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Re: Sylvia &' Quentin: The last person I want to see right now...
von Sylvia am 02.07.2021 18:04Die ganze Situation war einfach nur aufwühlend. Anstrengend. Die Fragen der Polizei waren nötig, dass wusste Sylvia - vermutlich besser als jeder andere und sie antwortete auf alle wahrheitsgemäßig, sogar ruhig. In gewisser Weise half ihr sogar dieses ganze Verfahren irgendwie ihre äußerliche Fassung und Ruhe wieder zu erlangen. Sie kannte dieses ganze beschissene Prozeredere doch. Wo genau, was genau,wer genau. Und was man selbst getan hatte natürlich. Sylvia ließ nicht das geringste aus, erzählte alles, woran sie sich erinnern konnte im Detail. Was nicht alles war, und doch das meiste. Ihr wurde etwas zu trinken gebracht, was sie praktisch nicht anrührte.
Sie war dankbar dafür, dass Quentin mit ihr hierhergekommen war, obwohl... obwohl es ihm so schlecht ging. Bei dem ganzen Hin und Her, der Befragung, dem Mitschreiben, der Polizisten, der Blicke und Überachungsgeräte und Tonaufnahmen war es Sylvia im Augenblick nicht möglich, darüber intensiv nachzudenken, doch unablässig spuckte das Gesehene in ihrem Hinterkopf herum, belastete und ließ ihre Schuldgefühle zusätzlich wachsen. Und nicht nur die Schuldgefühle bezüglich Quentin, dass sie nie etwas bemerkt hatte, wie schelcht es ihm ging und wie dringend er offenbar Hilfe und einen Freund brauchte und überhaupt, die Schuld wie ignorant und Augen verschließend sie gewesen war - diese Schuld Quentin betreffend weitete sich still und heimlich wie schwarze Ranken die ihre Fangarme ausstreckten um alles helle zu versuchen auch nach dem Leichenfund auf. Wenn sie nur ein wenig früher Luft schnappen gegangen war... vielleicht irgendetwas gesehen hätte, wie zwei verdächtige Gestalten hinausgegangen wären... oder ... einfach nur etwas früher dagewesen wär!! Hätte sie es dann nicht vielleicht verhindern können? Oder wenigstens sich um die Verletzte kümmern können? Verdammt, sie war Krankenschwester und sie war es geworden, um Menschen zu retten, zu helfen. Nicht damit sie weiter einfach so starben!!
Sie war froh, als die Befragung endlich vorbei war und sie hinaus an die kühle Luft treten durfte. Tief atmete sie durch. Es kribbelte in ihren Fingern und kaum sah sie Quentin an, sah sie wieder sein dunkles Zimmer vor sich. Der Geruch. Sein gebrochenes Gesicht, der Blick seiner Augen die völlig fertig ausgesehen hatten und sie hatte ihn so überfallen und sie hatte nie etwas bemerkt und...
Ihre Finger kribbelten. Sie kribbelten in dem Wunsch ES zu tun. Nach hause zu fahren und ES zu tun. Sie musste sich ablenken. Irgendwie. Langsam ging sie zu ihrem Freund (war sie das überhaupt? Eine Freundin von ihm, wenn sie noch nichtmal merkte, wie schlecht es ihm ging? Ihm nicht half? Ja, ihn stattdessen sogar zusätzlich belastete?) und Bandkollegen und ließ sich langsam neben ihm auf die Bank nieder. Bat ihm um eine Zigarette. Sie musste sich ablenken. Wollte nicht an ES denken. Ansonsten kribbelte die Scuhld und das schlechte Gewissen nur noch stärker in ihr und... fuck. Sie wollte nicht dran denken, wollte es sich nicht vorstellen. Und so griff sie nach der einzigen Ablenkung, die ihr grade in den Sinn kam.
Sie fragte Quentin nach einer Zigarette.
Bei seiner Aussage zuckte sie nur mit den Schultern. Es war ihr egal. Es war ihr in diesem Augenblick so egal. Sie brauchte einfach... einfach IRGENDWAS um sich abzulenken, irgendwas...
"Danke", sagte sie, als er ihr dann schließlich doch die Schachtel hinhielt und sich eine Kippe herauszog. Es war seltsam sie zwischen den Fingern zu halten. Unwirklich. Aber fuck, alles in dieser Nacht wirkte unwirklich, wie in einem nichte nden wollenden Alptraum. Sie kannte das Gefühl. Diese Surrealität. Sie hatte gehofft es nie wieder erleben zu müssen, das hatte sie wirklich gehofft...
Quentin hatte ihre Zigarette angezündet, ohne dass sie es wirklich gemerkt hatte. Sie sog daran, spürte wie der Rauch unnatürlich in ihre Kehle drang und den Hustenreiz erweckte. Sie hustete ein, zweimal trocken, was stoßweite den Rauch aus ihren Lippen entließ, doch sie nahm sogleich noch einen Zug, mit geschlossenen Augen. Diesmal hustete sie nicht, atmete einfach nur durch den Mund aus und versuchte das seichte Zittern ihrer Hände zu beruhigen. NIcht an Daheim zu denken. Es herrschte Stille. Das mochte Sylvia nicht, aber sie wusste auch nichts zu sagen. Bis Quentin sie dankenswerterweise unterbrach.
"Ja. Ich hab ihnen alles erzählt", antwortete Sylvia zugleich und nahm noch einen Zug. Sie war bereits halb aufgeraucht. Wann war das passiert? Leicht verzog sie das Gesicht als sie daran dachte, wie sehr ihre Klamotten jetzt danach stinken würden. Gleich noch was, für das sie sich würde bestrafen können... was sie mit dem Schmerz würde verarbeiten können...
Sie seufzte. Sie konnte es nicht länger Aufschieben. Eigentlich hatte sie sich auf der Polizeistation ein Taxi rufen wollen, aber dann dachte sie an Quentin. Vorhin sein kurzes Atemholen. Seine Wohnung. Den Ausdruck in seinem Blick...
Sie konnte ihn doch nicht nachts allein nach Hause lassen, erst recht nicht, wenn ein Mörder herumlief.
"Wollen wir los?", fragte sie ihn, ihn von der Seite her ansehend und erneut an der Zigarette ziehend. Sie würde ihn zu sich bringen und dann so schnell wie möglich zu sich selbst nach Hause eilen und dann...
Und dann...
...die Erlösung suchen.


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~aus Sylvias Song "This Angel"
Re: || Louise E. Marquardt ||
von Sylvia am 14.06.2021 10:53Soooo... Sylvia wollte dann hier ja mal nach einem Plätzchen bei Freunden anfragen, nicht wahr? 


