Marseille, Frankreich

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Cleo

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Re: Marseille, Frankreich

von Cleo am 28.03.2026 23:38

Kurz war die Psychologin etwas überrascht angesichts der Information, daß seine letzte bewusste Entscheidung für einen Urlaubsort ausgerechnet auf Marseille gefallen war. Sie bezog das nicht auf sich und es wäre ihr im Traum nicht eingefallen anzunehmen, das er sich jetzt bei diesem Besuch bewusst für die französische Hafenstadt entschieden haben könnte. Und was er erzählte über das Café und den Hafen stimmte ja auch und generell war Frankreich ein schönes Land.
Cleo hatte für einen Moment wirklich Sorge gehabt mit ihren Kindern könnte etwas sein aber zum Glück, stellte sich heraus daß ihre Kinder nur gute Nacht hatten sagen wollen und hatten ihr dabei noch ein süßes Foto geschickt. Und genau dieses Foto hatte sie auch zum Lächeln gebracht. Ihre Kinder die waren aber eben auch ihr ganzer Stolz und erwärmten ihr Herz. Deshalb wand sie sich dann auch Kiran zu und fragte dann: „Also falls du magst.. meine Kinder haben mir gerade ein Foto geschickt und ich würde es dir zeigen, wenn Du es denn sehen möchtest natürlich." Sie war zwar eine stolze Mutter aber keine, die jedem immer ungefragt Bilder von ihren Kindern unter die Nase hielt.
Nach ihrem Gegenangebot - quasi als kleine Entschädigung dafür daß sie jetzt das ganze restliche Gebäck mitnahm - erschien ihr nur mehr als gerecht. Dementsprechend freute sie sich auch darüber das Kiran dieses an nahm und das warme, ehrliche Lächeln gefiel ihr irgendwie. Denn er schien inzwischen eher selten zu Lächeln - wofür er auch einen guten Grund hatte natürlich - aber trotzdem war es schade. „Gut dann ist das jetzt beschlossene Sache.", entgegnete sie mit sanfter Stimme und einem ebenso warmen Lächeln. Dann nickte Cleo als er anmerkte das sie dann los könnten, falls sie soweit sei. „Ich bin bereit und wir können sehr gerne dann jetzt los in die Stadt. Magst Du dann vielleicht die Führung übernehmen? Das klang vorhin so, als hättest Du bei deinen letzen Besuch schöne Ecken hier in der Stadt entdeckt. Falls ich das vorhin missverstanden habe, entschuldige bitte." 

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.03.2026 23:41.

