Fälle mit zu erleben und Sylvia war wirklich froh, von diesen bisher nicht allzu viele gehabt zu haben.
"Sie wurden im Krieg durch eine Detonation und ein zusammenstürzendes Gebäude schwer verletzt", erklärte sie ihm mit ruhiger, sanfter und langsamer Stimme, damit er ihren Worten auch folgen könnte. "Ihr Hund Cerberus wurde ebenfalls verletzt, doch er erholt sich gut. Zurzeit kümmert sich meine Mutter um ihn." Und sobald sich sein Zustand etwas verbessern würde und sie den leitenden Chefarzt von ihrer Ansicht überzeugen konnte, würde er seinen geliebten Hund auch wiedersehen können. Sie wusste, wie wichtig so etwas war.
Als seine heisere Stimme erklang, lächelte Sylvia schwach. "Das hört sich nicht sehr glaubwürdig an." Sie sagte es vollkommen ohne Vorwurf. Es gab immer wieder Patienten die raus aus dem Krankenhaus wollten, so taten, als würde es ihnen toll gehen, obgleich ihre Vitalwerte auf dem Computer und ihre Symptome etwas anderes zeigten. Er war innerlich aufgewühlt. Aufgeregt. Kein Wunder. Noch hielt es sich in Grenzen, doch sollte es übermäßig werden musste man sich überlegen, ob man die Dosis der Beruhigungsmittel ein wenig erhöhte - Aufregung konnte er in seinem jetzigen Zustand am wenigsten gebrauchen.
Sie sah, wie seine Augen wegglitten. Seine Werte schossen nahezu in die Höhe. Okay, alles klar. Flashback. Nicht ungewöhnlich bei Kriegsveteranen. Aufs Klemmbrett schrieb sie Deutlich 'PTBS' und kreuzte des Feld für den Psychologen an, dass er zu gegebenem, passendem Zeitpunkt kommen würde, um mit Mr. Rosales zu reden. Für jetzt konnte sie nichts anderes tun als das, was sie sich zuvor bereits überlegt hatte: sie erhöhte die Dosis der Beruhigungsmittel in der Infusion, um die Aufregung und die Flshbacks etwas zu unterdrücken. Das war keine langfristige Lösung, nur für jetzt.
Ihr Patient stöhnte. Sie wahnte sich ihm zu. Er schien sehr gebildet zu sein, denn er erzählt ihr, woher der Name Hospital stammte. Sie lächelte ihn an. "Na, das passt doch", lächelte sie leicht, ehe sie seine weiteren Worte vernahmen.
Das traf. Doch unbeirrt hielt sie ihr freundliches leichtes Lächeln auf den Lippen. "Vielleicht ändert sich das ja noch, Mr. Rosales. Versuchen Sie zu schlafen, Ihr Körper braucht den Schlaf zurzeit."
Leise richtete sie sich auf und verließ das Zimmer wieder. Schweren Herzens.
Es gab immer wieder Patienten, welche Krankenhäuser nicht ausstehen könnten oder gar alle Arten von Ärzten hassen. Weil sie schlechte Erfahrungen gemacht hatten, weil irgendein verdammter Arzt sie ausgenutzt, ihnen falsche Medikamentation verschrieben oder schwere operative Fehler gemacht hatte. Und viele dieser Ärzte, von denen sie gehört hatte, würde Sylvia am Liebsten eigenhändig den Hals umdrehen. Es gab nichts schlimmeres, als das Vertrauen von Menschen zu missbrauchen. Erst recht in der Medizin, wo es für die Menschen dcoh so wichtig war für ihre Gesundheit, richtig und vertrauensvoll versorgt zu werden, von Menschen die sich damit auskannten! Manche Menschen nahemn lieber jahrelange Schemrzen in Kauf, anstatt sich behandeln zu lassen,a us Angst, ausgebeutet oder noch weiter verletzt zu werden, weil ihr Vertrauen gebrochen worden war. Oh, sie hasste das!!! Wenn sie könnte, würde sie....!!!!