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~aus Sylvias Song "This Angel"
Re: Sylvia &' Quentin: The last person I want to see right now...
von Sylvia am 03.06.2021 00:04Komplett schweigend gingen sie durch die kalte Nachtluft. Kühl strich sie üebr ihr Haut, doch verursachte sie keinerlei Gänsehaut - im Gegenteil, ihr war warm, nein, nahezu heiß. Fiebrig, als würde sie krank werden. Obgleich sie das nicht wurde - zumindest nicht wörtlichen Sinne. Doch auf gewisse Art und Weise... wurde sie krank. Nicht physischer, aber psychischer Natur. Die Gedanken an die Klinge zu unterdrücken waren ein schlichtes Ding der Unmöglichkeit und bereits jetzt brannten die schuldgefühle in ihr, dass sie auch nur daran dachte, das wieder zu tun. Verdammt, sie hatte diese Hölle doch bereits einmal durchschritten. Wollte sie das wirklich aufs Spiel setzen? Wollte sie diesen Zyklus, diesen langen aufwendigen, notwendigen Zyklus wirklich wieder von neuem beginnen wollte sie wirklich wieder hinein in diesen strudel, diesen Sog der Dunkelheit, bei dem es alle Kraft der Welt brauchte, sich daraus zu befreien, so man es denn überhaupt schaffte? Und selbst das nur mit fremder Hilfe?
Andererseits war Sylvia mehr als nur bewusst... das es bereits zu spät war. Sie spürte, dass dieser dunkle Sog wie mit seinen äußerten Rändern ebreits wieder erfasst hatte. Noch nicht gänzlich, sie war noch gänzlich schutzlos, wurde noch nicht von ihm von einer zur anderen Seite gewirbelt, immer tiefer und tiefer hinein, doch die schwarzen Schlieren spielten bereits mit ihrer Kleidung, strichen wie dieser kühle Wind über ihre Haut, mit ihren blonden Haaren und drangen in sie hinein.
Es war eine teufliche Versuchung. Und eine Veruschung... fuck, der sie nicht würde widerstehen können... Sie wusste es..
Ein lautes, ohrenbetäubendes Dröhnen erfüllte ihre Ohren und blinzelnd sah Sylvia auf, tauchte aus tiefsten Untiefen ihrer eigenen Psyche wieder auf und erblickte eine U-Bahn, welche rasant an ihr vorbeifuhr, mit einem lauten, trommelfellzerreißendem Quietschen verlangsamte und schließlich zum Stillstand kam, die Tür zwei Meter von ihnen entfernt. Wie surreal festzustellen, dass er hier draußen tatsächlich auch noch eine Welt gab. Wie surreal festzustellen, dass sie nichts von dem Weg hierher wahrgenommen hatte, einfach vollkommen blindlings Quentin gefolgt war, wohin auch immer er sie führen mochte. Doch nun verstand sie seinen Plan. Wo sie lang mussten.
Es brauche einen Augenblick, bis ihr einfiel, dass sie einsteigen musste, dass sie ihren Beinen den Befehl geben musste, sich in Bewegung zu setzen. Und so startete sie erst etwas verzögert und betrat nach Quentin das innere der U-Bahn, wo sie sich auf einem kalten harten Sitz niederließ, welcher sich ebenso surreal anfühlte wie alles andere hier. Solch eine Erfahrung hatte sie bisher nur selten gemacht. Sehr selten. Dieses Entkörperungsgefühl. Doch grade war es allumfassend. Sylvia blinzelte, atmete. Sie musste einfach hier bleiben. Sich darauf fokussieren, was sie zu tun hatte. Sie senkte den Kopf, presste ihre schweißnassen Hände aneinander, presste die Lippen leicht zusammen. Sie würde zur Polizei gehen und ihnen alles beschreiben. So wie damals. Alles kein Problem. Damals waren es ihre Schwestern gewesen, dieses Mal würde es einfacher werden. Es war nur eine Fremde, eine Frau die sie nicht kannte.
Nur eine Fremde. Allein der Gedanke ließ ein Stechen durch ihr Herz fahren. Ein Stechen, welches ihre Gedanken sofort wieder auf die Rasierklinge lenkte - nein. Nicht Rasierklinge. Messer. Küchenmesser. Sie wusste genau wo es lag in ihrer Küche. Sie würde es aus dem Block ziehen und sich in der Küche niederlassen, oder auf ihrem Bett. Nein, wahrscheinlich machte sie es gleich. Am Waschbecken. Über dem Waschbecken, damit das Blut...
Ihr wurde schlecht, sie presste ihre Finger gegen ihre Schläfen. Polizei. Sie sollte daran denken. An ihre Aussage. Das war doch das Wichtige. Das war doch das Wichtige!! An das andere sollte sie noch nicht einmal denken!!
Quentins Hand auf ihrer Schulter nahm sie kaum wahr. Zu durch den Wind war sie, zu sehr damit beschäftigt mit ihrer Psyche zwischen ihrem Innenleben und der Außenwelt hin und her zu pendeln. Doch als die Hand verschwand und er aufstand bemerkte sie es, erhob sich ebenfalls und folgte ihm schweigend wieder nach draußen. Es tat gut, sich zu bewegen. Treppenstufen zu gehen. Und schließlich die Nachtluft wieder auf ihrer Haut zus püren. Unbeschreiblich gut. Riss sie ein wenig aus ihrem endlosen paradoxen Gedankenstrudel heraus. Erinnerte sie daran, wo sie war, was sie zu tun hatte. Bald wäre sie auch auf der Polizeistation und dann würde sie endlich ihre Aussage machen können. Und dann...
In diesem Augenblick bemerkte sie, dass Quentin nicht mehr neben ihr ging. Sie wandte sich um, konnte sehen, wie er vollkommen erschöpft an einer Straßenlaterne lehnte. Er sah wirklich nicht gut aus. Überhaupt nicht gut. Entschieden drückte sie ihre eigenen Sorgen beiseite, obgleich sich ein festsitzender Stein in ihren Magen legte und sämtliche ihrer Organe zerdrücken zu wollen schien. Die Bilder seiner Wohnung kamen ihr wieder in den Kopf.
Warum hatte sie nie etwas bemerkt??!
Ihre Schuldgefühle verstärkten sich, doch auch die packte sie jetzt weit, weit weg. Er - und niemand anderes - sollte davon erfahren. Das war ihr eigener Kampf. "Klar, kein Problem", sagte sie also sogleich auf seine Worte, stellte sich neben ihn, die Hände in ihren Hosentaschen vergraben. Weißlicher Nebel bildete sich vor ihrem Mund, wann immer sie ausatmete. Sie versuchte einen neuen Trick: nämlich einfach an nichts zu denken. Fokussierte sich rein auf das Hier und Jetzt. Die Häuser, die Straße, das organe Licht der Straßenlaternen - die fernen Motorengeräsuche eines Autos... das funktionierte ganz gut. "Alles okay?", fragte Sylvia nochmal besorgt nach, als Quentin sich aufgerichtet hatte.
Dann gingen sie weiter. Nach zwei weiteren unglaublich kurzen und gleichzeitig endlos langen Minuten hatten sie dann endlich das Polizeipräsidium erreicht. Unter dem Blick der Wache hinter der Glasscheibe bei der Tür traten sie in den schmalen Gang ein und schließlich in den Empfang, wo ein Polizist am Schreibtisch saß und irgendetwas auf seinem Computer eintippte. Erst nach einer kleinen Weile blickte er dann auf, um Sylvia direkt anzusehen.