Kiran

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Re: Marseille, Frankreich

von Kiran am 16.04.2026 23:35

Der überraschte Blick entging Kiran nicht. An Marsaille hatte Kiran öfters nachgedacht seit er Cleo davon mal berichtet hatte und auch als sie dann Fotos geschickt hatte und meinte, dass sie da war,hatte es ihn nicht ganz losgelassen. Vermutlich hatte das die Hütte einfach gespürt und ihn deswegen hergeschickt bzw. war dann hier gelandet. Ansonsten hatte er sich einfach nur treiben gelassen und die Hütte entschieden ohne das er an irgendein Ort gedacht hatte. 
Kiran ließ ihren Vorschlag einen Moment auf sich wirken, bevor sein Blick wieder zu ihr zurückfand. Bei der Erwähnung ihrer Kinder lag ein kurzer, kaum greifbarer Ausdruck in seinen Augen – nichts Negatives, eher etwas Nachdenkliches. Dann nickte er leicht. „Wenn du sie mir zeigen möchtest... gern."  Seine Stimme blieb ruhig, aber nicht abweisend. Es war eher ehrliches Interesse, auch wenn er selbst nicht ganz wusste, wann er das letzte Mal so unbeschwert auf so etwas reagiert hatte. Und Thema Kind(er) war dann doch ein kleiner Wunderpunkt noch bei ihm gewesen aber das schob er mal beiseite. Wobei er sich für eine milisekunde gefragt hatte, wie er wohl als Vater in dieser modere Zeit gewesen wäre. Wäre  er ein stolzer Vater gewesen? Hätte er seine Zeit eher mit seinen Kind verbracht als zur Arbeit zu gehen? Fragen die er schnell beiseite schob und auch unwichtig waren. Denn das würde er nicht mehr erleben können. Besonders nicht in seinem Zustand.
„Nein, hast du nicht falsch verstanden", erwiderte er. „Ich kenne zumindest ein paar Ecken, die sich lohnen." „Der Hafen ist ein guter Anfang, aber nicht zu den typischen Zeiten. Jetzt ist es ruhiger." Er warf ihr einen kurzen Seitenblick zu. „Und es gibt ein paar kleinere Straßen abseits davon... nichts Besonderes auf den ersten Blick, aber genau das macht sie eigentlich ganz angenehm." Für einen Moment schwieg er, während sie losgingen, ließ den Trubel der Stadt ein wenig auf sich wirken. „Außerdem", fügte er dann etwas leiser hinzu, „sind Orte besser, wenn man sie nicht allein sieht." Der Satz kam beiläufig, fast so, als hätte er ihn gar nicht groß betonen wollen – und doch lag ein ehrlicher Kern darin.
Kiran lief dann mit ihr weg vom Hafen und führte sie in die schmalen Straßen von Le Panier. Die Hauswänden waren bunt und hatten kleine Balkone. Eine süße Altstadt eben. Er sagte dabei an sich nicht viel,also eigentlich gar nichts, sondern lies es einfach wirken und ihr auch Zeit sich alles anzusehen. Ab und an machte er sie auf kleinere Dinge aufmerksam - unscheinbare Wandbilder, schmale Treppe die sich zwischen zwei Häuser nach oben zog, offenes Fenster wo man gerade ein älteres Paar beim tanzen beobachten konnte. Keine große Sehenswürdigkeiten aber eher Momente,die man auf den ersten Blick nicht sah. Alltagsmomente. "Wenn du Lust hast..."begann er dann. "Es gibt ein Ort von dem aus man die ganze Stadt sehen kann."  Er machte eine kleine Pause, zuckte dann leicht mit den Schultern.  „Ist ein Stück zu laufen. Aber... lohnt sich." Ein schwaches, ehrliches Lächeln zeigte sich wieder. „Basilique Notre-Dame de la Garde. Von dort aus ahben wir eine gute Sicht auf die Stadt."

 
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Cleo

39, Weiblich

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Re: Marseille, Frankreich

von Cleo am 23.04.2026 12:11

Ganz ruhig ließ Cleo ihren Vorschlag dann auf Kiran wirken und ihm genug Zeit sich seine Entscheidung genau zu überlegen. Sie käme auch im Traum niemals auf die Idee anderen Personen aufzuzwingen sich Bilder von ihren Kindern anzusehen - ganz davon zu schweigen, daß sie diese Bilder ohnehin eher selten anderen Personen zeigte. Aber da er ja nun mal von ihren Kindern wusste und sie natürlich auch eine stolze Mutter war da konnte sie ihm, wenn er denn auch wollte - was er ihr dann ja bestätigte und ihr nun quasi die Wahl ließ auch tun würde. „Ja das möchte ich gerne. Es ist auch wirklich nur das eine Bild.", versicherte sie mit einem kleinen humorvollen Touch in der Stimme. Es gäbe natürlich noch viele Fotos mehr aber sie musste jetzt definitiv nicht noch die Baby-Fotos und hast Du nicht gesehen hervor holen und präsentieren. Stattdessen hatte sie das Display erneut aufleuchten lassen und ließ ihn dann das Bild ihrer Kinde mit dem Lagerfeuer im Hintergrund sehen.
„Klingt definitiv sehenswert und ich bin ganz ehrlich schon sehr gespannt, was Du mir zeigen möchtest oder kannst.", sagte Cleo ehrlich und folgte ihm dann auch, als er sich in Bewegung setzte. Auf den Hafen hatte sie sich auch tatsächlich schon gefreut, denn zu den meisten Zeiten war dieser immer sehr voll aber gerade eben nicht. Man hörte gerade nur das Meer, die Möwen und eine erfrischende Brise wehte dort. Es war ganz einfach nur friedlich und sehr schön weshalb sie unwillkürlich Lächeln musste. Sein Kommentar darüber, daß Orte manchmal besser waren wenn man diese nicht alleine aufsuchte ließ sie für einen ganz kleinen Moment - kaum mehr als ein Wimpernschlag - innehalten und sah kurz zu ihm rüber. „Mhmm.. ja das hab ich auch Mal irgendwann gehört, weiß nur nicht mehr von wem, vor dir jetzt natürlich, zuletzt.", stimmte sie ihm mit sanfter Stimme zu.
Während die Psychologin Kiran dann auf dem Weg vom Hafen fort folgte, blickte sie sich neugierig um und sah sich natürlich auch die Dinge an auf die er sie extra noch aufmerksam machte. Es mochte auf den 1. Blick vielleicht alles nichts besonderes sein aber all diese Dinge hatten ihren ganz eigenen, persönlichen Charme. Aber die meisten schönen Dinge im Leben waren eben nicht die großen Dinge und Gesten sondern eher die vermeintlich unscheinbaren, kleinen Momente. Neugierig blickte Cleo zu ihm und nickte dann sachte Lächelnd. „Sehr gerne sogar, das klingt wirklich fantastisch! Bisher hat mir alles was Du mir gezeigt hast gefallen also bin ich sicher dass die Basilique mir ebenso gefallen wird. Und einen guten Ausblick über die ganze Stadt finde ich immer sehenswert." Immerhin war der Ausblick vom London Eye aus ja bereits ganz ihr Ding gewesen, also da war er mit dem Vorschlag auf jeden Fall auf der sicheren Seite, daß es ihr gefallen würde...