Mühsam atmete Sylvia durch, setzte dem brodelnten Topf in ihrem Inneren einen Deckel auf...
...und machte sich weiter daran, sich liebevoll und mit ehrlicher Sorge und Freundlichkeit um die Patienten zu kümmern. So wie sie es gelernt hatte, und so, wie die Menschen es verdient hatten. Ganz egal, um wen es sich handelte.
Mr. Rosalles war eine ganze Zeit lang Gast bei ihnen auf der Intensivstation. Das erste, was er wieder lernen musste, war schlucken. Dann kam Schlückchenweise das Trinken und schließlich die ersten vorsichtigen Bissen sehr weichen essens. Alles langsam, Tag für Tag nur ein wenig mehr - ansonsten würde sich der Körper sofort überanstrangen. Anders ging es nicht. Täglich bekam er Physiotherapie, damit die Muskulatur seiner noch bestehenden Muskeln wieder aufgebaut wurden. Bei seinem verletzten Bein ging dies natürlich nicht. Doch auch dort zeigten sich Fortschritte, bald würde der Gips abkommen und durch eine Schiene ersetzt werden können. Selbstredent, dass er es genau gar nicht belasen oder gar beugen dürfte.
Und schließlich war der Tag gekommen, an dem die Ärzte beschlossen, dass eine 24h-Überwarchung von Mr. Rosales nicht mehr nötig sei. Er wurde auf die Normalstation verlegt.
Und das wiederum bedeutete, dass sie endlich - endlich - ihren Plan in die Tat umsetzen konnte.
Während der ganzen Zeit hatte sich ihre Mum wirklich liebevoll um Cerberus gekümmert. Seit Ewigkeiten hatte Sylvia ihre Mutter nicht mehr so lächeln sehen. Es war ein gutes Gefühl. Der Hund hatte ihr etwas geschenkt, was sie offenbar vergessen hatte. Sobald Cerberus wieder u seinem richtigen Herrchen käme, würde sie mit ihrer Mum in ein Tierheim fahren und ihr einen Hund kaufen. Es schenkte ihrer Mum Lebensfreude und wenn jemand das verdient hatte...
...dann ihre Mum.
Heute war es soweit. Sylvia stand an ihrem Auto, der Kofferraum war auf. "Komm Cerberus. Hier hoch. Komm. Es geht zu deinem Herrchen, ja!" Lächelnd klopfte Sylvia in den Kofferraum und elegant sprang Cerberus hinauf. Die Halskrause war ihm mittlerweile abgenommen worden, seine Wunden verheilt. Er war fidel und munter - und offenbar ganz begierig darauf, endlich zu seinem Herrchen zu kommen. Sylvia konnte es ihm nicht verdenken.
Sie winkte ihrer Mutter zum Abschied und fuhr zum Krankenhaus. Sie band Cerberus an der Metallbank im Park fest, bat ihre Freundin Lassie, die gerade ihre Frühstückspause machte, auf ihn aufzupassen, sagte Cerberus, er soll Platz machen und ging dann - als Besucherin heute - hinein in Mr. Rosales Zimmer.
"Mr. Rosales?", sagte sie und lächelte ihn leicht an, ehe sie eintrat. "Sie haben Besuch. Hätten Sie Lust auf einen kleine Ausflug im Rollstuhl? In den Park?"
Die Ärzte hatten partout kein Tier in den Räumen des Krankenhauses zugelassen - die Gefahr, einer Allergie bei einem ihrer Patienten war zu groß - aber im Park, draußen, hatte sie sie dann doch überreden können. Der Kontakt mit seinem Hundefreund war unabdingbar für Mr. Rosales psychische und physische Genesung.
Und heute war es endlich soweit.