"So, bitte. Was kann ich für Sie tun?", fragte er freundlich und sah sie aus blaugrauen Augen an.
Sylvias ganzer Körper fühlte sich vollkommen taub an, als sie die Lippen öffnete. Auf den Weg hierher hatte sie über so viele Worte nachgedacht, sich so viele Sätze zurecht gelegt, wie sie beschreiben könnte, was geschehen war, ihren Weg auf der Party nach draußen, ihre Beobachtungen - und alles was jetzt herauskam war: "Ich hab eine Leiche gefunden."
Der Polizist blinzelte sie eine gefühlte Ewigkeit nur an - in Wahrheit schaltete er nahezu direkt um. Er öffnete ein neues Aktenfile auf seinem Computer, sein Blick und ganzer Gesichtsausdruck nun viel ernster. Ein Diktiergerät wurde angeschaltet. "Erzählen Sie mir genau, was passiert ist."
Und Sylvia erzählte. Die Worte überkamen sie einfach. Tonlos erzählte sie, schildete eine Begebenheit nach der anderen. Den genauen Ort. Das Aussehen der Frau. Was sie getan hatte und wohin sie gegangen war. Alles. Detailgetreu erzählte sie es so, wie sie sich erinnerte - und sie war froh, dass Quentin da war. Ihr wurde eine Flasche Wasser gebracht, zur Beruhigung. Eine andere Polizistin kümmerte sich um sie, doch später würde sich Sylvia an das alles nur wie in einem Rausch erinnern. Nebengeräusche, die nichts mit der eigentlichen Melodie zu tun hatten. Und die eigentliche Melodie war das, was in ihr schlummerte, war das, was im Augenblick noch piano spielte, doch bald zu einem Forte anschwellen würde, aus ihr herausbrechen würde und dann wäre schlussendlich alles vorbei.
Immer wieder beschrieb sie die Sachverhalte. Quentin entschuldigte sich und Sylvia schenkte ihm ein kleines dankbares Lächeln, als er hinausging. Er sah fürchterlich aus. Es tat ihr wirklich leid, ihn in das alles mithineingezogen zu haben. Erst recht, da er wirklich ohnehin schon genügend eigentliche Probleme zu haben schien. Etwas, wofür sie sich würde bestrafen müssen...
Oh fuck. Sie tat es schon wieder...
Doch die Polizei schien endlich alles zu haben. Schon während des Gespräches war eine Mordkommision vor Ort und hatte den Tatort abgesperrt. Ihre Zeugenaussage und Kontaktdaten waren aufgenommen worden, ihr wurde versichert, dass alles getan würde, um den Mörder zu finden und gleichzeitig wurde sie gebeten sich unverzüglich zu meldne, sollte ihr etwas weiteres einfallen. Sylvia nahm die Karte des ermittelnden Kommisars entgegen, die ihr gereicht wurde und die sich viel zu rau zwischen ihren Fingern anfühlte und steckte sie ein. Sie bedankte sich, wünschte allen eine gute Nacht (falls eine solche Nacht auch nur ansatzweise gut sein konnte) und lehnte das freundliche Angebot ab, ob sie nach Hause gefahren werden sollte.
Nein. Das würde ihr Schuldgefühl nur noch vergrößern. Denn nun ging der Weg nach Hause. Etwas, was sich den Knoten in ihrem Magen nur noch fester zusammenzurren ließ, etwas, was diese fürchterliche andersartige und so unendlich vertraute Melodie in ihr allmählich lauter werden ließ....
Draußen traf sie auf Quentin, der eine Zigarette zwischen den Fingern hielt. Es kribbelte in ihren Fingern. Und zwar fürchterlich. Sie wollte sich ablenken. Sie wollte nicht an das tun, was geschehen würde, wenn sie in ihren eigenen vier Wänden war, wenn sie die Tür hinter sich geschlossen hätte. Sie musste sich ablenken, irgendwie...
"Alles in Ordnung?", fragte sie und trat zu Quentin. Ihre Stimme hatte sich gefangen. Sie wirkte wieder ruhiger. Stabiler. Ihre Emotionen waren wieder in ihr verschlossen, während ihrer Aussage im Präsidium hatte sie Zeit gehabt, sich wieder zu berappeln. Außerlich zumindest. Innerlich herrschte merh Chaos denn je. Sie nickte zu seiner Zigarette. "Darf ich auch eine?" Sie war Nichtraucherin. Aber gerade war es ihr egal. Sie brauchte etwas. Irgendetwas. Auch wenn sie es wahrscheinlich bereuen würde...


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Re: Sylvia &' Quentin: The last person I want to see right now...
von Sylvia am 08.05.2021 20:22Was?
Die Nachfrage hallte in ihrem Kopf nach. Wie ein grausames Echo in den Windungen ihres Gehirns, dass bei jeder Kurve abprallte, sich wiederholte, bis in die Unendlichkeit verlor. Was? Was? was? was? was...? was...? was.... Sie konnte es ja selbst kaum begreifen, konnte es selbst kaum realisieren. Wie viel Pech brauchte ein Mensch im Leben, damit ihmd ies widerfuhr, was ihr widerfahren war. Wie sehr musste Gott oder der Teufel oder wer auch immer einen hassen, dass man nicht nur seine beiden Schwestern verlor, sondern auch noch diejenige war, die die Leichenf and oder sie in Armen hielt. Die nun schon wieder, ganz zufällig als Erste an einem Tatort war. Ihre Lippen öffneten sich langsam, klebten hier und da in kleinsten Fetzen noch ein wenig zusammen. Doch dieses Mal kamen die Worte ruhiger raus. Augenscheinlich gefasster, auchw enns ie das absolut nicht war. So überhaupt nicht. "Ich habe eine Leiche gefunden." Sie sah zu ihm auf. Es fühlte sich so unwirklich an. Es hörte sich sogar unwirklich an. Jeden einzelnen Herzschlag in ihrem Brustkasten nahm sie überdeutlich war, viel zu stark, viel zu intensiv. Pulsierte das Blut durch ihren gesamten Körper, obgleich sie sich doch selbst fast wie tot fühlte. Tot und überaufgedreht zugleich. Warum war im Leben eigentlich alles so sehr mit Gegensätzen behaftet?
Warum?
Die nächste Frage kam. Und nun flatterte ihr Herz ihr irgendwo in ihrer Kehle. Sie leckte sich über ihre leicht rissigen Lippen, fokussierte sich ganz und gar auf Quentin, versuchte krampfhaft nicht an die Frau zu ednken, wie sie da gelegen hatte, an ihre Haltung, an ihre Augen... "Vor dem Club hier, dem... scheiße. Scheiße ich hab seinen Namen grad vergessen!! Dem... dem..." Fieberhaft dachte sie nach. Fuck!! Das durfte doch jetzt verdammt nochmal nicht wahr sein!! "Hier... dem... Piper-Club!!" Da fiel es ihr ein. Gott sei Dank. Gott sei dank!! Was hätte sie denn snost bei der Polizei sagen sollen?? Oh Gott, fuck! Sie musste jetzt echt langsam am Riemen reißen verdammt! Aber wenigstens hatte sie aufgehört zu heulen, auch wenn ihr Körper nach wie vor zitterte wie Espenlaub.