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Kiran

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Re: Marseille, Frankreich

von Kiran am 23.04.2026 21:50

Kiran sah zum Display, sein Blick ruhte ruhig auf dem Bild, ohne Hast. Das flackernde Licht des Lagerfeuers spiegelte sich kurz in seinen Augen, während er die Szene betrachtete - die Kinder, den eingefangenen Moment, dieses Stück Wärme. Ein kaum merkliches Lächeln zog über seine Lippen, ehrlich, wenn auch leise.
„Sieht wirklich sehr gemütlich und spaßig aus", sagte er dann nur. „Sie haben wirklich eine große Ähnlichkeit mit dir. Da waren deine Gene wohl ziemlich stark", stellte er fest, nachdem er die Kinder betrachtet hatte. Sie trugen deutlich die Züge ihrer Mutter. Besonders die Tochter wirkte wie ein kleines Mini-Me von ihr. 
Während sie weiter durch die schmalen Gassen gingen, ließ er sich etwas mehr Zeit mit seinen Schritten, als hätte sich sein Tempo unbewusst an ihres angepasst. Ihre Worte über die Aussicht quittierte er mit einem leichten Nicken. „Dann passt es ja", meinte er ruhig. „Der Weg dahin ist fast besser als der Ausblick selbst." Er führte sie entspannt weiter. Gerade bei den kleineren, alltäglichen Dingen war er froh, dass man sie wahrnehmen konnte. Es waren genau die Momente, die man auf keiner Karte und keiner Plattform im Internet fand. 
Ein paar Stufen führten sie weiter nach oben, die Geräusche der Stadt wurden langsam leiser, gedämpfter. Kiran strich sich kurz mit der Hand über den Nacken, als würde er einen Gedanken abschütteln, der zu lange geblieben war. „Scheint, als hätten wir beide etwas für Höhen und Aussichten", stellte er dann fest. Es war einfach etwas Besonderes - und vor allem eine andere Perspektive, von der aus man eine Stadt betrachten konnte. Als sie oben ankamen, zahlte er am Eingang den kleinen Eintritt und ging dann mit ihr die Treppen weiter hinauf. „Es sind zwar einige Stufen, aber es lohnt sich", sagte er noch, während er eine nach der anderen nahm. Nach ein paar Minuten erreichten sie schließlich den Aussichtspunkt. Kiran lehnte sich leicht gegen das Geländer und ließ den Blick über die Stadt schweifen. „Und? Was sagst du?", fragte er schließlich, noch leicht außer Atem.