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~aus Sylvias Song "This Angel"
Re: Fletcher & Sylvia ~ Did You Just Teleportate?
von Sylvia am 06.12.2020 13:01Sylvia schüttelte den Kopf. "Nein, ich singe nicht professionell. Nur in einer Band, als Hobby. Vom Beruf her bin ich Krankenschwester" Warum zur Hölle erzählte sie einem völlig Fremden in dunkler Nacht, welcher sie erschreckt hatte, so genau was sie tat? Der ALkohol machte sich wohl doch schon deutlicher bemerkbar, als sie gedach hatte. Verdammt. Auch sichtbar an dem kurzen innigen Impuls, dass sie gerade gerne mal versuchen würde, eine Zigarette zu rauchen - obgleich sie eigentlich eine passionierte Nichtraucherin war. Sie schüttelte den Kopf. Sie sollte wirklich weitergehen, das machte sie noch irre hier.
Fletcher fragte, woher sie war. "Ich wohne in Rom." Rom war groß und weit entfernt. Vermutlich ungefährlich, wenn sie das verriet. Obgleich....eine Blondine wie sie schonauffiel. Aber in Rom waren auch viele Touristen. Es wprde schon nichts passieren...
...hoffentlich.
Gott, konnte diese Paraonia nicht bitte verschwinden?
Fletcher wollte sie zum nächsten Pub begleiten - was ihre Alarmglocken nur noch lauter klingen ließ. Aufmerksam beobachtete Sylvia auf seine Reaktion zu ihren wahren Bedenken. Vielelicht würden sie ihr ja irgendeinen Aufschluss darüber geben, was Fletchers tatsächliche Intentionen waren.
Seine Stimme klang traurig, niedergeschlagen, fast schon ein wenig verletzt. Und er schien eigentlich ein netter Kerl zu sein. Sylvia seufzte. "Es tut mir leid. Man weiß ja nie, weißt du? Außerdem..." Sie verstummte. Nein, sie würde keinem Fremden von ihren Schwestern erzählen. Es viel so schon schwer genug. "Naja, man muss einfach vorsichtig sein.", endete sie ihren angefangen Satz und machte sich weiter auf den Weg durch die Dunkelheit. Fletcher an ihrer Seite.
Sie warf ihm einen Blick zu. "Wast machst du denn hier so spät auf dem Feld, wenn du nicht durch das Musikfestival reist?", fragte Sylvia. Der Kies des Feldweges unter ihren Füßen knirschte leise und beruhigend und beunruhigend zugleich bei jedem Schritt.


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Re: Fletcher & Sylvia ~ Did You Just Teleportate?
von Sylvia am 03.12.2020 15:48Mit einem Lächeln schüttelte Sylvia den Kopf. "Nein, ich bin nur hin, um zuzuschauen. Also ich mein..ich singe durchaus, ja. Abter ich trete bei dem Festival nicht auf. Ich komme nicht aus Irland, aber für diese Versetanstaltung bin cih einfach mal her gereist. Ich liebe die Musik." Tatsächlich war sie dabei auch nicht so verstockt, wie ihr Vater es war. Ihr Vater mochte nur die ganz großen Orchester. Er liebte die Orchestersäle, die Oper und auch das Theater. Doch mit dem meisten anderen wie Rock oder kleine Bands konnte er nicht allzu viel anfangen.
Ganz im Gegensatz zu Sylvia. Natürlich liebte sie auch die großen Orchester, war mit ihrem Vater auch oft schon bei vielen seiner Auftritte dabei gewesen - in den Sommerferien sogar mit ihm in verschiedene Länder gereist, um ihm - bzw. seinem Orchester - zuzuhören. Doch sie liebte die Band, sie liebte den Rock. Sie liebte die Stimmung, wenn man in einer kleinen Kneipe oder Pub auftrat, alles sich knubbelte und drängte und laut mitgrölte.
Sie liebte das einfach.
Und genau das war auch der Grund, weswegen sie hier war.