Es dauerte gefühle Ewigkeiten, bis Quentin antwortete. Auf ihre Frage. Ihre Bitte. Ihr Flehen. Aber sie konnte es ihm nicht verdenken. Sie hatte ihn hier überfallen, mitten in der Nacht. UNd wenn sie ihn jetzt so ansah, sah er selbst völlig fertig mit dem Leben aus. Also - mehr als sonst, meinte sie. Sie sah ihn ja immer bei den Bandproben mind. einmal die Woche und wirklich gesund sah er da nie aus. Aber heute sah er besonders fertig aus. Fast bekam sie ein schlechtes Gewissen, doch entschlossen schob sie es beiseite, bis... er schließlich einwililgte.
Ihr fiel ein Stein vom Herzen. Wenigstens einer. Von diesem ganzen Geröllhaufen, der sich innerhalb von Sekundenbruchteilen eben dort in der Gasse, in diesem Hinterhof mit einem Mal wieder aufgestapelt hatte. Scheiße ey. Scheiße ey!!!!
Erneut umarmte sie Quentin. Diesmal jedoch auf ihren eigenen Füßen stehen bleibend. Und sie umklammerte ihn nicht, sondern umarmte ihn sanft, kurz. Ehrlich und innig. "Danke", flüsterte sie, ehe sie dann auf seine Einladung hin ebenfalls hineintrat in den Flur. Ein muffiger, abgestandener Geruch schlug ihr entgegen. Eine Mischung aus Schweiß, sehr alten Essensresten und ziemlich ungesund - Schimmelähnlich oder etwas in der Richtung, wenn sie sich nicht sehr täuschte. Es roch, als wäre das Fenster mehrere Monate nicht geöffnet worden und wollte einem im ersten Moment den Atem nehmen.
Die Erkenntnis, wie Quentin hier wohl leben musste und wie mies es ihm wirklich gehen musste, fühlte sich an wie ein Schlag in die Magengrube. Dennoch versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen, als sie in den dunklen Flur trat, bei dessen Helligkeit sie kaum mehr als schemenhaft die kreuz und quer stehenden Schuhe, die zum Teil von den Haken heruntergefallenen Jacken und den Schemen des Schrankes erkennen konnte.
"Okay", nickte sie nur leicht, während Quentin tiefer in seiner Wohnung verschwand. Dennoch blickte Sylvia sich um. Ihr Herz noch immer schnell, ihre Hände, ihr Körper noch immer zitternd bei allem was geschehen war - und nun packte sie die nächste erschreckende Erkenntnis. Vorsichtig - mit unendlich zitternden Knien - trat sie doch zwei Schritte weiter den Flur hinein. Konnte einen Blick in das unaufgeräumte, voller Gerümpel vollgestelte Wohnzimmer und die Küche werfen. Alles unabgewaschen, dreckig, verschimmelt. Die Tische überladen Sachen, von denen sie zum Teil gar nicht so genau wissen wollte, worum es sich handelte.
Das schlechte Gewissen zerfetzte ihr mit kalten harten eisigen Klauen ihr Herz. Wie hatte sie das nie bemerken können?? All die Zeit, welche sie sich nun schon kannten, jede Woche miteinander probten? Texte zusammen schrieben, Auftritte zusammen hatten und gemeinsam in Kneipen und Clubs mal was zusammen tranken? Wie war es möglich, dass sie nie realisiert hatte, wie schlecht es ihm tatsächlich ging? Natürlich redeten sie nicht viel über Privates während den Proben - also, schon. Vor allem die anderen beiden, aber eben nur Oberflächlich, was gerade jetzt auf Arbeit oder sonst so los ist. Ihre ganze Band wusste von ihr eigentlich nur, dass sie zwei Schwester hatte, die gestorben waren und sie damit Probleme hatte in ihrer Jugend- daher die Selbstverletzung. Und sie deswegen nach Rom ist, um Krankenschwester zu werden. Wohl die kürzeste Kurzfassung aller Zeiten. Quentin hatte natürlich immer ein wenig fertig ausgesehen, aber so...??
Sie hätte etwas bemerken müssen... ihm... ihm helfen müssen...
Und stattdessen kam sie jetzt mit sowas zu ihm.
"Oh scheiße", flüsterte sie, wandte sich von der Wohnung, als sie erneute Tränen in ihren Augen brennen spürte und biss sich selbst auf die Fingerknöchel ihrer Faust, um das Schluchzen zurückzuhalten. Mühsam zwang sie sich ein und auszuatmen. Und zum ersten Mal seit langer, langer, langer Zeit...
...hatte sie das Bedürfnis zur Klinge zu greifen.
"Oh scheiße...", flüsterte sie erneut, zwang sich zu atmen, ein und auszuatmen, blinzelte dabei an die Decke. Scheiße scheiße scheiße. Oh fuck. Nein. Nein, das durfte... das durfte echt nicht sein. FUCK.
Und doch, obwohl ihr Kopf, ihr Körper, alles in ihr wusste, dass sie das nicht tun sollte - dass sie doch Therapie gehabt hatte, dass sie die ganzen Methoden gelernt hatte, dass sie genau wusste, was für Übungen sie hatte, um sich von dem Impuls abzuhalten... es letztendlich nichts bringen wurde. Es war.. wie eine unterbewusste Vorahnung. Sie wusste es besser, fuck ja. Sie wusste was sie tun sollte. Doch bereits jetzt wusste ihr Unterbewusstsein, dass sie es nicht tun würde. Sie würde das nicht packen.
Sie würde sich wieder selbstverletzen.
In diesem Augenblick hörte sie hinter sich Geräusche und schreckhaft, fast schon mit einem leisen Aufschrei wirbelte Sylvia herum, ihr Herz erneut im Marathon rasend. Doch es war nur Quentin, der mit noch nassen Haaren wiede rauf sie zutrat. Er sah ein wenig besser aus als zuvor, was aber sicher nur der Dusche zu verdanken war, deren Temperatur ihm so etwas wie Gesichtsfarbe verliehen hatte. Ein wenig zumindest.
Sie nickte nur, traute sich nicht auch nur ein Wort zu sagen - nicht bei den Gedanken, die sie gerade gehabt hatte - und öffnete die Tür. Schweigend gingen sie gemeinsam durchs Treppenhaus hinunter und durch die Eingangstür nach draußen. Die kalte Luft strich seltsam irreal über ihre erhitzte Haut. Sie hatte gar nicht gemerkt, wie heiß ihr tatsächlich gewesen war. Jetzt war ihr kalt. Seltsam, dass vorhin im Club soe noch so angetrunken gewesen war. Jetzt spürte sie nicht das Geringste mehr davon. Noch nichtmal im Ansatz...