 
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Cleo

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Re: Marseille, Frankreich

von Cleo am 29.04.2026 23:50

Unwillkürlich umspielte ein kleines, stolzes Lächeln ihre Lippen besonders nachdem Kiran erwähnt hatte, daß ihre Gene wohl sehr dominant waren. „Wenn ich an die letze unerfreuliche Begegnung mit deren Vater zurückdenke, dann hoffe ich sehr das meine Gene nicht nur äußerlich Dominanz zeigen sondern sich auch in anderen Bereichen und Belangen durchgesetzt haben." Denn Cleo könnte es nur sehr schwer ertragen, wenn ihr Sohn plötzlich auch diesen Egoismus oder das völlig veraltete Frauenbild an den Tag legen würde. Aber solange sie weiterhin die Erziehung übernehmen - und ihr Ex sich nicht plötzlich einfallen lassen würde, geteiltes Sorgerecht oder auch nur ein Besuchsrecht zu beantragen - sollte in dieser Hinsicht definitiv nichts schief gehen. Zumindestens hoffte die Dunkelhaarige sehr darauf...
Gemütlich ging sie mit Kiran durch die belebten Gassen der Stadt und besah sich aufmerksam all die schönen, kleinen Alltagsmomente auf die er sie aufmerksam gemacht hatte. Es war einfach nur friedlich und auch toll zu sehen, wie wunderschön es sein konnte einfach nur zu Leben und sein Leben mit einem geliebten Menschen zu teilen und teilen zu können. Schließlich gab es das in der heutigen Zeit inzwischen auch immer seltener das Beziehungen noch länger anhielten als ein paar Jahre wenn überhaupt so lang. Jeder suchte gefühlt nur noch nach Vergnügen, Erfolg, Reichtum und anderen sehr oberflächlich Dingen. Doch diesen Gedanken schüttelte sie sehr um ihre Fassung bemüht möglichst schnell wieder ab und wirkte dennoch kurz abwesend, ehe sie lächelte. „Dann bin ich jetzt schon sehr gespannt auf die Aussicht auch wenn ich dir schon glaube und deiner Beurteilung völlig vertraue." Beide hatten ja schon diverse sehr schöne Aussichten miteinander geteilt immerhin.
Während beide die Geräusche der Stadt immer weiter unter sich zurück ließen, da schwieg Cleo tatsächlich die meiste Zeit und bewunderte die Aussicht, während sie die Treppenstufen eine nach der anderen erklomm. „Scheint mir auch ganz so zu sein aber ich kann es gut verstehen. Es ist auch einfach etwas einmaliges wenn man am Ende eines langen oder auch nicht so langen Aufstiegs mit einer spektakulären Aussicht belohnt wird.", sagte sie mit einem fast schwärmerischen Tonfall. Darüber daß er den Eintritt bezahlte verlor sie zwar kein Wort, nahm sich allerdings vor auch bald mal wieder eine Rechnung zu übernehmen. Als beide nach einigen Stufen dann ihr Ziel, die Aussichtsplattform erreichten nahm sie sich erstmal einen Moment um die Aussicht dann gebührend zu würdigen und nickte dann mit einem sanften kleinen Lächeln auf den Lippen und ihre Augen funkelten leicht dabei. „Du hast definitiv nicht zu viel versprochen, die Aussicht ist einfach nur atemberaubend! Und das ist definitiv ein Anblick den man bestimmt nicht mehr vergisst, wenn man ihn einmal gesehen hat." 