Und dann kam das, was Sylvia erwartet hatte.
Er bot ihr an sie zu begleiten. Und...oh verdammt. Sah man es ihr echt schon so an, dass sie was intus hatte? Vielleicht sollte sie im nächsten Pub vorsichtshalber erstmal mit einem Wasser anfangen, bevor sie wieder nach einem Gin Tonic griff.
"Woher weiß ich, dass das kein Vorwand von dir ist um mich zu entführen oder zu vergewaltigen oder sowas?", fragte sie ihn geradeheraus. Ein wenig direkter, als sie es vermutlich getan hätte, wenn sie vollkommen nüchtern gewesn wäre, aber das war ihr gerade wirklich egal.


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Re: Fletcher & Sylvia ~ Did You Just Teleportate?
von Sylvia am 01.12.2020 11:51Den Schreck noch immer in den Knochen sitzend, lächelte Sylvia den Fremden - Fletcher - unsicher an. Er war wirklich wie aus dem Nichts erschienen,a er je länger Sylvia darüber nachdachte und je mehr Zeit verstrich, desto mehr kam sie zu dem Schluss, dass ihre Augen ihr wirklich einen Streich gspielt haben mussten. Das konnte in der Dunkelheit, leicht angetrunken und vor allem wenn man völlig in Gedanken war, schnell passieren. Ja. Sie hatte ihn sciher vorher einfach nicht bemerkt.
Verrückt, wie der Körper physische doch unwichtig erscheinende Eindrücke ausradieren konnte, oder?
"Ist...ist schon okay", beruhigte Sylvia den Fremden und ihr Lächeln wurde ein weniger fester. "Ich war ja auch in Gedanken."
es war schon eine merkwürdige Siatuation. Im dunkeln auf einem Feld zus tehen, mit einem fremden Mann. Gott, hier konnte wer weiß was passieren - nein! Neiiiin, daran wollte sie jetzt nicht denken.
Sylvia blickte auf, als Fletcher sie erneut ansprach. Ob er jetzt herausfinden wollte, ob man sie vermissen würde, wenn sie verschwand. Konnte schon sein... Besser, sie ging auf Nummer sicher. "Zurzeit findet ja dieses Musikfestival statt, mit den einheimischen Lieder in den Pubs. Ich bin ein bisschen durch die Pubs gezogen und bin jetzt auf dem Weg zum nächsten. ein paar Freunde warten da auf mich."
Das war gelogen. Der letzte Teil. Aber besser er glaubte, man würde sie erwarten und dass man nach ihr suchen würde, sollte sie...verschwinden. Ihr Herz hämmerte ihr heftig in der Brust. Mein Gott, wann war sie denn so paranoid geworden?


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Re: Fletcher & Sylvia ~ Did You Just Teleportate?
von Sylvia am 29.11.2020 16:19Ihr Atem ging schnell, sie hyperventilierte fast schon, während das Herz in ihrer Brust raste.
Sie starrte diesen Mann mit weit aufgerissenen Augen an, dass man das Weiß um ihre Iris sehen konnte, während dieser sich ihr locker näherte. Als er sprach war seine Stimme ganz normal, sogar sanft, und doch war Sylvias ganzer Kopf von einem einzigen dröhenden Rauschen umgeben. Ebenso wie ihr Herz, rasten auch die Gedanken in ihrem Kopf.
Scheiße.
Konnte es wirklich sein, dass er schon die ganze Zeit dort gewesen war? Dass er einfach aus den Schatten getreten war, sie ihn vorher nicht bemerkt hatte, sie zu sehr in Gedanken versunken gewesen war? Sie erinnerte sich so genau, wie er ganz plötzlich vor ihr auf dem Weg in der Dunkelheit erschienen war... doch es war Nacht, es war dunkel, sie hatte ein wenig was getrunken... Reagierte sie über? Könnten ihre Augen ihr wirklich nur einen Streich gespielt haben??