Bei der Berührung Quentins schreckte sie auf und blickte ihn an. Nein. schoss es ihr durch den Kopf, dicht gefolgt von den Gedanken an die Klinge. Der Rasierer.. nein, viel zu aufwendig. Das brauchte sie doch nicht mehr. Sie konnte genauso das Küchenmesser.... Der schwere Felsen in ihrem Magen verstärkte sich. "Ja", brachte se dann heraus. Ein Ja, was komplett abkackte, mit brechender Stimme, irgendwo in den Keller rutschte und die Lüge nahezu in diesen zwei Buchstaben herausschrie. Sie räusperte sich und setzte noch einmal an. "Ja, es... es geht schon." Diesmal hielt ihre Stimme besser durch - doch dieses Mal wollten sie ihre Augen verraten. Weitere Tränen drückten sich nach oben, ließen ihre Sicht verschwimmen, sämtliche Konturen in ihrem Umkreis unklar werden, verschwinden lassen. Sie schluckte schwer, wischte sich über die Augen. Sie zitterte. Jedes Herzschlag war dumpf und schwer. "Lass... lass uns gehen", brachte sie dann raus und zwang sich, einen Schritt vor den Anderen zu setzen. Einen. Und noch einen. Und wieder einen. Sie wusste nicht wohin sie gingen. Achtete nicht auf den Weg, konnte sich nur allein auf das Gehen fokussieren, dochs ie wusste, dass Quentin sie leiten würde. Er würde sie schon sicher zu ihrem Ziel anbringen und dann...
Oh Gott, fuck.
...und dann würde alles wieder von vorne beginnen...


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Re: Sylvia &' Quentin: The last person I want to see right now...
von Sylvia am 01.05.2021 23:47Ihr war kalt. Eiskalt. Eiskalt und höllisch heiß zugleich. Sie zitterte. Sie weinte. Sie schwitzte. Sie klammerte sich an dem Etwas, den Jemand fest, der da bei ihr war. Ihre Finger klamerten sich in Stoff, klammerten sich in Haut, in Fleisch, sie hing ihm förmlich an den Schultern, weil ihre Füße den Bodenkontakt nicht mehr fanden, weil ihr Körper verlernt hatte, was er tun sollte. Was er zut un hatte. Es ging gar nichts mehr, es war alles zu Ende.
Gedankenfetzten, undzusammenhängend, versmischten sich mit Erinnerungsfetzen,s etzten sich zusammen zu einem makabren Puzzle, das keinen Sinn ergab, welches vollkommen randomisiert war.
Damals hatten ihre Füße den Stand behalten. Damals. Julia. Sie wusste es noch. Ihre Füße erinnerten sich noch. Halbwegs. Sie hatte dagestanden und die lecihe angestarrt. Sie hatte noch nicht einmal geschrieen. Nicht so wie da. Sie war später zusammen gebrochen. Draußen. Straße. Dreck. Hatte auf Knien gelegen. Die Zeit dazwischen? Weg. Der Dreck. Die Straße. Da war Rickys Kopf auf ihren Scheiß. Sie hatte geweint. Da hatte sie geschrieen. Ihre Tränen waren auf Nicis Gesicht getropft. Der letzte röchelnde Atem noch in ihrem Ohr. Wie alles so schlaff geworden war. Und Gott, sie hatte geweint...
... geweint wie jetzt. Doch dieses Mal tropften die Tränen nicht auf das tota Gesicht ihrer Schwester, dem Blut seitlich aus den Lippen geronnen war, das Kinn hinunter, am Kieferbogen tropfend auf den Boden, nicht das Gesicht mit diesen totan starren glasigen leeren Augen, welche sie so an die unbekannte Frau, die Leiche in der Gasse erinnerten. Nein, diesmal wurden ihre Tränen von dem Oberteil ihres Freundes aufgesaugt. Ihres Freundes und Bandkolleges, des Drummeres in ihrer Band, der Schlagzeuger, ihr Freund. Ihr Freund, der hier war, ihr Freund, der sie hielt, ihr Freund, der ihr helfen würde.
Sie war nicht allein. Sie musste nicht allein dadurch. Sie wusste es. Fuck, sie wusste es. Sie hatte es doch gelernt. Damals. Damals in der Therapie. Ja. Ja. Daran musste sie deken. Nur daran.
Sie war nicht allein. Musste nicht allein damit sein.
Sie hatte Hilfe.
Ihn.
Was ist passiert?
Da war sie. Die alles entscheidende Frage. Verdammt! Sie musste sich endlich mal am Riemen reißen!!
Und endlich erhörte ihr Körper sie. Ihre Knie fühlten sich wie Wackelpudding an, ihre ganzen Beine zitterten, waren nicht mehr als Zahnstocher, welche jeden Augenblick einknicken könnten - aber ihre Füße hatten den Bodenkontakt wieder gefunden. Sie stand aus eigener Kraft, auf eigenen Beinen und langsam ließ sie Quentin los. Sie zitterte noch immer, dagegen konnte sie nicht das Geringste tun, und mit bebenden Händen wischte sie sich die Tränenspuren aus dem Gesicht. Sie schluckte schwer, ihr Herz noch immer schnell in ihrer Brust schlagend, blickte sie ihrem Freund in die Augen.
Wie sollte sie es ihm sagen?
Und noch ehe sie weiter darüber nachdenken konnte, hatten die Worte ihren Mund schon verlassen. Auf italienisch, selbstverständlich.
"Ich habe eine Leiche gefunden." Sie hatte sie klar und deutlich ausgesprochen, vielleicht etwas schneller als normal, doch gut verständlich. Ihre Stimme klang sogar fest. Viel, viel fester als sie sich fühlte. Hatte sie sich etwa schond aran gewöhnt über Leichen zu sprechen? Vielleicht sollte sie dankbar dafür sein, sich noch nicht daran gewöhnt zu haben, welche zu finden...
Sie wandte den Blick ab, während ihre Mundwinkel sich schmerzhaft nach oben zogen, sich jeder Muskel in ihrem Körper anspannte und es sie sämtliche Willenskraft kostete, das Schluchzen zu unterdrücken, einen weiteren Zusammenbruch nicht zuzulassen. Dazu hatte sie jetzt keine Zeit!! Nachdem sie aus dem dunklen Fenster in der Ferne geblickt hatte, ohne auch nur das Geringste zu erkennen, krampfthaft einige Male so ruhig wie möglich ein und ausgeatmet hatte, wandte sie sich ihm wieder zu.
"Der Handy meines Akkus ist schon wieder leer. Ich muss zur Polizei. Ich muss... ich muss ihnen erzählen, was ich gesehen habe. Was los war. Ich... ich brauche wen dabei, Quentin. Ich... kommst du mit?" Sie sah ihn an. Hoffte. Betete. Sie wusste nicht, ob sie es allein schaffen würde. Nochmal.
Sie wusste es nicht.
Sie dachte an ihre Arme. Die Narben.
Sie wusste es nicht...


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Re: Quentin Forbes
von Sylvia am 23.04.2021 23:27Hmmm... wollen wir dann erstmal noch "Gute Freunde" sagen? Weil so als Band unternimmt man ja sicher auch öfter mal was, geht zusammen in eine Bar oder was auch immer? 
Und dann können wir ja sehen, wie es sich noch so entwickelt 



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Re: Quentin Forbes
von Sylvia am 23.04.2021 21:11Alsooooooo...