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Re: Marseille, Frankreich

von Kiran am 09.05.2026 23:11

Er sah einen Moment zu ihr hin. "Sie leben doch bei dir oder nicht? Wenn du ihnen die wichtigen Dingen im Leben beibringst und wie sie sich verhalten müssen und gewissen Situationen, dann werden die schon das auch so wiedergeben. Wobei die Persönlichkeit immer einzigartig bleiben wird aber solange sie die selbe Werte teilen...hast du wohl nichts zu befürchten." gut, er wusste nicht wie ihr Ex-Mann war oder er kannte sie auch nicht genug um zu wissen was für Werte sie teilte aber die Kinder sahen anständig aus und würden schon das Richtige machen.
Kiran ließ den Blick noch einen Moment über die Dächer der Stadt wandern, über die warmen Lichter, die sich langsam wie ein ruhiges Meer bis zum Horizont zogen. Der Wind hier oben war kühler, angenehmer, und trug nur noch entfernt das dumpfe Leben der Straßen zu ihnen herauf. Bei ihren Worten glitt sein Blick schließlich wieder zu Cleo hinüber. Das Funkeln in ihren Augen entging ihm nicht. Ein leises, fast zufriedenes Schmunzeln erschien auf seinen Lippen. „Gut", meinte er ruhig. „Dann hat sich der Aufstieg wenigstens gelohnt." sagte er entspannt.
Er stützte die Unterarme locker auf das Geländer. „Ich glaube, genau deswegen mag ich solche Orte", sagte er nach einem kleinen Augenblick. „Hier oben wirkt alles irgendwie... kleiner. Ruhiger. Als würde der ganze Lärm für eine Weile einfach verschwinden.Und sowas zwischendruch mal zu sehen oder eben diesen Abstand zu gewissen ist im Alltag an sich wichtig." Seine Augen wanderten wieder hinaus in die Ferne. Kurz strich er sich mit den Fingern über den Nacken, ehe er leise ausatmete. „Und irgendwie erinnert einen so eine Aussicht daran, dass es eben doch noch mehr gibt als diesen ganzen Stress, den Menschen ständig um sich herum aufbauen." es war aber auch allgemein schön zu sehen wie die Städte von oben aussahen. Man konnte schon einige Unterschiede sehen, z.B. wie die Straßen verliefen, die Häuser gebaut wurden, wie die Dachformen waren, wo die Zentren sind, wo die Menschen eher sind, usw.

 
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Re: Marseille, Frankreich

von Cleo am 03.06.2026 22:57

Nach seinen Worten wirkte Cleo erstmal ziemlich nachdenklich. Natürlich machte es Sinn was er gesagt hatte aber dennoch war sie nicht sicher, ob es tatsächlich so einfach war. „Ja die beiden Leben bei mir und er hat mittlerweile kein Umgangsrecht mehr - da er es ohnehin nie wahrgenommen hat - es ist dennoch möglich, daß seine Gene oder auch die Trennung sie im Nachhinein beeinflussen werden." Die Persönlichkeit war natürlich nicht unbedingt etwas das man Vererben könnte aber man konnte ja nie wissen, ob wirklich alles über die Vererbungslehrer schon bekannt war. Gut, eventuell machte sie sich da auch einfach viel zu viele Gedanken aber Cleo war eben eine besorgte und sehr bemühte Mutter. 

Nachdem beide den Aufstieg hinter sich gebracht hatten, schloss die Psychologin ihre Augen und nahm die ganze Atmosphäre in sich auf. Als würde sie den Wind, die Ruhe, den Frieden und einfach alles für einen späteren Zeitpunkt speichern wollen. Wie eine Art von Glück im Glas - gut in den meisten von den Dingern waren einfach nur Süßigkeiten oder auch nichts aber da ging es wohl auch eher um die mentale Stärke oder Einstellung. „Der Aufstieg hat sich ganz eindeutig gelohnt, nicht nur wegen der Aussicht sondern auch weil es hier oben friedlich ist." Die Sorgen, die sie zuvor noch wegen ihrer Kinder gehabt hatte, waren in diesem Moment jedenfalls nicht mehr als ferne Schatten. Außerdem hatte sie Höhen schon immer sehr gemocht...
Kiran's Worte ließen sie unwillkürlich leicht lächeln und auch nicken, denn er hatte auf jeden Fall absolut Recht damit! „Ja, wir haben definitiv so eine Tendenz dazu, uns das Leben schwerer zu machen als es sein müsste. Allerdings kommt der Stress auch durch all die Erwartungen und den Druck von der Gesellschaft. Leistungsdruck im Job, Erwartungen vom Umfeld seien es ein Partner, Freunde oder Familie oder auch andere Sachen die aufkommen können.. es kann manchmal einfach nur ermüdend sein.", sagte sie nachdenklich und blickte dann zu der Stadt unter Ihnen. „Manchmal wünschte ich da wirklich ich könnte einfach an Orten wie diesen bleiben.. aber natürlich bin ich auch dankbar für alles was Ich erreicht habe. Dennoch kommen mir die Pausen vom Alltag manchmal zu kurz vor. Weißt Du was Ich meine?" Kurz lächelte sie dann fast entschuldigend und lachte etwas nervös. „Ich danke dir jedenfalls, für diesen Moment hier oben, diese kleine Pause." Sie gab ihm einen schnellen Kuss auf die Wange und zog sich dann wieder zurück. Sie wollte ihm schließlich nicht zu nahe treten und seine Grenzen überschreiten. „Entschuldige bitte...", murmelte sie klein laut und blickte dann zu Boden. Hoffte, ihn jetzt nicht verärgert und verscheucht zu haben...