Sie öffnete ihre Lippen, holte tief Luft, versuchte mühsam, sich zu beruhigen - nicht wie ein Gespenst in dieser Nacht zu stehen, ohne diesen Kerl zu beachten.
Dannazione*, konzentrier dich, Sylvie!, tadelte sie sich selbst in Gedanken und atmete noch einmal beruhigend durch, ehe sie sich auf den Mann vor sich fokussierte.
"Ich bin Sylvia", stellte sie sich also endlich vor und schenke ihm ein unsicheres, schwaches Lächeln. Plötzlich war sie sich der Dunkelheit und des einsamen verlassenen Feldwegs um sie her unglaublich bewusst. Und sie stand hier alleine mit einem fremden Mann, der aus dem nichts gekommen zu sein schien.
So fingen Horrorbücher normalerweise ein.
Sie versuchte, das unwohle Gefühl in ihrer Magengegend zu ignorieren, was wirklich leichter gesagt als getan war. "Es tut mir Leid, Sie haben mich erschreckt", zwang sich Sylvia erneut zu einem Lächeln. Starr stand sie da und wusste nicht, wohin mit sich. Sie war versucht, einfach an dem Mann - Fletcher - vorbei zu gehen, ihren Weg forzusetzen... doch war dieses Gespräch nicht vorbei und ehrlich gesagt behagte es ihr gar nicht, diesem Mann ihren Rücken zuzukehren...
*Verdammt


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Re: Fletcher & Sylvia ~ Did You Just Teleportate?
von Sylvia am 27.11.2020 22:27Die Hände in ihren Jackentaschen vergraben ging Sylvia den einsamen Feldweg entlang. Es war stockdunkel, nur die funkelnden Sterne über ihr und der Vollmond spendeten ein wenig Licht. Dennoch machte sich Sylvia keine Taschenlampe an. Ihre Augen hatten sich an das Dunkel bereits gewöhnt - zumindest genug, um den Weg vor sich zu erkennen, die schwarzen Schatten der Bäume links von ihr und das weite, weite Feld rechts von dir, von wo auch dieser schneidende Wind kam, der geradewegs durch ihre Jeansjacke hindurchfuhr und sie frösteln ließ.
Ihre Schritte auf dem Kies hatten eine fast schon beruhigende Wirkung auf sie, und ihre leicht benebelten Gedanken aufgrund der paar Ales, die sie bereits intus hatte, ließen sie in diesem Moment fast zu einer völligen Entspannung hinreißen.
Ein Zustand, von dem sie schon fast vergessen hatte, wie es war.
Sie hatte zwei Wochen Urlaub, welche sie dazu genutzt hatte, nach London zu fliegen, um ihre Eltern mal wieder zu besuchen. Ihr Dad war natürlich nicht Zuhause gewesen - laut ihrer Mum, war er zurzeit in Amerika, um dort seine eigenen Kompsitionen gemeinsam mit seinem internationalen Sinfonieorchester aufzuführen. Ja, ihr Dad war in der klassischen Musikwelt wirklich weithin bekannt. Aber zumindest ihre Mum hatte sie besuchen können. Und dann hatte sie erfahren, dass in Dublin vier Tage lang ein irisches Kneipenfest stattfinden würde, wo in den Kneipen die urtümlichsten Gruppen spielten und gesungen und getanz und getrunken wurde. Ganz urig und heimlig.
Das hatte sich Sylvia wirklich nicht entgehen lassen wollen - sie liebte solche Atmosphären einfach! Also hatte sie sich spontan in den Flieger gesetzt und war eine Stunde nach Irland geflogen, wo sie nun diese vier Tage in einem kleinen motel verbringen würde, ehe sie wieder zurückflog. Und sie genoss es.
Es war zwar schon spät, doch Sylvia wollte noch eine weitere Kneipe aufsuchen, bevor sie zu ihrem Motel zurückkehrte.