Sylvia hätte dann hier gerne mal ein Plätzchen! Was darf sie denn so haben, abgesehen von Bandkollege? 


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Re: Sylvia &' Quentin: The last person I want to see right now...
von Sylvia am 18.04.2021 10:59Sylvia ging selten feiern. Im Großen und Ganzen war sie einfach nicht der Typ dafür - sie wusste selbst gar nicht genau, woran es lag. Womöglich einfach, weil sie in iherer Jugend nicht in diese Welt der Partys und clubs hineingezogen wurde, weil sie in dieser Zeit einfach - wortwörtlich - mit anderen Dingen zu kämpfen gehabt hatte. In erster Linie mit sich selbst. Es waren keine schönen Erinnerungen, aber es waren geheilte Erinnerungen, wie die feinen aber zahlreichen Narben auf ihren Unterarmen bewiesen. Erinnerungen, die ein Teil von ihr waren unda uch immer bleiben würden.
Mit einem Lächeln auf ihren Lippen, die vom aufgetragenen Lipgloss glänzten, bestellte sie sich noch einen Martini. Sie war angetrunken, locker und ... einfach gut drauf. Nur weil sie in ihrer Jugend nie auf Partys gegangen war, hieß das nicht, dass sie so etwas überhaupt nicht mochte. Im Gegenteil. Nachdem sie ihre Ausbildung als Krankenschwester in ROm abgeschlossen und erste Freunde gefunden hatte, hatte sie entdeckt, dass Partys durchaus schön sein konnten. Nur... eben nicht so oft. Sie hielt es lieber selten, aber dann war es auch immer etwas besonderes.
Und so ein Tag war heute. Eine Kollegin von ihr - Paola - hatte feiern ehen wollen und in ihre gemeinsame WhatsApp-Gruppe überwchänglich gefragt, ob man sich ihr nicht anschließen wolle. Und das hatten ein paar von ihnen getan. Neben Paola und ihr selbst flogen hier irgendwo noch Marietta und Giovanni herum. Vermutlich auf der Tanzfläche. Paola konnte sie an der einen Wand gerade auffällig mit einem Typen flirten sehen.
Mit einem Kopfschütteln griff Sylvia nach dem Martini-Glas, bedankte sich bei dem Barkeeper und bezahlte, ehe sie danne inen Schluck des kalten Alkohols nahm, der ihr durch die Kehle floss. Sie spürte das bisher Getrunkene bereits in ihrem Kopf, war ein wenig angetrunken und wirklich gut gelaunt - auch wenn die Bässe der Musik (die sie gerne als Bumm-Bumm-Musik bezeichnete) - ihr allmählich wirklich Kopfschmerzen bereitete.
Nach einem weiteren kleinen Schluck schien ihr nicht mehr nur das Bumm-Bumm tierisch auf die Ohren zu drücken, sondern mit einem Mal wurde sie sich auch der schrecklichs tickigen Luft um sich her bewusst. Die Enge, die sich ihr wie Finger um die Kehle legten und zudrückten. Rasch suchten iher Augen nach ihren Kollegen, konnte sie jedoch nicht ausfindig machen. Eigentlich hatte sie ihnen Bescheid geben wollen, dass sie mal kurz frische Luft schnappen war, aber... dann eben nicht.
Ihr erster Versuch war es durch die Masse der tanzenden Menschen zu kommen - was allerdings ein Akt der Unmöglichkeit war. Erst recht wenn man dabei versuchte ein noch gut gefülltes Martini-Glas irgendwie sicher mitzuführen, ohne das dessen Inhalt auf dem Boden verteilt wurde. Also ging Sylvia schließlich am Rand entlang und schlüpfte durch eine Tür, die in den hinterhof führte. Zwar jetzt nicht der wirklich öffentliche Ausgangsbereich - aber besser als nichts.
Sylvia schloss die Augen und atmete tief die Nachtluft Roms ein - sie roch keineswegs gut. Es roch eher etwas nach Abgasen und Müll, mit einer leciht süßilchen Note, von der sie gar nicht wissen wollte, woher genau sie kam. Doch im Vergleich zu dem Inneren des Clubs war es gerade wirklich einfach nur eine Wohltat.
Nachdem sie fast eine habe Minute einfach nur dagestanden hatte und die kühle Luft, die unter ihre schwarze, kurze und offene Lederjacke kroch, ihr weißes weites T-Shirt darunter leicht zum flattern brachte, genoss, öffnete sie die Augen, trat einen Schritt vor und wollte gerade noch einen Schluck ihres Martinis nehmen, als sie es sah.
Klirren in ihren Ohren, als Glas zerbrach.
Ein leeres taubes Gefühl in ihrer Hand.
Knirschen unter ihren Füßen, als sie ihr Gewicht leicht verlagerte.
Die Zeit stand still.
Da auf der Bank... lag eine Frau. Ihre aschblonden Haare hingen fast bis zu Boden, ihre Schultern lagen schräg auf der metallenen Seitenlehne der Bank, ließen ihren Kopf sich nach hinten überdehnen, ihren Nacken sich überstrecken, dass man die Wirbel erkennen konnte - ihre halb geöffneten, blaugauen Augen. Verwischter roter Lippenstift. Blasse Haut und Fingernägel, die blau lackiert waren, der eine zur Seite hinunterhängend, der Mittelfinger gerade so den Boden berührend. An ihrem Hals - und Sylvia konnte es sehen, sie konnte alles genau sehen, denn sie war da, sie stand genau davor (warum stand sie hier??) konnte sie die dunkel violette Verfärbung an ihrem Hals erkennen. Dort wo etwas - oder jemand - Hand angelegt hatte. Ein Seil, Hände, vielleicht auch etwas anderes. Doch es war genau dort gewesen. Genau dort, wo jemand beschlossen hatte, dieser jungen Frau ihr Leben auszurauben, es ihr zu rauben, sie....
Plötzlich atmete Sylvia ein, nachdem ihr Körper diese Funktion unbewusst für so lange Zeit unterdrückt hatte. Ihr Einatmen kam heftig, überraschend, ein Gieren nach luft, nach Leben, Licht, irgendetwas, die Suche nach Hilfe. Es war ein schmerzahftes Einatmen, welches ein unbeschreiblich heißes Stechen wie einen Blitz durch ihren Brustkorb zucken ließ, ein lautes Einatmen, das fast schon als Schluchzen durchgehen mochte, auch wenn die Tränen noch nicht da waren.
Nur die Panik. Endlose Panik. "NEIN!!!", schrie Sylvia und das Gefühl kehrte in ihren Körper, in ihre Beine zurück. Sie stolperte zurück, Scherben knirschten unter ihren Schuhen, ihr Herz raste, jetzt brannten die Tränen in ihren Ohren, während die panik sie wortwörtlich zu ersticken drohte. Sie schüttelte den Kopf, erst langsam, dann immer heftiger. "Nein! NeinneinneinneinneinneinneinNEINNEIN!!!"