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Re: Marseille, Frankreich

von Kiran am 05.06.2026 19:35

„Was deine Kinder angeht..." Er zuckte leicht mit den Schultern. „Natürlich werden sie ihre eigenen Erfahrungen machen. Sie werden Fehler machen, Entscheidungen treffen, die du vielleicht nicht verstehst, und ihren eigenen Weg finden. Aber wenn ich dich so reden höre, mache ich mir ehrlich gesagt mehr Sorgen darum, dass du dir zu viele Gedanken machst als darum, dass sie die falschen Werte lernen." kurz wirkte er nachdenklich. "Wie er könnten sie werden, wenn sie viel von ihm abschauen...aber wenn du sagst, dass ihm wohl seine Kinder egal sind und sie ihn nicht sehen, besteht die Chance nicht." er hatte keine zweifeln, dass ihre Kinder vermutlich gut aufwachsen werden. So wie er sie wahr genommen und kennen gelernt hatte, konnte er sagen,dass sie eine gute Mutter war und sich wirklich Mühe gab. „Man merkt ziemlich schnell, dass sie dir wichtig sind. Und meistens sind genau das die Eltern, die schon mehr richtig machen, als sie selbst glauben."
Oben angekommen genossen sie erstmal die Aussicht von oben. "Ich weiß genau, was du meinst", fuhr er nach einem Moment fort. „Die meisten Menschen rennen von Aufgabe zu Aufgabe, von Termin zu Termin und merken gar nicht mehr, wann sie zuletzt einfach nur existiert haben. Ohne etwas leisten zu müssen. Ohne Erwartungen erfüllen zu müssen." kurz schloss er für einen Moment die Augen und lies den Wind durch sein Haar und Gesicht streifen. Danach öffnete er entspannt wieder die Augen. „Vielleicht brauchen wir solche Orte genau deshalb. Nicht um vor dem Alltag wegzulaufen, sondern um uns daran zu erinnern, dass der Alltag nicht alles ist." in seinen Augen war es dann doch wichtig gewesen zwischendurch sich zu erinnern, dass es mehr da draußen gab. Und das empfand er schon als schwierig aber er nahm es sich vor.
Für einen kurzen Moment war Kiran tatsächlich überrascht. Nicht wegen des Kusses selbst, sondern weil er so unerwartet gekommen war. Seine Augen wanderten zu Cleo hinüber, die plötzlich den Blick senkte und wirkte, als hätte sie gerade einen folgenschweren Fehler begangen. Doch ein Fehler war es gewies nicht. So eine "Nähe" hatte er schon eine Weile nicht mehr gehabt und er hatte schon fast vergessen, dass selbst ein Kuss auf die Wange beinahme wie Balsam auf der Seele war. Es tat gut. „Du musst dich nicht entschuldigen." sagte er dann mit einem ehrlich Blick und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. Seine Stimme blieb ruhig und warm, frei von Vorwurf oder Irritation. Er richtete sich etwas auf und lehnte sich anschließend wieder entspannt gegen das Geländer. "Es war schön." sagte er dann einfach Wahrheitsgemäß nüchtern und sah auf die Stadt.

 
KIRAN LANCASTER

   

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.06.2026 20:10.
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