Für einen Moment blieb sie stehen und so tief die kalte Nachtluft ein, füllte ihre Lungen damit und ein glückliches Lächeln erschien auf ihren Lippen. Dies war einfach der Inbegriff einer perfekten Nacht.
Sie öffnete ihre Augen wieder und setzte ihren Weg fort...
...als plötzlich, lautlos, wie aus dem nichts, sich eine Gestalt vor ihr materialisierte.
Mit einem spitzen Schrei stolperte Sylvia zurück, ihr Herz raste, und die Augen weit aufgerissen, dass das weiße ihrer Augäpfel zu sehen war, starrte sie auf diese Gestalt, diesen Mann, der sie geradewegs anstarrte und der eine Sekunde zuvor dort noch ganz sicher nicht gewesen war...


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Fletcher & Sylvia ~ Did You Just Teleportate? [beendet]
von Sylvia am 27.11.2020 22:16
...Sylvia De Santis ist in Dublin unterwegs, da dort ein Musikfestival der irischen Kneipen stattfindet und sie ihren Urlaub nutzt, um dies mitzuerleben. Als sie am Abend dann an einem Feldweg entlanggeht, angetrunken auf dem Weg zu ihrem nächsten Stopp, erscheint wie aus dem nichts plötzlich der Teleporter Fletcher Renn vor ihr auf... und Sylvia beginnt, ihre gesamte Existenz in Frage zu stellen...


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Re: Salazar & Sylvia ~ Let Me Help You
von Sylvia am 26.11.2020 16:24Sie musste nicht lange warten und dem mitleiderregenden Bellen und Winseln der Hunde lauschen, da kam bereits ein Mitarbeiter des Zwingers auf sie zu. "Guten Abend", erwiderte sie ebenfalls lächenlnd und schüttelte zur Begrüßung seine Hand, ehe er auch bereits einen Regen von Worten auf sie niedergehen ließ. Bei seiner Frage, ob sie einen schriflichen Nachweis habe, nickte sie. "Ach ja, richtig." Sie kramte in ihrer Tasche und zog ein Stück Papier heraus. Es war natürlich nicht von Mr. Rosales persönlich unterzeichnet worden (der zurzeit für solcherlei bürokratische Förmlichkeiten in einer zu schlechten Verfassung war), aber das Krankenhaus hatte eine Sondergenehmigung für solche Fälle im Wunsch ihrer Patienten, und diese Sonderverfügung legte Sylvia ihm nun vor. Im Falle des Falles hatten sie Mr. Rosales Wunsch natürlich auch noch auf Kamera, aufgrund der 24h-Überwachung, welche auf der Intensivstation existierte.
Kaum hatte der Commander die Sonergenehmigung inspiziert und offensichtlich für annehmbar empfunden, als er ihr auch schon einen ganzen Haufen von Informationen über den Hund und seine Haltung gab. Aufmerksam und ohne ihren Blick abzuwenden lauschte sie seinen Worten und merkte sich die wichtigsten Details, die er genannt hatte. Sie liebte Menschen wie Tiere und wollte unbedingt alles bei Cerberus richtig machen - sowohl zum Wohl des Tieres, als auch ihres Patienten.
Als dieser sie aufforderte, folgte sie dem Commander hinein in den Zwinger und schon wurde Cerberus an der Leine und mit Leckerlis zu ihr geführt. Bei der abschließenden Bitte von dem Mann, dass Cerberus und sein Herrchen baldmöglichst zusammengebracht werden sollten zur besseren Genesung nickte Sylvia mit dem Kopf. "Selbstverständlich", stimmte sie sogleich zu. Sie wusste nur zu gut, was für eine Wirkung Tiere auf eine kranke Person haben konnten und wie sehr es bei der (mentalen) Genesung helfen konnte. Sie hatte es am eigenen Leib erfahren. Dennoch konnte man nicht einfach mal eben so einen Hund mit auf die Intensivstation schleppen. Es gab strenge regeln - und genügend Patienten, welche bspw. auch eine Hundehaarallergie aufwiesen. Ein Hund auf der Intensiv könnte für diese schnell tödlich enden.