Sie zitterte am ganzen Leib, während die Tränen sich nun lösten. Nicht schon wieder, bittebittebitte, warum nur, BITTE, WARUM??! Alles in ihr war am Schreien, sich am Krümmen vor Schmerzen, während das Bild ihrer älteren Schwester Julia wieder vor ihren Augen schwebte. Wie sie dort in die Tiefkühltruhe gepresst war, lieblos hineingestopft, sämtliche Knochen im Körper gebrochen, das hineingeritzte rote 'A' auf ihrer Brust, ihre Augen so starr und weit und kalt aufgerissen und....
"Bittebittebittebittebittebittebitte", flüsterte Sylvia,s chnell, panisch. Ihre Hände zitterten so sehr, dass ihr ihr Handy fast aus den Händen fiel, als sie es aus ihrer kleinen Tasche herauszerrte und sie es nur gerade noch so auffangen konnte.Wieder glitten ihre Augen zu der Leiche. Sie schluchzte. ihr eigenes Schluchzen drang in ihren Ohren und sie zitterte und ihr war kalt und sie hatte ANGST.
"Komm schon! KOMMT SCHON GEEEEEH ANN!!", brüllte sie ihr Handy an, doch egal welche Tasten sie drückte, egal wie sehr sie darauf hämmerte - der Bildschirm blieb schwarz. Der Akku war mal wieder leer. Der Akku, der verdammte Scheiß-Akku, den sie eigentlich schons eit wochen hatte auswechseln lassen wollen!!!
"Neinneinneinneinnein!", flüterte Sylvia erneut, schluchzend, ihre klammen Finger tasteten sich an der Backsteinmauer hinter sich entlang, den rauen körnigen Steinen. Wo ihr Handy war, wusste sie nicht. In ihrer Tasche, vielleicht fallengelassen zwischen den Scherben - es war egal. Ihre Augen nur auf der Leiche ruhend, auf der Leiche dieser fremden, armen Frau, die ihres Lebens beraubtw orden war, genauso wie Julia ihres Lebens beraubt worden war, genauso wie Nici ihres Lebens beraubt worden war, wie.... wie...
Ihre Beine schienen nicht mehr als Wackelpudding zu sein - es war ein schieres Wunder, dass sie sich überhaupt noch irgendwie auf ihren Füßen halten konnte. Schritt für Schritt, Mauerstein für Mauerstein, tasttete sie sich seitlich die Gasse entlang in Richtung der Straße. Ohne ihren Blick abwenden zu können. Abwenden zu können von der Gestalt, von den Malen an ihrem Hals, ihren Augen, den Haaren,....
Sie musste zur Polizei. Sie... sie musste zur Polizei!!
Was, wenn es wieder ein Serienkiller war? Was, wenn er wieder zuschlagen würde? Was, wenn es wie damals war, wie bei Julia??
Sylvia hatte - irgendwie - das Ende der Gasse erreicht. Ihre Finger klammerten sich blind an der Ecke. Und dann, den Blick noch immer auf der Frau dorthinten auf der Bank hängend, wie sie so leblos über der Lehne hing, drehte Sylvia sich um und rannte. Sie rannte blindlings, rannte so schnell sie konnte, sprintete, während die Tränenspuren auf ihrem Gesicht kalt brannten, während die Panik in ihr sie verrückt werden ließ - sie hörte nahezu wie ihr jemand folgte, Schritte, die ihr nachliefen - der Mörder, sicher der Mörder, der sie nun holen wollte, weil sie die Leiche gefudnen hatte, weil sie zur Polizei gehen wollte, weil sie seinen Plan gestört hatte, weil sie...
Sie stolperte über ihre eigenen Füße und schrie, als sie stürzte. Panisch, mit unfassbar rasendem Herzen, sich sciher, jetzt dem Tod ins Augen zu blicken drehte sich Sylvia auf den Rücken -
- und starrte eine verlassene Straße entlang. Straßenlaternen hüllen sie in orangenes Licht. In der Ferne überquerte gerade ein Spaziergänger mit Hund eine Straße, sonst war alles still.
Sylvia wimmerte. Ihre Hände waren leicht blutig, aufgeschrappt vom Sturz, kleine Steinchen hatten sich darin verfangen - ihre Jeans war an ihrem einen Knie aufgerissen, auch dort blutete sie. Aber sie merkte es nocht, noch nichtmal im geringsten. Langsam rappelte sie sich auf. Wandte sich um, ihren Kopf panisch um. Wo war sie?? War nicht doch jemand da? Irgendjemand?
Sie musste zur Polizei!
Und dann sah sie das Schild. Dann sah sie das Haus. Ja!! Ja!!!
Ohne sich umzusehen rannte Sylvia über die Straße und presste ihren Finger gegen das Klingelschild. Quentin. Hier wohnte Quentin, da stand es 'FORBES', es stand auf dem klingelschild und sie war hier und sie kannte Quentin. Er war teil ihrer Band, er war ihr Drummer, sie kannte ihn,e r war ein Freund von ihr und er würde ihr helfen können, ja, er würde ihr helfen können. Er würde ihr helfen können nicht durchzudrehen, nicht durchzudrehen, während...
Ihr eigener Atem war so unglaublich laut in ihren Ohren, dass er Wirbelstürmen gleichkam. Immer wieder wirbelte ihr Kopf herum, blickte die Straße entlang. War dort ein Schatten gewesen? Beobachtete sie jamdn, dort, außerhalbd es Scheins der Straßenlaterne?? War??
Und dann gab die Tür unter ihren pansichen Händen, die so feste dagegendrückten, plötzlich nach und sie stürzte nahezu ins Treppenhaus. In großen Dreierschritten sprang sie die Treppenstufen nahezu hoch, hinauf zu Quentins Wohnung, wo er in der Tür stand. Sie bemerkte gar nicht, wie fertig er war, zu sehr war bei ihr selbst gerade alles auf Ausnahmezustand.
"Quentin!!!", stieß sie aus, schluchzend und hatte ihn einen Moment später schon in die Arme geschlossen, nein, sie umarmte ihn nicht, sie klammerte sich an ihm fest, als würde ihr Leben davon abhängen. Sie wollte es ihm erklären, wollte ihm etwas sagen - doch alles was sie konnte, war, sich schluchzend an seinen Hals zu klammern, während ihre Beine, ihre Knie ihr nun endgültig den Halt versagen wollten, sie einknicken lassen wollten,... "Q...q...", stotterte sie und schluchzte. Schluchzte und hoffte, dass er sie trotzdem irgendwie verstehen würde, er da sein würde, ihr helfen würde..


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~aus Sylvias Song "This Angel"
Re: Salazar & Sylvia ~ Let Me Help You
von Sylvia am 17.01.2021 14:10"Das richte ich sehr gerne ein", saget Sylvia ehrlich und lächelte, ihre Gedanken bereits mal wieder einen Schritt voraus. "Meine Mum hat sicher nichts dagegen, jeden Nachmittag mit ihm vorbeizukommen zur Besuchszeit. Dann können Sie ihn jeden Tag sehen und mit ihm spielen. Falls sie sonst irgendwelche Kleinigkeiten haben möchten, mit denen sie mit ihm spielen können, dann sagen Sie nur Bescheid. Das richte ich gerne ein." Irgendwelche bestimmten Hunde-Accessoires zu besorgen würde nun wirklich kein Problem sein. Sie wollte einfach nur, dass es ihren Patienten so gut wie nur igend möglich ging mit de jeweils eher schwierigen Situation und dafür war sie - anders als viele ihrer kollegen - bereit vollen Einsatz zu zahlen. Sowohl innerhalb, als auch außerhalb ihres Berufes.