Doch Sylvia war fest entschlossen, ihr möglichstes zu tun, um den beiden zumindest ein wenig gemeinsame Zeit zu vermachen. Die ein oder andere Idee hatte sie schon. Sie müsste sich nur noch mit den Ärzten darüber aueinandersetzten.
Wenn sie so weitermachte, würde sie wohl wirklich noch gefeuert werden.
Sie bedankte und verabschiedete sich vom Commander und führte den verletzten Hund vorsichtig zu ihrem Auto. Sie hatte vorsorglich ein Handtuch auf der Rückbank ausgebreitet, auf welches er sich legen konnte und schon fuhr sie nach Hause.
Ihre Mum hatte rot umrandete, feuchte und geschwollene Augen, als sie die Tür öffnete - vermutlich hatte sie den ganzen Tag geweint - doch freute sie sich sehr über den unerwarteten Besuch. Während ihre Mum sich sogleich über das beste Essen für Cerberus informierte und sich in die Küche stellte, fuhr Sylvia nochmal los, um am späten Abend ein Hundebett und auch einiges an Kauspielzeug zu kaufen. Sie wollte, dass es dem Hund an nichts mangelte.
Sie gab ihrer Mutter auch alles weiter, was der Commander ihr zur Erziehung des Hundes aufgetragen hatte und ihre Mum nichts. Sie würde häufig und lange mit ihm hinausgehen und sich um alles kümmern, versprach sie. Sylvia sollte sich nur darum sorgen, dass sein Herrchen schnell wieder auf die Beine komme.
Und Sylvia war ihr unendlich dankbar dafür. Ohne ihre Hilfe wäre es ihr unmöglich gewesen, sich pflegerecht um Cerberus zu kümmern.
Am nächsten Tag zurück zu ihrer Schicht hörte sie von den schwerwiegenden Komplikationen, die ihr Patient in der Nacht gehabt hatte. An diesem Tag wachte er noch nicht auf, erst am nächsten Tag war es soweit, dass Mr. Rosales nach den erlittenen Strapazen die Augen erneut öffnen konnte.
Die Ärzte setzten sie darüber in Kenntnis und nachdem Sylvia ihre Runde beendet und alle notwendigen Informationen über die Patienten in die Listen eingetragen hatte, kehrte sie in das Krankenzimmer von Mr. Rosales zurück. Allein, bleich, dünn und erschöpft lag er da in dem weißen Bett.
"Guten Mittag", lächelte Sylvia ihn leicht und freundlich an und trat näher an sein Bett. Die Infusion war noch voll. Die Vitalwerte könnte sie gleich noch überprüfen. "Wie geht es Ihnen? Irgendwelche Beschwerden?" Sie trat ans Fußende seines Bettes und legte ihre dünnen Hände darauf ab. Sie wusste, auf welche Information er vermutlich sehnsüchtig wartete. "Ihren Hund Cerberus habe ich aus dem Zwinger geholt. Während meiner Schicht kümmert sich meine Mutter sehr liebevoll um ihn. Sobald Sie in der passenden Verfassung sein werden, werde ich zusehen, dass ihr beide euch widersehen könnt." Sie lächelte ihn leicht und aufmunternd an.


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Re: Salazar & Sylvia ~ Let Me Help You
von Sylvia am 22.11.2020 18:17Sylvia nickte. Das ließe sich ändern. Und er hatte Kopfschmerzen?
Die Wut in ihr, was diese Idioten mit ihrem verdammten Besuch angerichtet hatten (und den noch größeren Zorn, dass der Doktor diesen Besuch überhaupt zugelassen hatte), schob sie beiseite. Das einzig Wichtige für diesen Moment war die Gesundheit ihres Patienten.
Dieser wechselte die Sprache, doch da hörte Sylvia ohnehin schon kaum noch zu, denn sie erkannte die Anzeichen seines Körpers. Das Würgen, das Zusammenkrümmen, die Anspannung all seiner Muskeln. In geübten schnellen Handgriffen hatte sie den Eimer hervorgeholt, half Salazar, sich ein wenig zur Seite zur ollen (dabei natürlich darauf achtend, dass cihs ein Bein nicht bewegte) und er sich übergab.
Erst als die Anspannung von seinem Körper allmählich nachließ, er nur noch leise zuckte und der Würgeflex vorbei war, drehte sie ihn wieder auf den Rücken. Sie nahm ein feuchtes Tuch und wischte ihm das Erbrochene von den Lippen. Er sprach zu ihr - es klang wie Spanisch - doch verstehen konnte sie nichts. Die meiste Zeit ihrer schulzeit war sie in einer psychatrischen Klinik gewesen und das, was sie gelernt hatte, das hatte sie größtenteils wieder vergessen. Sie konnte nur Englisch und Italienisch, ihre beiden Muttersprachen.
Aber es war auch nicht nötig. Sie sah dan Schmerz in seinen Augen und rief den Doktor. Gemeinsam erhöhrten sie die Schmerzmitteldosis der Infusion, um ihm diese zu nehmen dämmten auch das Licht, damit es den Patienten nicht mehr blendete.
"Versuchen Sie zu schlafen", saget Sylvia sanft zu ihm, nahm einen nassen Tupfer und befeuchtete mit diesem die Lippen des Patienten, anschließend öffnete sie leicht seinen Mund, um auch seine Zunge zu befeuchten. Er brauchte Flüssigkeit, aber trinken oder richtig schlucken musste der Körper erst wieder lernen.
"Ruhen Sie sich aus." Sie lächelte Mr. Slytherin freundlich an, ehe sie leise das Krankenzimmer verließ.
Den Rest ihrer Schicht schlief der Patient durch. Hin und wieder befeuchte sie ihm nochmal die Lippen mit dem Tupfer und überprüfte seine Vitalwerte, doch es blieb alles normal. Nach ihrer Schicht verabschiedete sie sich von ihren Kollegen und ging aus dem Krankenhaus. Mittlerweile war es dunkel draußen. Es war 8 Uhr abends. Sylvia spähte auf ihr Handy dochi hre Mutter hatte ihr weder geschrieben, noch angerufen.
Nun, das war doch immerhin etwas. Sie blickte auf die Adresse, welche sie sich aufgeschrieben hatte. Dr. Lewis hatte ihr die Daten von Mr. Slytherins Kollegen gegeben und bei diesen hatte sie sich informieren können, in welchem Zwinger genau der Hund untergebracht war.
Cerberus, wenn sie sich recht erinnerte. Ein schöner Name für einen Bombenspürhund (was er anscheinend war, wenn er gemeinsam mit seinem Herrchen im Krieg in Afghanistan unterweges gewesen war).
Der Zwinger war gar nicht allzu weit entfernt. Nach einer zwanzig-minütigen Autofahrt war sie bereits dort.
Sie würde noch Hundefutter besorgen mussen, und am besten auch ein Körbchen. Obgleich...vielleicht würde sie das auche infach ihrer Mutter aufgeben. Sie brauchte Ablenkung und der Hund würde ihr gewiss helfen.
Sie kam am Zwinger an, parkte, stieg aus ihrem Wagen und hinein ins Gebäude, wo sie zur Rezeption gehen und den Mann dahinter anlächelte. "Guten Abend? Mein Name ist Sylvia De Santis. Ich bin hier um den Hund Cerberus für seinen Besitzer Mr. Salazar Slytherin abzuholen."


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