Das schuldete sie ihren Schwestern.
Einen moment lang dachte sie an Julia und Nici und lächelte traurig. Doch dann, in diesem Augenblick, als Kinder mit Stöcken aufeinander schlagend lachenda n ihr vorbeirannten, bemerkte sie, wie Mr. Rosales sich komplett versteifte. Jeder Muskel angespannt, seine Augen weit aufgerissen und nichts sehend.
Verdammt!
Sie wusste was das wa,r hatte es oft genug bei Kriegsveteranen gesehen.
Er er litt einen Flashback.
Sie wusste nicht, was es ausgelöst hatte - es konnte alles mögliche sein - doch in Hand umdrehen war sie bei ihm, hockte vor seinem Rollstuhl, legte ihre Hände sanft auf seine Schultern, um ihn nicht zu erschrecken - doch er schien ohnehin nicht das geringste von seiner Umgebung mitzukriegen.
"Mr. Rosales??", saget sie eindringlich, ihm unablässig in die Augen starrend. "Mr. Rosales! Können sie mich hören?? Hey!"
Und plötzlich zuckte er zusammen, blinzelte, war wieder da. Schweiß rann ihm über die Schläfe.
Und er sprach. Sylvia nahm ihre Hände wieder von seinen Schultern, blieb aber hocken wo sie war und blickte ihn besorgt an. Konnte darauf nichts erwidern. Sie wusste, das 'Sie hatten Glück.', das letzte war, was er gerade hören wollte.
Gott ist manchmal echt ein Mistkerl. Da zumindest konnte sie zustimmen.
"Ja. Das ist er.", sagte sie alles und mti einem Mal wusste sie, was sie sagen sollte. "Das ist er wirklich. Ich hatte zwi Schwestern, eine große und eine Kleine. Als Jugendliche habe ich die Leiche meiner großen Schwester gefunden. Ermordet von ihrem Freund. Sie war schwanger gewesen. Etwa ein Jahr später musste ich mit ansehen, wie meine kleine Schwester von einem Auto überfahren wurde. Sie verstarb an der Unfallstelle." Sie schob den Ärmel ihrer Jacke hoch. "Es wird ihnen aufgefallen sein-" Bei der Arbeit trug sie immerhin immer kurzärmlige Kleidung. Auch sie warf einen kurzen Blick auf die unzähligen hellen waagerechten Narben, die dort ihren Arm zierten. "-aber die hier, die kommen nicht von ungefähr."
Sie schob den Ärmel wieder hinunter und sah ihren Patienten an. "Gott kann wirklich ein Mistkerl sein, aber irgendwie kann es immer weitergehen. Immer." Sie hätte auch niemals gedacht, ohne ihre Schwestern leben zu können. Mit diesen Erinnerungen im Kopf, diesen Bildern. Und doch hatte sie die Therapie abgeschlossen, und doch war sie Karnkenschwester geworden und ihren Weg gegnagen. Ihre Schwestern vermisste sie jeden Tag und sie waren immer bei ihr - aber sie hatte gelernt, damit zu leben.
"Darf ich Sie fragen, ob sie regelmäßig zur Therapie gehen?", fragte sie dann vorsichtig. Es war ihr ein wichtiges Anliegen. Ein wirklich wichtiges.


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Re: Salazar & Sylvia ~ Let Me Help You
von Sylvia am 16.12.2020 16:08Sylvia lächelte holte den Rollstuhl aus der Ecke und half Mr. Rosales professionell dorthinein - natürlich darauf achtend, dass das Bein nicht zu sehr belastet wurde. Gott sei Dank brauchte der Patient mittlerwele keine ständigen Flüssigkeitsinfusionen mehr, sodass sie den metallenen Infusionshalter neben dem Bett sehen lassen konnten, anstatt ihn mit spazieren zu fahren.
Nachdem Mr. Rosales sich richtig in den Rollstuhl gesetzt hatte, ging es auch schon los. Sie schob ihn aus dem Zimmer und hinaus, die kleine Rampe hinunter und auf den Weg, der durch die Grasbewachsene Fläche führte, der hier als Krankenhaus-Park fungierte. Sie waren noch nicht einmal in der Nähe der Bank angeommen, da konnte sie Cerberus bereits schon kläffen hören und als die Bank in Sicht kam, stand er da, den Schwanz wie wild wedelnd, mit heraushängender Zunge. Ein breites Lächeln breitete sich auf Sylvias Gesicht aus. Das war wahre Freude. So sollte es sein.
Und auch in Mr. Rosales sah Sylvia zum allerersten Mal ein richtiges, ehrliches Lächeln. Genau das hatte sie erreichen wollen. Sie war erleichtert. Glücklich. Sie schob den Patienten bis ganz zu seinem Hund, befestigte dann die Bremsen, damit er nicht wegrollte, wenn Cerberus ihn ansprang, dankte Lassie (welche sich sofort wieder auf den Weg nach drinnen machte) und band Cerberus vorsichtig los , dass er sofort zu seinem Herrchen konnte.
Sylvia wollte noch aufhalten, doch schon war der Hund der Aufforderung seines Herrchens nachgekommen und ihm auf den Schoß gesprungen. Besorgt beobachtete Sylvia Mr. Rosales Bein, doch der Gips schien die Sache mitzuamchen und die Euphorie und die Schmerzmittel gleichermaßen einen möglichen Schmerz betäuben.
Gut, dass er noch den Gips und nicht schon eine Schiene hatte. Sonst sähe das ganz sicher anders aus.
Sylvia trat ein wenig zurück, beobachtete die Interaktion eher diskret, wollte den beiden ihren Raum geben. Es war für beide immerhin ein intimer Moment. Ob nun Mensch und Mensch oder Mensch und Tier - sie wollte ihnen die Privatsphäre geben.
Doch schließlich blickte Mr. Rosales sie an, Sylvia blickte zurück. Und das eine Wart war so voller Gefühlen, so voller Dankbarkeit, dass Sylvia sofort wieder wusste, warum sie diesen Job so liebte, warum sie tat, was sie tat. Sie trat wieder auf ihn zu. "Sehr gerne", sagte sie ehrlich. Sie hatte es wirklich gerne getan.
"Cerberus hat Sie sehr vermisst, meine Mutter und ich konnten natürlich kein Ersatz sein. Aber meine Mum hat sich bestmöglich versucht, um ihn zu kümmern. Jetzt, wo Sie nicht mehr auf der Intensiv liegen, kann ich gerne öfter mit ihm vorbeikommen. Im Inneren des Krankenhauses darf es aus gesundheitlichen Gründen leider nicht sein." Das konnte sie auch noch verstehen, aber imerhin ging es so. Und darüber war sie ehrlich froh.


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